Die 12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

Die 12. Schwangerschaftswoche liegt am Ende des dritten Monats und läutet somit das zweite Trimester ein. Die Frühschwangerschaft ist nun offiziell beendet. Nach und nach fühlst du dich wieder pudel wohl und wirst aktiv. Manche betreiben Sport oder wollen wieder tanzen gehen. Gegen einen Besuch in der Disco spricht nichts. Pass nur auf, dass dort (bzw. davor) nicht zu viel geraucht wird und trinke ja keinen Alkohol. Tanzen kannst du, solange du möchtest. Natürlich ist es besser, eine Location zu finden, wo du dich fix hinsetzen kannst und wo du dich nicht stundenlang zum WC drängen musst. Da du jetzt viel Wasser trinkst, wird sich deine Blase häufig melden. Der Fötus wächst und wächst, die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten sinkt stetig.

Dein Baby in der 12. Schwangerschaftswoche

Je nachdem wie groß dein Baby in der vorigen Woche war, ist es jetzt fünf bis sieben Zentimeter groß und wiegt zirka 16 Gramm. Woche für Woche wird es jetzt immer größer. Da sich die Muskeln wie auch das Gehirn stark entwickeln, koordiniert dein Kind die Bewegungen bereits selbständig. Während die Organe wachsen, ist das Baby dabei, sich selbst kennenzulernen. Es wundert sich wahrscheinlich, für was diese Körperteile zuständig sind und testet diese so gut als möglich aus. Falls jetzt ein Ultraschall gemacht wird, kannst du dein Baby dabei beobachten, wie es sich bewegt. Es winkt dir direkt zu und du hast das Gefühl, es sieht dich von innen. Manchmal lutscht es sogar am Daumen, trinkt Fruchtwasser und kann dieses bereits schlucken. Der Mund bewegt sich klar und deutlich, ebenso die Augenlider, die aber in der Regel zu bleiben.

In den ersten Wochen ernährte sich der Embryo nur vom Eizellen Dottersack. Es hat seine Reste sozusagen selbst verspeist. Da die Plazenta mittlerweile komplett entwickelt ist, wird die Nahrungs- und Sauerstoffversorgung durch diese geregelt. Deswegen ist entscheidend, was du zu dir nimmst. Achte auf eine gesunde Ernährung und füttere dein Baby nicht ständig mit Schokolade. Ferner uriniert dein Baby bereits in der Blase. Keine Sorge, dein Kind muss nicht ständig im eigenen Urin baden. Das Fruchtwasser tauscht sich ständig aus als wäre es ein Pool, worin sich eine Filteranlage befindet. Da es Fruchtwasser trinkt, kommt es oft zu Schluckauf und das spürst manchmal auch du.

Was du in der 12. Schwangerschaftswoche tun kannst

Manchmal ist es sinnvoll, einfach nichts zu tun. Viele werdende Mütter wissen nicht, wohin mit ihren Glücksgefühlen. Sie möchten irgendwie alles erledigen und haben im Endeffekt wieder Stress. Wahrscheinlich wirst du in den nächsten Wochen ständig damit beschäftigt sein, anderen zu erklären, wie es dir geht. Deine weibliche Verwandtschaft hält dich auf Trab. Besuche bei der Oma, Mutter oder Schwester. Gemeinsame Einkaufstouren durch Babyzubehörgeschäfte stehen an der Tagesordnung. Es ist viel zu tun, in den nächsten Wochen, deswegen darfst du dich ruhig ein paar Tage erholen und einfach vor den Fernseher werfen. Such dir gute Filme und mach dir einen schönen entspannten Abend. Jetzt wo es dir besser geht, darfst du dich in die Badewanne setzen und eine Gesichtsmaske auftragen. Genieße deine Schönheit als Frau und entspanne, so oft wie möglich. Lass dich auch von deinem Partner verwöhnen und noch wichtiger, verwöhne ihn. Zeig ihm, wie wichtig er ist und lässt eurer Partnerschaft neu aufblühen. Jetzt habt ihr noch Zeit zu zweit, was später nicht mehr so oft möglich ist.

