Die 10. Schwangerschaftswoche (10. SSW)

Gratulation, dein Baby wird zum Fötus. Sobald du die 10. SSW erreichst, hast du die kritische Phase der Entwicklung überstanden. Deswegen heißt auch immer, dass man erst ab dem dritten Monat darüber sprechen soll, weil es vorher immer noch zu Fehlgeburten kommen kann. Passieren kann auch in späteren Monaten noch etwas, aber die Gefahr ist ab der 10.SSW um einiges geringer. Die Körperteile deines Babys sind fertig ausgebildet und vollkommen vorhanden. Jetzt geht es nur noch darum, dass sie wachsen. 30 Wochen lang haben sie nun Zeit und diese darfst du genießen. Ebenso schlägt bereits in der 10. Schwangerschaftswoche ziemlich stark das Herz. Auch dieses ist fertig ausgebildet und am Arbeiten. Weiteres teilte es sich in die rechte und linke Hälfte.

Auch die Arme und Beine deines Kindes sind dieser Woche schon ein wenig größer und länger. Der Ellbogen ist voll funktionsfähig, was so viel bedeutet, dass es diesen beugen kann. Die Finger haben sich noch nicht komplett ausgebildet, weil sie immer noch mit Schwimmhäuten verbunden sind. Die ersten Finger, die sich auseinanderwickeln sind die Daumen und Zeigefinger. Leider ziemlich wichtig für die Zukunft, sind die Finger-, Hand- und Fußabdrücke, die sich langsam zeichnen. Jetzt bekommt dein Kind eine eigene Identität. Deswegen werden nach der Geburt gleich Abdrücke gemacht, dass es zu keinen Verwechslungen kommt. Zudem ist es eine nette Erinnerung für das Babyalbum und man mag hoffen, dass es der letzte Fingerabdruck sein wird. Ausgenommen die Ferien gehen gleich in die USA. Dein Baby wächst und wächst. Wobei es von oben nach unten geht. Zuerst werden die Hände größer und erst später die Füße. Mittlerweile ist der Fötus 25 mm groß und wiegt rund 15 Gramm. Er ist immer noch ziemlich klein, wenn man bedenkt, wie groß ein Baby ist, wenn es auf die Welt kommt. Ein Wunder der Natur, dass es in dem Stadium bereits alle Organe enthält und wie man so schön sagt – wirklich lebt und gedeiht.

Die Muskeln bilden sich auch langsam, was im Endeffekt bedeutet, dein Baby kann treten und schlucken. Da es so klein ist, spürst du es noch nicht. Viele Mütter freuen sich auf dem Moment, wenn das Baby das erste Mal tritt. Es ist eine wunderbare Erfahrung, die man nie wieder vergisst, weil du in dem Moment, dass erste Mal dein Baby wirklich wahrnimmst. Pass aber auf, was du dir wünschst. Wenn du ein aktives Baby willst, kannst du die ganze Nacht nicht schlafen, weil es nur noch boxt. Deswegen solltest auch du, viel spazieren gehen und auf Trab sein, dass dein Baby nachts erschöpft von den Ausflügen ist. Obwohl du es noch nicht spürst, ist das Baby jetzt bereits dabei, sich in alle Richtungen zu bewegen. Boxen, hüpfen wie auch immer – soweit es möglich ist. Stell dir vor, du sitzt in einer Rakete im Weltall. Was würdest du wohl alles tun? Oder noch besserer Vergleich. Unterwasser macht tanzen ja noch mehr Spaß. Nicht wahr? Dank dem Fruchtwasser in deinem Bauch, kann dem Baby nichts passieren. Es stößt sich nirgendwo an. Du kannst es also ruhig tanzen und austoben lassen. Jetzt macht es euch beiden noch Spaß. Schließlich ist genug Platz da drinnen. Sobald es größer ist, wird es langsam aber doch, keinen mehr haben. Das bedeutet im Endeffekt, es will auf die Erde und dort weiter machen. Aber bis dahin, hast du noch ein paar Wochen Zeit. Das war noch nicht alles. In der 10. SWW arbeitet ferner, das Gehirn des Babys auf Hochtouren. Immer mehr Zellen verbinden sich und werden zu einem Ganzen. Deswegen solltest du dein Baby gut behandeln und versuchen, nicht zu viel Stress aufzubauen. Vermeide es ferner, mit deinem Partner oder anderen Menschen zu streiten. Babys merken sich das alles. Sie speichern es nicht nur im Gehirn, sondern auch im Unterbewusstsein. Sie spüren, wenn es der Mutter nicht gut, wenn diese Stress hat, Angst und so weiter. Das gilt auch für positive Sachen. Du kannst deinem Kind vorlesen oder Musik vorspielen. Diese wird es später nett in Erinnerung haben.

