Die 15. Schwangerschaftswoche (15. SSW)

Hast du dich bereits an deine Schwangerschaft gewöhnt? In der 15. Woche wird sich für dich persönlich nicht viel verändern, außer, dass du ein wenig zunimmst. Da du damit wohl sowieso rechnest, ist es keine große Überraschung mehr. Viele Frauen wissen nicht, was sie in Wochen wie diesen anfangen sollen. Falls du beispielsweise keinen Platz für ein eigenes Kinderzimmer hast, kannst du in dem Bereich ebenso wenig unternehmen.

Wahrscheinlich blätterst du zum hundertsten Male den Katalog durch und kannst nicht entscheiden, welche Babysachen du kaufen sollst. Generell gilt. Überstürze nichts. Zu Anfang benötigt dein Zwerg nur einen kleinen Schlafplatz. Ob du nun einen Wickeltisch besitzt oder nicht, ist egal. Babys kannst du auch am Bett oder am Tisch wickeln. Der Boden bietet sich auch an. Manche würden das niemals tun, weil sie der Meinung sind, man legt sein Kind doch nicht auf den Boden. Gewöhne dich jetzt schon daran, dass dein Baby 90% des Tages am Boden verweilt. Zuerst strampelt es dort und dann wird es krabbeln. Ob es nun dort gewickelt wird oder nicht, macht dann auch keinen Unterschied mehr. Natürlich legst du dein Baby nicht auf die kalten Fliesen. Eine Wickelauflage oder eine Decke tun es auch. Es gibt sogar einen Vorteil, sein Kind am Boden zu wickeln. Du musst nicht aufpassen, dass es vom Wickeltisch fällt, wenn du zum Beispiel rasch etwas holen musst. Babys die noch nicht krabbeln oder laufen können, kann man durchaus eine Minute liegen lassen ohne, dass etwas passiert. Das ist jetzt keine Aufforderung, natürlich solltest du aufpassen. Aber am Boden ist es dennoch sicherer als am Tisch, wo es sich runter rollen kann. Das sei nur kurz erwähnt zum Thema wickeln.

Windeln holst du dir am besten in kleinster Größe und ein Starterkit gibt es meistens auch noch von einigen Geschäften. Bei manchen kannst du jetzt schon anfragen, ob sie dir das Babypaket schicken. Die meisten jedoch, möchten eine Geburtsurkunde sehen. Wenn du irgendwelche Angebote bereits jetzt siehst, nimm sie an. Von Windeln bis hin zu Pflegeprodukten, die du sicher benötigst. Passieren kann leider immer etwas. Falls es doch noch zu einer Fehlgeburt kommt, gibst du diese Dinge einfach komplett jemanden ab, der es gebrauchen kann. Schließlich kann man alles verkaufen, wenn es nicht anders geht. Aber in den meisten Fällen geht alles gut, da ist es natürlich vom Vorteil, wenn du vorab ein paar Dinge kaufst. Du ersparst dir später jede Menge Geld und kannst den Rest auf ein Sparbuch legen.

Dein Baby in der 15. Schwangerschaftswoche

Wie bereits vor einigen Wochen erwähnt, die Organe deines Babys sind bereits alle vorhanden und müssen noch reifen. Manche arbeiten bereits, manche befinden sich noch im Wartungsmodus. Aber eines ist sicher, irgendwann werden sie benötigt. In der 15. Schwangerschaftswoche ist es beispielsweise die Leber die anfängt zu arbeiten. Sie produziert Gallenflüssigkeit und die Bauchspeicheldrüse sorgt für Insulin. Auch das Herz hat sich jetzt endgültig in die unterschiedlichen Bereiche aufgeteilt. Herzklappen, Herzkammern wie auch Vorhöfe sind fertig und arbeiten bereits auf Hochtouren.

