Die 13. Schwangerschaftswoche (13. SSW)

Herzlich willkommen im zweiten Trimester. Die 13. Schwangerschaftswoche beginnt und du befindest dich nun um vierten Monat. Obwohl du schon seit 13. Wochen schwanger bist, ist dein Kind erst etwa elf Wochen alt. Berechnet wird ab dem ersten Tag der letzten Periode, weil der Eisprung nur selten exakt berechnet werden kann. Deswegen sind ein paar Tage mehr oder weniger normal. Das zweite Trimester ist für Mutter und Kind eine angenehme Zeit. Es geht nur noch darum, dass der Körper wächst und die Organe ordentlich heranreifen. Endlich sind Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit Geschichte. Für viele sind diese Probleme schon in der 10 – 12 Woche teils erledigt. Aber spätestens jetzt, sollte es auch dir besser gehen. Falls du in den nächsten Wochen immer noch Auffälligkeit zeigst, geh am besten zum Arzt und frag, was mit dir los ist. Nicht immer haben diese Anzeichen mit der Schwangerschaft selbst zu tun. Du könntest auch die Grippe oder eine andere Krankheit haben. Deswegen ist es immer besser, gewisse Symptome abzuchecken. Zur Sicherheit deines Babys.

Dein Baby in der 13. Schwangerschaftswoche

Dein kleiner Zwerg ist schon wieder gewachsen. Nun ist es etwa sechs bis siebeneinhalb Zentimeter groß und wiegt 18-23 Gramm. Wie jede Woche, werden hier nur Durchschnittswerte angegeben. Falls dein Baby von Anfang an kleiner oder größer war, wird es auch jetzt, eine andere Größe aufweisen. Die Differenzen betragen nur wenige Zentimeter, machen in dem Stadium aber einen großen Unterschied. Jetzt ist es noch so klein, in einigen Wochen hat der Fötus kaum noch Platz unter deinem Herzen. Deswegen stell dich bereits jetzt auf eine aufregende Zeit ein. In den letzten Wochen war der Kopf im Gegensatz zu den anderen Körperteilen ziemlich groß. In der 13. Woche passen sich diese endlich an. Wundere dich nicht, der Kopf bleibt zu Anfang trotzdem ziemlich groß. Ein Neugeborenes hat meistens einen ziemlich großen Kopf. Erst, wenn Kinder wachsen, gleicht sich das alles komplett an. Falls nicht bereits in der 12. Woche geschehen, positionieren sich die Därme und das Baby bekommt Stuhlgang. Auch dieser wird direkt über das Fruchtwasser abtransportiert. Desweiteren produziert die Bauchspeicheldrüse erstmals Insulin.

Die anfänglichen Skelett-Knorpel verwandeln sich jetzt in richtige Knochen. Jedoch wird die Verknöcherung noch einige Jahre andauern. Knochen wachsen und verändern sich bis zum Ende des Teenageralters. Daher kommt der berühmte Spruch: „Du befindest dich noch im Wachstum“. Da Knochen sich noch verändern, lassen sich Fehlstehlungen in jungen Jahren besser korrigieren. Deswegen wird ein früher Besuch beim Orthopäden empfohlen. Auch die Schädelknochen sind bereit für den Start, nur wachsen diese erst nach der Geburt zusammen und das auch einige Monate später. Sie bleiben deswegen flexibel, dass das Gehirn Platz zum wachsen hat und das eine natürliche Geburt möglich ist. In der 13. Woche kann man das Skelett bereits im Ultraschallbild erkennen. Ein weiterer Knochen bildet sich, die Gehörknöchelchen. Jetzt kann das Baby wirklich Geräusche exakt hören und reagiert manchmal sogar auf Musik. Ebenso nimmt dein Kind jetzt Lichteinstrahlungen wahr. Liegst du beispielsweise in der Sonne, sieht dein Baby Rot-Tone. Wohlgemerkt durch die geschlossenen Augen, weil es diese bis zur 26. Schwangerschaftswoche nicht öffnet.