Die Hosen werden jetzt immer enger. Und ab der 12.SSW ist meist ein kleines Bäuchlein ersichtlich. Es handelt sich jetzt nicht nur um Wassereinlagerungen oder Blähbäuche. Jetzt sieht man es langsam, wenn man genau hinschaut. Wer nicht weiß, dass du schwanger bist, bemerkt es nicht, aber du wirst bereits einen Unterschied spüren, weil alles ein wenig spannt. Wundere dich nicht, wenn du jetzt noch mehr Heißhunger hast. Nach den Übelkeitsphasen kommt jetzt, die auf gut deutsch gesagt, „Fressphase“. Gurken mit Schlagsahne und ähnliche Gelüste sind keine Seltenheit. Wenn du Verstopfungen vermeiden möchtest, solltest du aufpassen, in welchen Zusammenhang du Speisen zu dir nimmst. Ebenso kann es dir passieren, dass dir wieder übel wird, wenn du zu viel in dich reinstopfst. Das lässt sich vermeiden.

Veränderungen in der 12. Woche

In der 12. Woche schlafen viele Frauen auf der linken Seite. Einige machen das instinktiv, weil es sich am besten anfühlt. Damit wird ein zu großer Druck auf das Baby und ein Magensäure Rückfluss verhindert. Das ist auch positiv für das Baby, dass somit optimal mit Blut und Nährstoffe versorgt wird. Man kann es immer wieder sagen. Wichtig ist, dass du viel trinkst und dich vollwertig ernährst. Schon jetzt, kannst du das Essverhalten deines Kindes beeinflussen. Wer viel Zucker im Bauch bekommt, will danach auch mehr Zucker haben. Angeblich hat es wirklich damit zu tun, was du deinem Kind zuführst. Gewöhn es bereits jetzt an gesunde Ernährung und du wirst später weniger Probleme haben. Ab der 12. Woche solltest du vor allem auf eine gute Jod-Versorgung setzen. Iss viel Fisch oder salzige Speisen, um die Jod-Versorgung abzudecken. Der Nährstoffbedarf steigt in den nächsten Wochen weiter an. Je größer dein Bauchbewohner ist, desto mehr Nährstoffe benötigt er natürlich.

Deine Haut ist jetzt rosiger, weil diese besser durchblutet wird. Außerdem verändern sich Hautflecken sowie deine Brustwarzen. Diese werden ab jetzt dunkler. Auf der Mitte deines Bauches nimmst du wahrscheinlich eine vertikale Linie wahr. Mach dir darüber keine Sorgen, sie verschwindet nach der Entbindung wieder. Generell wird deine Haut sonnenempfindlicher. Achte darauf, dass du in nächster Zeit neue Pflegeprodukte erwirbst, die für deine Haut geeignet sind. Lass dich bei einer Kosmetikerin beraten oder hol dir Produkte aus der Apotheke. Wenn du diese über die Schwangerschaft informierst, bekommst du auf jeden Fall solche, die du unbedenklich verwenden darfst.

Zeit für mehr Sport und tolle Erlebnisse

Das erste Trimester ist vorbei. Nun hast du das schlimmste überstanden, weil auch wichtige Vorsorgeuntersuchungen bereits vollbracht sind. Falls du eine normale Schwangerschaft ohne Probleme hast, steht dem Sport nichts im Weg. Jetzt kannst du auch noch Problemlos in den Urlaub fahren oder andere Erledigungen machen. Erholung tut dir jetzt wirklich gut. Aus mehreren Gründen. Erstens, weil du dich nach dem Stress der letzten Wochen entspannen kannst und zweitens, weil deine Gefühle jetzt Achterbahn fahren. Die Hormone sorgen dafür, dass viele Frauen ihren Partner in den Wahnsinn treiben. Deswegen solltest du dich ausruhen so gut es geht. Sprich mit deiner Hebamme über Probleme oder lass dich von älteren Müttern trösten, die bereits all das hinter sich brachten. Um die Gefühle ein wenig unter Kontrolle zu halten, tut Sport ziemlich gut. Zum Beispiel Laufen oder Schwimmen. In dieser Zeit kannst du deinen Frust abladen und bekommst gleichzeitig deine Glückshormone zurück. Schwangerschaftsbeschwerden gehen zurück und tun etwas für deine Figur. Davon profitierst du auf jeden Fall, weil du nach der Geburt, weniger abnehmen musst. Dein Körper und deine Seele profitieren davon, weil Sport einfach dafür sorgt, dass du in der Balance bleibst.