In der letzten Woche und auch in dieser wachsen die Haare des Babys rasant. Nun sind sie schon am Kopf und an den Augen erkennbar. Falls du einen Jungen bekommst, erkennt man bei diesem die Vorhaut und auch die äußeren Geschlechtsorgane sind wahrnehmbar. Jetzt kann auch ein Arzt mit einem älteren Ultraschallgerät erkennen, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Ausgenommen, das Baby liegt seltsam im Bauch, dass es der Arzt nicht erkennt. Falls du das Geschlecht wissen möchtest, wird sich in den nächsten Wochen garantiert eine Möglichkeit ergeben, um es zu erkennen. Manche Ärzte fragen nicht, ob du es wissen willst oder nicht. Falls du dich weigerst, darfst du es ihm vorab mitteilen, nicht, dass es ihm rausrutscht.

Der Fötus hat bereits funktionierende Augen. Öffnen möchte er sie aber noch nicht. Warum auch immer, bleiben die meisten Augen bis zur 25. Woche geschlossen. Bis dahin reifen die Iris, Linse und Hornhaut weiter. Dein Kind kann schon jetzt zwischen hell und dunkel entscheiden. Ist es draußen sehr hell, sieht es einen rötlichen Schimmer. Falls du gerne in der Sonne liegst, solltest du deinen Bauch ein wenig abdecken. Zwar bekommt dein Kind keinen Sonnenbrand, aber es möchte nicht die ganze Zeit vom Licht belästigt werden. Spaß beiseite, so schlimm ist es natürlich nicht. Trotzdem solltest du nicht zu viel Licht auf den Bauch strahlen lassen. Ein Sonnenbrand oder sogar ein Sonnenstich ist in deinem Zustand nicht förderlich. Bleib besser im Schatten und creme dich ordentlich ein, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.

Erinnerst du dich noch an die Zeit, wo dein Kind so groß wie eine Erbse war? Jetzt ist es bereits so groß wie deine Hand. Es ist etwa zehn Zentimeter groß und wiegt 50 Gramm. Wie bereits zu Anfang, handelt es sich dabei immer noch um die Scheitel-Steiß-Länge. Ab der 15. SWW können Ärzte auch eine Querdurchmessung des Kopfes durchführen. Dieser ist im Moment im Durchschnitt etwa 30 cm groß. Auch der Hals ist bereits ausgebildet. Der Fötus kann ab jetzt den Kopf drehen, wie auch damit nicken. Immer noch übt dein Kind das atmen, in dem es Fruchtwasser schluckt. Ersticken oder ertrinken kann es natürlich nicht, weil es den Stauerstoff direkt von dir bekommt. Aber es kann passieren, dass es manchmal zu viel schluckt und daraufhin Schluckauf bekommt. Da es noch so klein ist, spürst du es nicht. In ein paar Wochen, schaut die Sache ein wenig anders aus. Plötzlich kommt Leben in deinen Bauch.

Du in der 15. Schwangerschaftswoche

In Zeiten wie diesen, nimmst du etwa drei Kilogramm zu. Es handelt sich dabei, immer noch nicht um dein Baby, sondern um dein eigenes Gewicht. Beispielsweise dein erhöhtes Blutvolumen und das Fruchtwasser vermehrt sich auch ständig. Nicht zu vergessen sind wahrscheinlich deine Heißhungerattacken. Wie immer, Ausnahmen bestätigen dir Regel. Frauen die in diesem Stadium immer noch von Übelkeitsattacken verfolgt werden, haben generell weniger Hunger. Manchmal kommt es vor, dass du sogar abnimmst. Gewichtsschwankungen sind normal. Solltest du viel an Gewicht verlieren, besprich das am besten mit deinem Arzt, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Wie in der 14. Woche bereits erwähnt, manche Frauen neigen zu Krankheiten im zweiten Trimester. Das bedeutet nicht, dass du sofort mit einer Grippe im Bett liegst. Manchmal läuft einfach die Nase oder dich plagen Halsschmerzen. Vor allem im Sommer solltest du auf dich aufpassen. Vermeide Räume, die stark klimatisiert sind und wenn, trage am besten einen Pullover. Die Temperaturunterschiede sorgen dafür, dass du dich leicht erkältest, weil dein Immunsystem im Moment ziemlich im Eimer ist. Auch die Zeit geht vorbei.

