Die 16. Schwangerschaftswoche (16. SSW)

In der 16. Woche hat sich in deinem Bauch einiges getan. Dein Baby ist gewachsen. So sehr, dass man es nicht mehr komplett am Ultraschallbild erkennt. Das bedeutet, dein Arzt kann nur Teile vom Baby auf einmal beobachten. Was wiederrum heißt, es ist um einiges größer als in der 15. SSW. Der Fötus ist etwa 12 Zentimeter groß und wiegt um 100 Gramm. Ganz so eng wie am Ende ist es noch nicht, aber dennoch benötigt dein Kind schon mehr Platz. Das Unterhautgewebe dehnt sich ziemlich und langsam aber doch, bildet sich der Bauch. Da sich das Baby immer noch nicht ans atmen gewöhnt hat, reagiert es nach wie vor auf Schluckauf und ziemlich stark auf das Licht, was durch die Bauchdecke scheint.

In dieser Woche beginnt die Schilddrüse zu arbeiten. Sie bewegt sich von der Zunge in den Hals und fängt bereits damit an, Hormone zu produzieren. Diese sind jetzt schon wichtig für den Stoffwechsel wie auch für das Wachstum. Wie du vielleicht weißt, benötigt fast jede Schilddrüse viel Jod. Auch dein Baby braucht dies, dass die Schilddrüse optimal arbeiten kann. Deswegen wird dir dein Arzt wohl sicherlich Jod-Tabletten verschreiben, um den Jodhaushalt in Schwung zu bringen. Bitte nimm auf keinen Fall Tabletten ein, ohne dass es dein Arzt genehmigt, weil man mit Jod ziemlich viel falsch machen kann. Zuviel davon ist ungesund. Für dich und auch für dein Baby. Deswegen solltest du aufpassen, was und wie viel du einnimmst.

Weiteres arbeiten das Harn- und das Kreislaufsystem auf Hochtouren. Ferner wird das Hörverständnis immer besser. Deswegen kannst du deinem Baby jetzt viele Songs vorspielen oder mit ihm reden. Zwar versteht es einzelne Melodien noch nicht, aber es kann bereits unterscheiden, ob es sich eher um ruhige oder wilde Musik handelt. Bei klassischer Musik schläft der Fötus sicherlich besser als bei Techno.

Erst vor wenigen Wochen bemerkte dein Bauchbewohner, dass er sich in deinem Bauch bewegen kann. Es bewegt seine Hände, seine Beine, dreht sich im Kreis und schlägt einen Purzelbaum nach dem anderen. Da im Moment noch genug Platz im Bauch vorhanden ist, kann sich der Zwerg ohne Probleme austoben. Noch, schon bald wird er sich fragen, warum der Platz immer enger wird. Ist es ihm zu eng, geht er raus, in die weite Welt. Auch in dieser Woche wird der Greifreflex trainiert. Immer wieder greift dein Baby zur Nabelschnur und lässt sie wieder los. Kaum zu glauben, aber wahr. Da es sich jetzt bereits bewegt, bildet sich die Rücken- und Nackenmuskulatur. Später ist diese vor allem fürs Laufen lernen wichtig. Nicht nur die Muskeln bilden sich, ferner entstehen jede Minute, etwa 100.000 Gehirnzellen. Dein Baby fängt zum denken an und merkt sich einiges, was in der Schwangerschaft so geschieht.

Du in der 16. Schwangerschaftswoche

In der 16. Woche gibt es für dich eine kleine Überraschung. Wahrscheinlich wirst du die nächsten Tage, dass erste Mal dein Baby spüren. Mütter die bereits Kinder auf die Welt brachten, wissen eher, wie es sich anfühlt. In Worte lässt sich das kaum beschreiben. Als würden Luftblasen hinaufsteigen, oder Schmetterlinge im Bauch herumschwirren. Manchmal hast du auch das Gefühl, dass Popcorn in dir poppt. Falls du das Gefühl, bewusst wahr nehmen möchtest, solltest du dich auf den Rücken legen und deine Hand auf den Bauch legen. Schlanke Frauen werden wahrscheinlich mehr spüren als jene mit Übergewicht. Auch eine Vorderwandplanzenta verhindert manchmal solch ein Gefühl. Mach dir keine Sorgen, falls du noch nichts wahrnimmst. Bald ist es auch bei dir so weit. Wenn dein Baby erst einmal richtig zum treten anfängt, möchtest du manchmal, dass es damit aufhört. Nachts von einem Fuß aus dem Inneren geweckt werden, kann manchmal ein wenig unheimlich sein.