Bereits im Bauch haben Mädchen Eierstöcke und darin sind etwa zwei Millionen Eizellen angebracht. Diese halbieren sich bis zur Geburt, auf etwa eine Million. Bis zur Geschlechtsreife nehmen diese sogar noch ab und wenn dein Kind 17 Jahre alt ist, hat es nur noch 200.000 Eizellen. In der 13. Woche entwickeln sich ferner die Stimmbänder. Zwar kann dein Kind nach der Geburt nicht sprechen, aber schreien und andere Babygeräusche sind ja durchaus willkommen. Das Wunder der Natur denkt bekanntlich an alles. Um dein Baby vor dem Fruchtwasser zu schützen, weil dieses nach einer Weile sonst die Haut aufweichen würde, bildet sich ein feiner Flaum. Auch Lanugo-Haar genannt. Es handelt sich um feine Härchen die sich bis zur 16. Woche bilden. Bis zur Geburt verwinden diese Haare wieder, bis auf die Kopfhaare, Augenbrauen und Wimpern. Manche kommen stark behaart auf die Welt und verlieren diese Haare erst später. Kein Grund zur Sorge, einen Frisörtermin musst du noch nicht buchen.

In der 13. Schwangerschaftswoche kann dein Kind bereits gähnen, die Stirn runzeln und saugt spätestens jetzt am Finger. Wenn du deinen Bauch streichelst, fühlt sich das Baby geborgen. Berührungen tun ihm gut, lass auch den Vater deinen Bauch streicheln. Obwohl das Kind nicht sehen kann, wer gerade seine Hand am Bauch legt, spürt es doch einen Unterschied. Bauchbewohner merken sich mehr als wir annehmen würden.

Du in der 13. Schwangerschaftswoche

Die verflixte 13 ist in diesem Fall eher eine positive Zahl. Weil jetzt, wird alles gut. Du hast die Frühschwangerschaft überwunden und kannst die nächsten Wochen genießen ohne Ende. Dein Bauch wächst zwar, aber bis es anstrengend wird, dauert es noch ein wenig. Deswegen solltest du jetzt all das tun, was du noch tun möchtest. Der Uterus rutscht jetzt vom Becken in den Bauchraum. Positiv für dich, er drückt nicht mehr so stark auf die Blase und das bedeutet, du musst weniger auf die Toilette laufen. Vergiss aber nicht, dass du trotzdem viel Wasser zu dir nimmst. Wie in den anderen Monaten beschrieben, kommt es jetzt häufig zu Kreislaufproblemen. Vor allem in der heißen Jahreszeit solltest du dich schonen so gut als möglich. Manchmal diagnostizieren Gynäkologen eine tiefliegende Planzenta. Das bedeutet, dass sie sich nicht so schnell an die Position bewegt, wie sie eigentlich sollte. Keine Sorge, auch das ändert sich in Laufe der nächsten Tage.

Da deine Gebärmutter wächst und für dein Baby, Platz macht, kommt es im Unterleib zu Schmerzen. Ähnlich wie Menstruationsbeschwerden. Es zieht ein wenig und kneift. Mit Tai Chi oder Yoga kannst du diesen ein wenig entgegen wirken. Jetzt solltest du deinen Bauch bereits mit speziellem Öl behandeln, um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden. Auch, wenn heute noch nichts sichtbar ist, kann dein Bauch über Nacht plötzlich größer sein. Deswegen solltest du nicht zu lange warten. Je früher du damit beginnst, deine Haut einzucremen, desto weniger wird sie spannen und reißen. Tu deiner Haut etwas Gutes und lass dich von einem Kosmetiker beraten. Vermeide wenn möglich, ätherische Öle wie Rosmarin, Kampfer, Minze etc. Laut Ärzten können diese Wehen auslösen. Milde Massageöle wie auch Zupfmassagen kannst du ohne Probleme durchführen. Sobald eine kleine Wölbung entsteht, kannst du deinen Fötus von außen streicheln und er bekommt es mit. Eine wunderbare Situation, weil du das erste Mal, richtig Kontakt mit deinem Baby aufnimmst.