Eine gesunde Ernährung ist während der kompletten Schwangerschaft wichtig. Ab der 15. Schwangerschaftswoche solltest du trotzdem etwas ändern, falls nicht bereits erfolgt. Koche selbst, wann immer du die Möglichkeit hast. Warum? Weil du selbst entscheiden kannst, wie viel Fett und Salz in den Speisen landet. Einiges wird dir nicht mehr schmecken, was du in den letzten Jahren gerne verspeist hast. Mal sind die Speisen zu süß, dann wieder zu salzig. Deswegen fährst du am besten, wenn du dir selbst etwas kochst. Nütze die Zeit außerdem, um kochen zu lernen, falls du es noch nicht kannst. Die Zeit des Singlehaushaltes ist bald vorbei. Wenn du von Anfang an, ein gesundes Baby möchtest, solltest du ebenso selbst kochen. Fertigprodukte sind nicht zu empfehlen. Das fängt bereits im Kleinkindalter an. Die berühmten Gemüsegläschen schmecken wunderbar und sind nährreich. Doch gehen diese ziemlich ins Geld. Mit einem Pürierstab zauberst du selbst deinem Babys solch einen Gläscheninhalt und kannst diesen sogar einfrieren. Das spart jede Menge Geld und ist noch dazu gesund. Für alt und jung.

Die ersten Bewegungen machen sich bemerkbar

Nein, dein Baby kann noch nicht gegen deine Bauchdecke treten, aber es macht sich ein Gefühl bemerkbar, das ein wenig an Flattern erinnern. Wenn das Baby nahe der Bauchdecke schwimmt, nimmst du dieses flattern war. Auch in den Brüsten tut sich in der 15. Schwangerschaftswoche einiges. Die Milchproduktion setzt ein. Keine Sorge, dir wird nicht auf einmal, die komplette Milch entgegen kommen. Manchmal jedoch, tropft Flüssigkeit raus. Mit Stilleinlagen bekommst du diese gut im Griff. Einfach in den BH stecken und schon brauchst du dir keine Gedanken über nasse Kleidung mehr machen. So schlimm ist es im Moment sowieso nicht. Sobald dein Baby auf der Welt ist, solltest du auf die Einlagen nicht verzichten, weil die Milch teilweise doch für feuchte Kleidung sorgt.

Vorsicht – Das Geburtstraining beginnt

Wundere dich bitte nicht, falls es in der 15. Schwangerschaftswoche zu Wehen kommt. Es handelt sich dabei um Übungswehen, die deinen Bauch verhärten. Diese natürlichen Kontraktionen sorgen dafür, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Das ist ein natürlicher Reflex deines Körpers, der ganz normal ist. Sei froh, dass es solche Vorwehen gibt, je leichter wird deine Geburt. Nur einen Unterschied gibt es gegenüber den richtigen Wehen. Die Übungswehen sind Schmerzfrei.

Was du in der 15. Schwangerschaftswoche tun solltest

Leb dein Leben und genieße es. Wie oben schon erwähnt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um das Kochen zu erlernen oder einfach zu entspannen. Stress dich nicht mit Einkäufen und hole dir die nötigen Dinge in aller Ruhe. Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du jetzt schon anfangen, die Kataloge zu durchstöbern und nach Angeboten Ausschau halten. Bestimmte Accessoires wie Kinderwägen, musst du vorab bestellen. Es heißt nicht, dass du sofort zum Hörer greifen musst. Informiere dich wenigstens, bis wann du die Bestellungen aufgeben musst, um die Dinge rechtzeitig zu bekommen. Der Kinderwagen ist im ersten Moment nicht so wichtig, wie beispielsweise das Kinderbett. Wobei es hier am Anfang eine Wiege auch tut. Manche Babys schlafen im Bett der Eltern. Alles ist erlaubt, wo ihr euch als Familie wohl fühlt.