Essen bekommt dein Baby durch die Nabelschnur. Diese ist mit euch beiden verbunden und es befinden sich winzige Gefäße in dieser. Zwei Arterien und eine Vene sorgen dafür, dass dein Baby genug zum Essen bekommt und gesund weiter wächst. Da dein Kind mit dir isst, solltest du nach wie vor aufpassen, was du zu dir nimmst. Ab und zu hat auch dein Bauchbewohner Appetit auf Süßigkeiten. Pass aber bitte auf, dass du ihm nicht zu viel davon abgibst. Babys gewöhnen sich schnell daran und wollen immer mehr von diesem Zeugs haben. Versuch jetzt schon Nein zu sagen, wenn es an der Schnur zieht und wieder einmal die Kellnerin Mama ruft. Wenn du weiterhin, Schokolade in Maßen genießt, ist es ok. Achte aber darauf, dass du am Ende wirklich auch Nährstoffe zu dir nimmst, die dir und deinem Baby gut tun. Dein Arzt kann dich dazu besser beraten, weil dieser auch Mangelerscheinungen herausfinden kann.

So geht es dir in der 10. Schwangerschaftswoche

Es ist doch verrückt, oder etwa nicht? Jetzt ist dein Baby aktiv und gut drauf. Dir geht es jetzt auch automatisch besser. Obwohl es in dir herumhüpft, gehen die Morgenübelkeiten zurück und die Hormone haben sich auch meist in dieser Woche eingerenkt. Der Fötus ist etwa so groß wie eine Grapefruit. Die Gebärmutter wächst noch nicht so stark. Wenn es jetzt zu Extra-Kilos kommt, sind es meistens Verstopfungen oder du hast bereits zugenommen, weil du mehr isst. Verstopfungen sind normal und begleiten dich teils über die ganze Schwangerschaft. Du kannst dem aber damit entgegen wirken, in dem du viel Gemüse und Vollkornprodukte isst. Die Verdauung ist dadurch mehr in Schwung, du fühlst dich besser und die Verstopfungen bleiben so gut als möglich aus.

Zwar geht es werdenden Mütter ab der 10.SSW besser, nur sind einige ziemlich gestresst in dieser Zeit. Gedanken wie „Werde ich das alle schaffen?“, „Ich muss noch das und das kaufen!“ sind normal in dieser Zeit. Man hat das Gefühl, alles läuft einem aus den Rudern, dabei sind es noch fast 30 Wochen, wo du einiges erledigen kannst. Auch nach der Geburt, hast du noch die Möglichkeit, gewisse Dinge zu kaufen. Alles was dein Baby braucht, wird zu Anfang mitgeliefert. Es trinkt aus deiner Brust und kann theoretisch in deinem Bett schlafen. Ein paar Sachen zum Anziehen und Windeln wären nicht verkehrt. Ob dein Baby jetzt ein Buch oder einen Laufstall zuhause hat, ist in der ersten Zeit egal. Es wird sowieso nur schlafen, trinken und in die Windel machen.

Sobald es dir nicht gut geht. Zum Beispiel wegen Stress auf der Arbeit, versuche einen Ausgleich zu bekommen. Gehe in die Natur oder lasse dich bei einer Massage verwöhnen. Der Stress überträgt sich nämlich direkt auf dein Baby und das kann mit Stress nicht umgehen. Wann immer du Zeit hast. Leg dich ein paar Minuten hin, lege deine Füße hoch und atme tief durch. Meditiere ein wenig und denke an nichts, schon geht es auch deinem Baby besser.