In den letzten Wochen wurden viele Frauen noch verschont. Falls du bis jetzt nicht zugenommen hast, geht es wohl jetzt los. Ab der 16. SSW bildet sich nun schon ein kleiner Babybauch, der nichts mehr mit Blähungen zu tun hat. Dein Bauch fängt jetzt wirklich zum Wachsen an. Jetzt wird dein Baby auch Woche zu Woche viel schneller größer. Dementsprechend dehnt sich auch dein Bauch. Wenn du noch nicht damit angefangen hast, deine Haut mit spezieller Creme zu verwöhnen, solltest du es spätestens jetzt tun. Somit kannst du hässliche Schwangerschaftsstreifen verhindern. Nicht jeder lässt sich vermeiden, aber je mehr, desto besser. Weil diese Streifen wirst du nicht mehr los. Reißt einmal die Haut, kann man nichts mehr machen. Einziger Trost. Zu Anfang sind sie meist rötlich, aber nach einigen Monaten und Jahren, verblassen sie. Solltest du wirklich Risse bekommen, mach dir nicht so viele Gedanken darum. Schließlich bekommst du ein Baby und irgendwann einmal, hat jeder Probleme mit seiner Haut. Ein Makeloser Körper ist sowieso nur in dem Medien möglich. Falls du dich doch schämst, gibt es jede Menge Möglichkeiten, um diese Stellen abzudecken. Zum Beispiel Make-Up Puder oder ähnliches. Vorbeugen ist dennoch besser als heilen. Neben Cremes aus der Apotheke, tun deiner Haut auch Massagen gut. Lass dich entweder im SPA verwöhnen oder vom eigenen Partner. Auch du selbst, kannst dich massieren und deine Haut ein wenig peelen.

Immer noch, kommt es bei manchen Frauen zu Hautunreinheiten. Falls du an Akne leidest, frag am besten einen Arzt, ob er dir gute Produkte empfehlen kann. Generell wird sich deine Haut wieder verbessern. Mach dir also keine Sorgen, falls du eine Zeit lang wie ein Streuselkuchen aussiehst. Manchmal kommt es aber auch vor, dass die Haut viel schöner wird. Das hast du bereits in den vorigen Wochen erfahren. Die bessere Durchblutung sorgt dafür, dass die Haut rosiger wird. Woher kommt es, dass manche Frauen unreine Haut haben? Es könnten die Hormone sein oder auch eine Art Reinigung. Da der Körper besser durchblutet wird, werden Giftstoffe nach außen transportiert. In dem Fall, über die Haut.

Die Hormone sorgen ferner dafür, dass du teilweise ein wenig kurzatmig bist. Das liegt am Wasser in der Lunge, welches sich in diesen Wochen einlagert. Keine Sorge, dass ist für euch beide nicht gefährlich und durchaus normal. Da die Gebärmutter langsam aber doch auf deinen Magen drückt, kommt es ab der 16. Schwangerschaftswoche teilweise zu Magen-Darm-Problemen. Um diese zu vermeiden, solltest du deine Mahlzeiten aufteilen und nicht zu viel auf einmal essen. Ernähre dich, nach wie vor gesund und trinke viel Wasser. Diese Woche tritt wahrscheinlich noch mehr Vormilch aus deinen Brustwarzen aus. Wie in der 15. Woche empfohlen, solltest du spätestens jetzt auf Stilleinlagen setzen. Diese bekommst du direkt in der Drogerie.

Wie geht es jetzt weiter?

Es sind zwar noch einige Wochen bis zur Geburt, aber du solltest dir bereits jetzt überlegen, was nach der Geburt geschieht. Die Baby Accessoires sind eine Sache, aber was machst du, wenn du niemanden hast, der auf dein Baby aufpasst? Im besten Falle wirst du in Mutterschutz gehen und hast genug Zeit, um dich an das neue Leben mit deinem Kind zu gewöhnen. Ausnahmen gibt es leider immer wieder. Fall das Geld nicht genügt, musst du wohl oder übel, bald wieder arbeiten gehen. Normalerweise gehen Kinder ab dem 2. oder 3. Lebensjahr in den Kindergarten. Fall es nötig ist, das Baby bereits vorher abzugeben, solltest du dich jetzt schon um einen Platz bemühen. Die Wartelisten sind teilweise enorm. Sogenannte Kinderkrippen gibt es in der Stadt und in vielen Ortschaften. Wobei die Chance in der Stadt auf einen Platz höher ist. Erkundige dich am Amt, ob du für diesen Krippenplatz eine Ermäßigung oder ihn sogar gratis bekommst. Leider ist es so, dass sich viele Eltern vorab nicht darum kümmern und im Endeffekt ohne Platz da stehen. Hast du keinen, wird es schwierig, in das Arbeitsleben zurückzukehren. Eine Alternative zum Krippenplatz wäre eine Tagesmutter. Einziger Nachteil, diese kosten ein wenig mehr als ein fixer Platz im Kindergarten. Eine Nanny wäre ferner eine Option, welche aber im Normalfall nicht leistbar ist. Nicht für Personen, die Arbeiten gehen müssen, um zu überleben. Sonst würdest du die Zeit wahrscheinlich lieber mit deinem Baby verbringen.