Einen Entspannungsurlaub buchen

Du bist nun im dritten Monat und hast nur noch wenige Wochen, um alleine Zeit mit deinem Partner zu verbringen. Diese solltet ihr genießen. Denke daran, ab dem sechsten Monat wächst dein Bauch rasant und dann wird es im Bett auch nicht mehr so klappen wie manche möchten. Falls du romantische Stunden erleben willst, dann tu es am besten jetzt. Fahr mit deinem Partner irgendwo hin. Zum Beispiel in ein Wellnesshotel oder an den Strand. Jetzt darfst du noch Problemlos fliegen und das solltest du ausnützen. Achte nur darauf, das du ein sauberes Hotel wählst und ein Land, wo es nicht viele Infektionskrankheiten gibt. Denke daran, du bist schwanger und vor allem die Getränke im Ausland könnten deinem Baby schaden. Ist das Wasser verseucht oder das Gemüse nicht frisch, endet der Urlaub in einem Drama. Reisekrankheiten dieser Art sind im normalen Zustand schon schlimm genug. Als Schwangere daran leiden, ist alles andere als lustig. Um das zu vermeiden, fährst du am besten nicht in solche Länder. Urlaub in Spanien oder Italien sollten keine großen Probleme verursachen. Indien, Ägypten oder ähnliches, wird eher weniger empfohlen. Dir sollte ferner bewusst sein, dass es in manchen Orten keine ärztliche Versorgung gibt, die unserem Standard entspricht. Falls Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten, ist es immer günstig, wenn ein gutes Krankenhaus in der Nähe ist. Es kommt nicht oft im Urlaub zu einer Fehlgeburt, aber wenn, dann ist ärztliche Versorgung lebensnotwendig.

Am Strand musst du dich auf keinen Fall verstecken. Manche bösen Geister behaupten, Schwangere dürfen keinen Bikini tragen. Schäm dich nicht für dein Baby, sondern zeige es der Welt. Falls dein Bauch im Urlaub schon ein wenig sichtbar ist, solltet ihr Erinnerungsfotos machen. Eine nette Idee wäre auch eine Art Tagebuch. Vielleicht auch per Video. Es handelt sich dabei um den ersten Urlaub, wo das Baby auch dabei ist. Wenn dein Kind später, dieses Video sieht und sich selbst im Bauch betrachten kann, ist das eine wunderschöne Situation. Möglich, dass dabei Erinnerungen aufkommen. Zum Beispiel Musik vom Strand oder Gespräche, welche die Eltern führen. Je mehr Erlebnisse notiert werden, desto besser. Später ist es eine nette Erinnerung, für die komplette Familie. Auf jeden Fall, solltet ihr ein Souvenir mitbringen. Sei es eine kleine Statue oder ein Bilderrahmen aus diesem Land. Es soll später eine keine Erinnerung für dein Kind sein. Eine Schwangerschaft kann so aufregend werden. Wer glaubt, man muss nur auf der Couch sitzen, täuscht sich gewaltig. Manche unternehmen, in diesem Stadium, sogar noch Wanderungen oder besteigen die Berge. Denke immer daran. Ein Risiko solltest du nicht eingehen, deswegen verzichte am besten auf Extremsportarten. Schließlich weißt du nicht, ob deinem Baby das recht ist.