Falls du die Babyausstattung gebraucht kaufen möchtest, ist jetzt ebenso ein guter Zeitpunkt dafür. Vor allem, wenn du bestimmte Sachen haben willst. Stöbere am besten die Onlineforen durch, die Auktionshäuser und Online Flohmärkte. Dort gibt es immer einiges zu ergattern. Warum solltest du das gerade jetzt tun? Weil du jetzt noch fit bist. Zwar dauert es noch rund zwei Monate, bis dein Bauch größer wird, aber sobald du alles erledigt hast, kannst du dich auf das letzte Trimester konzentrieren. Es kommt im Endeffekt immer darauf an, wie die Ausgangslage aussieht. Manche Eltern müssen ihr Haus umbauen oder sogar ein Zimmer anbauen. Bei solch Großprojekten ist es natürlich wichtig, früh genug anzufangen. Weil die Schwangere am Ende auch ihre Ruhe haben will und das Baby sowieso. Wer es für sinnvoll erachtet, erst nach der Geburt mit dem Bohren zu beginnen, irrt sich. Weder das Baby noch die Eltern sind nach der Entbindung neugierig darauf, dass es den ganzen Tag lärmt und staubt. Willst du sowieso nur ein Bett im Schlafzimmer aufstellen, hast du noch Zeit. Im achten Monat solltest du zumindest die Grundausstattung zuhause haben. Das heißt, ein paar Fläschchen, etwas zum Anziehen und Wickelsachen. Man weiß schließlich nie, wann das Baby auf die Welt kommen will. Wenn du nichts zuhause hast, kannst du garantiert sein, dass es früher zu dir möchte. Wie immer im Leben.

Die große Entrümpelung

Ein Baby benötigt Platz und Raum. Da ein Kind immer ein Neuanfang bedeutet, solltest du dies als Anlass nehmen, den Schrank zu entleeren. Welche Klamotten sind bereits lange Out und welche Gegenstände unnötig? Einiges kannst du sicher am Flohmarkt verkaufen und jenes Geld für dein Baby verwenden. Tipp: Manche Familie tauschen gerne. Geh in Tauschbörsen und biete manche Sachen an. Als Gegenleistung gibt es Babykleidung oder Umstandsmode. Im Zuge dessen kommst du vielleicht auch am Dachboden oder im Keller vorbei. Dort warten eventuell alte Babysachen von dir? Wenn nicht, bei dir im Keller, dann bei den Eltern. Stöbert ein wenig in den Kartons und betrachtet dabei alte Fotoalben. Falls du Lust hast, kannst du dazu deine Eltern und Geschwister einladen. Eine Art – „in Erinnerungen schwelgen Party.“ Man erzählt sich Anekdoten von früher und begutachtet die alten Fotos. Sicherlich wird der eigene alte Babystrampler für Emotionen sorgen.

Falls du weder eine Familie, noch alte Sachen hast, geh mit Freunden auf Flohmärkten oder stöbert auf ihren Dachböden. Nicht nur Babysachen sind in Zukunft interessant. Altes Spielzeug lässt sich jetzt auch neu verwenden. Warum alles neu kaufen, wenn es doch so viele Sachen von früher gibt? Babys müssen nicht von Anfang an mit Schrott zugemüllt werden. Die meisten benötigen nur wenige Sachen und geben sich zu frieden. Babys lieben vor allem eines. Die Natur. Sie sind gerne draußen an der frischen Luft und entdecken die Welt. Das gilt für Kleinkinder, wie auch für größere Kinder, die einfach auf Entdeckungsreise gehen. Wie du dein Kind erziehst, bleibt dir überlassen, nur gibt ihm die Phantasie zurück, die uns die komplette Welt bereits täglich stiehlt. Das Leben ist Aufregend, jeder Moment und jede Sekunde. Deswegen solltest du auch deine Schwangerschaft genießen bis zur Geburt.