Die Ernährung in der 10. SSW

Generell gilt, wie in den letzten Wochen bereits erwähnt. Iss viel Gemüse, Vollkornprodukte und jene Sachen, die dir dein Arzt empfiehlt. Falls du Mangelerscheinungen hast. Stopf nicht alles in dich hinein, sondern verteile deine Mahlzeiten am ganzen Tag. Alle paar Stunden kleine und leichte Speisen, sind besser als eine große Mittags- und Abendportion. Du wirkst damit auch Verstopfungen entgegen. Auch Tee tut dir in dieser Zeit gut, besonders Pfefferminztee, weil er den Magen beruhigt und dich innerlich ruhig stellt.

Deine Ausstrahlung verändert sich

Schwangere sind wunderschöne Frauen. Das wirst du häufiger zu hören bekommen. Sobald deine Kugel sichtbar ist, wirst du zum Mittelpunkt der Menschheit. Vor allem andere Mütter wie auch ältere Damen werden dich angucken, mit dir sprechen und dir Komplimente zu werfen. Auch Männer mögen schwangere Frauen, weil sie einfach, eine herzliche Ausstrahlung haben. Eine, die wir wohl alle suchen. Geborgenheit, Liebe, Vertrauen. Auch deine Haut verändert sich ein wenig, sie wird leicht rosig und deine Haare langsam dichter. Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt lieber auch Mütter, die ab der 10. SSW Pickel bekommen und mit strähnigem Haar herum laufen. Mach dir keine Gedanken darüber, auch das vergeht nach einer Weile. Fühlst du dich unwohl, dann gönne dir einen Frisörtermin und wechsle eventuell deine Pflegeprodukte. Da sich dein Körper komplett umstellt, benötigst du auch andere Cremes und Co. War deine Haut früher zum Beispiel normal, ist sie jetzt eventuell trocken oder du neigst zur Mischhaut. Eine gute Kosmetikerin hilft dir in dem Fall sicher weiter.

Die Untersuchungen in der 10. Schwangerschaftswoche

Falls du erst jetzt zum Arzt gehst, weil du es vorher nicht bemerkt hast oder einfach nicht wolltest, wird bei dir eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Diese solltest du nicht ablehnen, weil man daraus schließen kann, ob die Einnistung wirklich funktioniert hat. Manchmal kommt es zu Eileiterschwangerschaften und das wäre in dem Fall ziemlich ungünstig. Ebenso wird dein Kind gemessen. Die Scheitel-Steiß-Länge. Der Kopfdurchmesser und die Größe der Fruchtblase.

Nackentransparenzmessung: Ja oder Nein?

Falls du eine Nackentransparenzmessung durchführen lassen möchtest, solltest du das am besten zwischen der 10. und 13. Schwangerschaftswoche tun. Dein Arzt wird dich garantiert darüber aufklären. Generell sei gesagt, dass man mit solch einer Untersuchung prozentuell feststellen kann, ob dein Baby eventuell das Down Syndrom oder andere genetische Defekte aufweist. Die Ergebnisse sind eine wage Vermutung und können niemals eine 100% Sicherheit geben. Gibt es Auffälligkeiten, werden noch andere Untersuchungen gemacht und in manchen Fällen, rät der Arzt zu einem Schwangerschaftsabbruch. Ab der 10. SSW ist eine reine Abtreibung so nicht mehr möglich. Es findet eine richtige Geburt mit Wehen Einleitung statt. Solch eine Erfahrung ist keiner Frau zu wünschen und auch die Entscheidung zum oder gegen das Kind, ist eine schwere. Falls du wirklich eine Messung machen möchtest und dein Arzt für einen Abbruch ist, kannst du dich immer noch dagegen entscheiden. Lass dich nicht unter Druck setzen, sprich mit anderen Betroffenen darüber und unterhalte dich mit einem Therapeuten. Nur solltest du nichts überstürzen, weil du es irgendwann bereust. Dein Kind hat zumindest das Recht, dass du alle Punkte für euch abklärst.