In diesen Wochen wird sich deine Brust verändern, sie wächst und wächst. Die Produktion der Muttermilch beginnt und sorgt dafür, dass dein Kind nach der Geburt sofort Nahrung erhält. Falls dir langweilig ist, könntest du dir bereits Gedanken machen, wie du dein Baby ernähren möchtest. Nicht alle Mütter wollen stillen oder können es nicht. Vor allem, falls dein Partner in Karenz geht, muss eine gute Lösung her. In dem Fall bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als die Milch abzupumpen. In dem Punkt lässt ihr euch beide am besten von einer Hebamme beraten. Kläre diese Dinge, wenn möglich noch in der Schwangerschaft ab. Falls du nicht stillen möchtest, bekommst du nämlich nach der Geburt Tabletten, die die Milchproduktion einstellen. Überlege es dir gut, ob du wirklich nicht stillen willst.

Manchen Müttern ist es peinlich, vor anderen das Baby zu füttern. Heut zu Tage gibt es bereits viele Möglichkeiten. Du kannst das Kind zum Beispiel zu Hause stillen und unterwegs mit der Flasche füttern. Einen Vorteil hat stillen auf jeden Fall. Du musst nachts nicht aufstehen und das Fläschchen warm machen. Es kann mühsam sein, fünf Mal pro Nacht in die Küche zu laufen und alles vorbereiten. Einfach das Baby aus dem Bettchen nehmen und stillen, geht doch schneller von der Bühne. Außer, du hast einen Partner, der dir die Hälfte abnimmt. In dem Fall ist das Fläschchen eine Bereicherung. Somit kannst du einige Nächte durchschlafen und dich ausruhen. Wie gesagt, bespricht es miteinander, wie ihr das am besten managen wollt. Muttermilch ist jedoch, nach wie vor, die beste Nahrung für dein Baby und am günstigsten sowieso. Im ersten Trimester hast du wahrscheinlich zwei Kilogramm zugelegt. Wundere dich nicht, wenn es jetzt aufwärts geht. Bis zu zwölf Kilo mehr am Ende der Schwangerschaft sind normal. Alles was darüber geht, ebenso. Hebammen und Ärzte kontrollieren dien Gewicht regelmäßig und werden dich im Notfall darüber informieren, falls etwas ab normal aussieht. Viele nehmen deswegen rasch zu, weil sie einfach für zwei essen. Das ist nicht nötig. Heißhunger in der Schwangerschaft ist normal, aber übertreibe es trotzdem nicht. Falls du nach der Geburt gleich wieder schlank sein möchtest, solltest du über solche Dinge vorher nachdenken. Zwar ist das Gewicht jetzt Nebensache, aber Extrasport nach der Geburt kostet auch wieder Zeit und Geduld. Das alles ersparst du dir, wenn du dir vorher zweimal überlegst, was du isst oder besser nicht. In der 13. Schwangerschaftswoche liegt der tägliche Energiebedarf bei etwa 2.200 Kilokalorien und am Ende bei 2.500 Kilokalorien. Du musst jetzt nicht mit Kalorienzählen anfangen. Ernähre dich weiterhin gesund und achte darauf, dass du nicht zu wenig isst. Zwei Stück Obst am Tag, sollten am Ende genügen, um das Baby zu sättigen.

Wie in der 12. Woche erwähnt, ist Folsäure fürs Baby nicht mehr wichtig. Dir als Mutter tut es aber trotzdem gut. 0,4 Milligramm am Tag genügen. Iss viele Meeresfrüchte, Fisch oder koche mit Pflanzenölen, um diesen Bedarf abzudecken. Im Fall der Fälle gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die dir dein Arzt verschreibt. Solche Dinge wie Mangelernährung, Gewicht und Medikamente an sich, solltest du immer mit deinem Arzt besprechen. In Foren werden gerne irgendwelche Mittel empfohlen. Da jeder Körper anders gebaut ist und keine Schwangerschaft gleich verläuft, darfst du dich nicht an anderen orientieren. Überhaupt dann nicht, wenn es sich um Medikamente handelt. Arzneimittel ist für ein Baby teilweise gefährlich, deswegen verlasse dich nicht auf irgendwelche Laien, die meinen es besser zu wissen. Falls du einen Tipp erhältst, der für dich gut klingt, kannst du immer noch beim Arzt nachfragen, was er davon hält.