Geburtsvorbereitungskurse finden und buchen

Neben einem gemeinsamen Urlaub darfst du dir ferner Gedanken um Vorbereitungskurse machen. Manche sind der Meinung, sie brauchen keinen Kurs dieser Art. Andere wiederum, wollen bestens vorbereitet sein. Fakt ist: Egal ob du willst oder nicht. Die meisten Kurse haben lange Wartefristen. Deswegen solltest du sobald als möglich einen Termin vereinbaren. Bei solchen Kursen geht es nicht nur darum, wie du während der Geburt deine Wehen wegatmest, du lernst dein Kind zu baden, zu wickeln und erfährst die wichtigsten Dinge, die du für dein Baby benötigst. Im besten Fall begleitet dich dein Partner zu diesem Kurs. Dieser sollte schließlich auch über das eine oder andere Bescheid wissen. Keine Sorge. Falls du gewisse Dinge nicht verstehst, ist immer noch eine Hebamme für dich da, die alles noch einmal in Ruhe erklärt. Wenn du manche Stunden verpasst, musst du dir wirklich keine Gedanken darüber machen. Es handelt sich um Wissen, welches du nachschlagen kannst. Beziehungsweise lässt du dir von anderen Müttern zeigen, wie man die Windeln wechselt. Einmal begriffen, hast du den Dreh raus und alles geht von alleine.
Bei diesen Kursen werden ferner, die verschiedene Geburtsstellungen geübt. Zwar wirst du die Hälfte vergessen, wenn du unter Wehen liegst. Aber ein Teil wird sich bezahlbar machen. Zum Beispiel, spezielle Massagegriffe, um den Rücken zu entlasten oder ähnliches. Auch hier, sollte dein Partner oder derjenige, der bei Geburt dabei ist, teilnehmen. Eine gute Hebamme hilft auch in dem Punkt weiter und unterstützt dich während der Geburt. Die Entbindung deines Babys ist schließlich keine Abschlussprüfung, wo du beweisen musst, was du alles gelernt hast. Sowieso läuft bekanntlich alles anders als man es vorher geprobt hat. Bei der Geburt selbst, weiß niemand, was als nächstes geschieht. Deswegen solltest du keinerlei Erwartungen in dem Punkt haben.

Yoga und andere Entspannungsmöglichkeiten

Neben den Geburtsvorbereitungskursen gibt es noch weitere Möglichkeiten der Entspannung. Zum Beispiel Yoga oder Pilates für Schwangere. Falls du dich für solch einen Kurs interessierst, solltest du immer einen wählen, der speziell an schwangere Frauen gerichtet ist. Die Trainer haben Erfahrung und wissen, welche Übung gut beziehungsweise eher ungünstig ist. Yoga ist eine tolle Sache, weil du dabei entspannst. Körper, Geist und Seele kommen in Einklang miteinander. Je intensiver du Yoga ausübst, desto angenehmer wird die Geburt. Weil du dich besser zentrieren und konzentrieren kannst. Bei den speziellen Yoga Stunden für Schwangere werden bestimmte Dinge geübt, die du auch während der Geburt anwenden kannst. Zum Beispiel, bestimmte Atemübungen. Yoga hat nicht zwangsläufig etwas mit Verrenkung zu tun. Im Gegenteil. Schließlich gibt es auch Gesichtsyoga oder die einfachen Übungen, wo es nur ums sitzen und atmen geht. Die Übungen kannst du auch zuhause durchführen. Um Fehlstellungen zu vermeiden, solltest du zu mindestens eine Stunde nehmen und die Übungen gemeinsam mit dem Trainer durchführen. Danach kannst du es in den eigenen vier Wänden bedenkenlos nachmachen.

Noch mehr Entspannung bieten spezielle SPA Angebote, die sich an Schwangere richten. Mit dabei sind Gesichtsbehandlungen, Massagen, Hautcremes und vieles mehr. Je mehr du dich in dieser Phase fallen lassen kannst, desto lockerer wirst du deine Schwangerschaft genießen. Mach dir keinen Stress, du hast alle Zeit der Welt. Denke immer daran, das Baby läuft dir nicht davon und alles was in der Schwangerschaft nicht machbar ist, kannst du auch danach noch erledigen. Hauptsache die Grundausstattung ist bereit für das Baby. Alles andere, kannst du auf später verschieben. Weil dein Wohlbefinden steht ab jetzt, an erster Stelle.