Was ist eine Nackentransparenzmessung eigentlich?

Per Ultraschall werden die Lymphgefäße Flüssigkeiten unter der sogenannten Nackenhaut gemessen. Häufig finden Ärzte dabei raus, dass das Baby am Down-Syndrom (Trisomie 21) leidet. Eine Diagnose kann dieser Test niemals sein, weil es nur eingeschätzt wird. Nur weil dein Baby eine große Nackenfalte aufweist, heißt das nicht, dass es behindert ist. Leider verunsichern viele Ärzte werdende Eltern damit, weil sie ihnen solche Auffälligkeiten natürlich mitteilen. Umgekehrt kann es genauso vorkommen. Die Nackenfalte ist klein, aber das Baby trotzdem behindert. Alleine durch dieses Screening kann niemand genaueres feststellen, ob das Kind nun gesund oder behindert auf die Welt kommt. Erst weitere Tests und Vergleiche finden bestens falls raus, ob hier ein Problem vorliegt. Der Test sollte zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, weil vorher das Baby zu klein ist und danach zu wenig Lymphflüssigkeit vorhanden ist, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Die Nackenfaltenmessung wird im Zuge der Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Manche Ärzte tun es, ohne Aufforderung, wenn sie das Gefühl haben, es sei etwas nicht in Ordnung. Generell gilt aber, dass du das Recht hast, diese Untersuchung abzulehnen. Bei einer Risikoschwangerschaft oder bei anderen Krankheiten, die auffällig in deiner Familie sind, wird natürlich eine solche Untersuchung empfohlen. Wirklich ändern tut sie aber nichts, wenn du dein Baby auf jeden Fall behalten willst. Viele dieser Messungen verunsichern die werdenden Mütter, weil sie Angst um ihr Baby haben. Ist die Nackenfalte auffällig, bedeutet das eigentlich nichts. Es ist eine 50/50 Chance. Dem Baby geht’s aber sicher nicht besser, wenn die Mutter wochenlang Angst hat und sich die Frage stellt, ob das Kind gesund auf die Welt kommt? Zwar finden es immer noch viele Lächerlich. Aber das Gesetz der Anziehung wirkt. Wer ständig Angst vor Komplikationen hat, wird diese auch ins eigene Leben ziehen. Denke positiv so gut es geht und freue dich auf ein gesundes Kind. Sollte im Endeffekt etwas sein, mit dem du nicht gerechnet hast, wirst du auf jeden Fall die Stärke haben, alles so zu überstehen wie es sein soll. Leicht sind gewisse Diagnosen nicht, aber als Mutter willst du am Ende nur eines, dass dein Kind lebt.

Achte darauf, dass dein Arzt ein zertifiziertes Ultraschallgerät besitzt. Dieses darf nicht älter als vier Jahre alt sein und sollte eine metrische Skala aufweisen. Nicht jeder Arzt ist befugt, so eine Untersuchung durchzuführen. Wenn du sie wirklich von dir aus machen willst, erkundige dich im Vorfeld darüber, wo das am besten möglich ist. Ärzte/Ärztinnen müssen jedes Jahr einen Test durchführen und erhalten ein neues Zertifikat. Anhand dieser Informationen solltest du einen geeigneten Mediziner finden, der dir in diesem Punkt weiter hilft. Dein Arzt wird dich auf jeden Fall beraten und dich nicht im Regen stehen lassen. Nicht immer ist diese Untersuchung kostenlos. Informiere dich vorab bei einer Krankenversicherung, ob diese, die Kosten übernehmen. Das ist wieder ein Faktor, den sich die Ärzte gerne bezahlen lassen. Sie machen manchen Müttern Druck und reden ihnen ein, nötig diese Untersuchung ist. Nicht selten, weil sie damit extra kassieren können. Deswegen solltest du in aller Ruhe darüber nachdenken, ob du mit dem Risiko leben willst, eine negative Prognose zu erhalten.