Langsam geht es los

Jetzt, wo die kritische Phase vorbei ist, könnt ihr langsam daran denken, das Kinderzimmer einzurichten. Falls ihr bestimmte Möbel aus dem Internet bestellt, kann es sein, dass diese erst einige Wochen später liefern. Deswegen solltet ihr nicht zu lange mit der Bestellung warten. Im Gitterbett wird das Baby zu Anfang sowieso nicht schlafen. Meistens liegt es bei den Eltern im Bett oder in einem Bollerwagen daneben. Praktisch sind kleine Bettchen, die man direkt am Bett anschrauben kann. Das bedeutet, dein Kind hat ein eigenes Bett, ist aber dennoch mit dir verbunden. Später lassen sich solche, in richtige Betten umwandeln.

Vielleicht stellst du dir die Frage, was dein Kind eigentlich alles benötigt. Falls kein eigenes Kinderzimmer vorhanden ist, musst du nicht deine ganze Wohnung mit Babymöbel vollstellen. Ein Wickeltisch beispielsweise ist praktisch, kannst du dir aber ersparen. Ein Baby kannst du im Bett genauso wickeln wie am Küchentisch. Eine Wickelauflage genügt. Das wichtigste ist ein Bett mit einer guten Matratze. Je besser dein Baby liegt, desto gesünder findet sein Wachstum statt. Zu weich und zu hart sollte die Matratze nicht sein. Achte ferner darauf, dass sie nicht aus Kunststoff ist oder irgendwelche Schadstoffe enthält. Das gilt im Übrigen auch für das Bett. Das Holz sollte unbehandelt sein oder mit Ökofarben bestrichen. Einige andere Babysachen, werden wohl oder übel aus Kunststoff sein. Nicht immer lässt sich das vermeiden. Dennoch ist das Bett am wichtigsten, weil sich dort das Baby am längsten aufhält.

Die große Kinderwagen Diskussion

Die Wahl des richtigen Kinderwagens endet oft in einem Chaos. Viele Familien behaupten, dass sie sich für ihren Kleinwagen schneller entscheiden konnten als für den Kinderwagen. Wer lange Zeit nichts mit solchen zu tun hatte, wird sich wundern, was alles am Markt erhältlich ist. Bevor du dir Gedanken um die Farbe machst, solltest du dir die Funktionen ansehen. Generell sei gefragt. Fährst du oft mit dem Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Im Auto ist klar, der Wagen sollte sich zusammenklappen lassen und in den Kofferraum passen. Wenn du viel U-Bahn oder Straßenbahn fährst, darf der Kinderwagen kompakt und leicht sein. Nicht immer, wird dir jemand beim hochheben helfen. Mittlerweile sind bereits ziemlich spacige Modelle erhältlich, wo Babys in seltsame Gebilde liegen. Manche davon sind mehr als ungesund. Vor allem Maxi Cosis. Ein Maxi Cosi ist fürs Auto gedacht und sollte nur dort verwendet werden. Warum? Weil Babys gerade liegen sollten. In einem Maxi Cosi wie auch in anderen Gebilden, liegen sie gewölbt und das schadet dem Rücken. Auch heute noch, sind Kinderwägen mit richtigen Matratzen die beste Wahl. Dort wo sie optimal liegen und schlafen können. Sobald dein Baby sitzt, kannst du nach einer Alternative Ausschau halten. Die ersten Monate tust du dem kleinen wirklich einen gefallen damit, wenn es eine optimale Liegeposition erhält. Warum solltest du dich jetzt schon um den Kinderwagen kümmern? Weil du auch hier, teilweise wochenlang auf die Lieferung warten musst. Tipp: Auch gebrauchte Kinderwägen sind ein Segen. Schonen die Umwelt und manche 90iger Modelle sind teils noch gesünder als die heutigen.