Schon an eine Au-Pair Kraft gedacht?

Falls ihr eine kleine Familie seid und Unterstützung für alle Bereiche benötigt, könntet ihr eine Au-Pair Kraft aufnehmen. So etwas kennst du sicherlich aus den USA. Dort sind solche Kräfte ziemlich häufig verbreitet. Die Mädchen und Jungs, bekommen Kost und Loggia frei. Dafür passen sie auf die Kinder auf und helfen im Haushalt. Zusätzlich gibt man diesen Au-Pairs noch ein wenig Taschengeld, dass sie um die Runden kommen. Vielleicht kommt diese Option für dich in Frage? Falls ja, solltest du dich bereits jetzt nach einem Au-Pair Mädel oder Jungen umsehen. Die Vermittlung dauert ferner ein paar Monate und da ist gut, wenn du dich vorab schon vorbereitest. Vielleicht möchtest du die Au-Pair Kraft bereits vor der Geburt bei dir haben, so kann sie dir im Haushalt unter die Arme greifen. Das hat natürlich seine Vorteile. Tipp: Such dir am besten eine Hilfe aus dem Land, dessen Sprache dein Kind später lernen soll. Je nachdem, wie lange die Kraft bei euch bleibt, kann sie gleich ein wenig mit dem Baby sprechen. Zum Beispiel Englisch, die Sprache, die sowieso überall gebraucht wird.

Von Omas, Geschwistern und Patentanten

Womöglich benötigst du nicht sofort Hilfe nach der Geburt, weil du es dir finanziell leisten kannst, zuhause zu bleiben. Mit dem Kindergeld sollte es in den meisten Fällen möglich sein, überhaupt dann, wenn du einen Partner hast. Dennoch gibt es immer wieder Momente, wo ein Babysitter nicht verkehrt ist. Sei es, weil du mit deinem Partner alleine fortgehen möchtest oder einen wichtigen Termin wahrnehmen musst. Gründe gibt es genug und deswegen solltest du dir vorab einen Pool an Babysittern anlegen. Meistens sind es die eigenen Mütter, die gerne auf das Baby aufpassen. Solltest du keine Mutter oder Schwiegermutter haben, nicht verzagen, auch Freundinnen passen gerne auf Babys auf. Ferner natürlich die eigenen Väter oder auch männliche Freunde. Wobei es meistens Frauen sind, die sich um diesen Job reißen. Egal ob du dein Kind taufen möchtest oder nicht, eine Patentante sollte sein. Natürlich geht auch ein Patenonkel, je nachdem, was du dir wünschst. Früher war es so, dass Taufpaten bei der Taufe dabei waren und den Kindern den Glauben näher brachten. Heute ist es eher so, dass Paten, den Kindern Sachen schenken und Ausflüge organisieren. Ein Punkt sollte auf jeden Fall abgesichert sein. Wohin kommt dein Kind, falls dem Vater oder dir etwas passiert? Oft ist es so, dass die Patentanten und Onkels die Kinder zu sich nehmen. Im besten Falle sind es deine eigenen Geschwister oder die, des Vaters. Auch die Großeltern deines Babys wären eine gute Hilfe, nur macht es teilweise mehr Sinn, die Kinder an jüngere Menschen zu übergeben. Im Notfall sind die Großeltern sicherlich gute Bezugspersonen, aber gleichaltrige Erwachsene sind meistens die bessere Wahl. Vor allem, wenn die eigene Eltern bereits ziemlich alt sind. Verlieren Kinder ihre Eltern, ist das ein schrecklicher Schicksalsschlag. Sterben nun die Großeltern ebenso früh, werden sich die Kinder immer verlassen fühlen. Wer dein Baby im Notfall übernimmt, ist keine einfache Frage. Dennoch solltest du dir jetzt schon Gedanken darüber machen. Besprich dies auch mit einem Notar, um alle gesetzlichen Maßnahmen zu bestimmen. Natürlich solltest du mit dem Paar oder mit der Person sprechen, der du dein Baby überlassen möchtest. Wollen diese, solch eine Verantwortung nicht übernehmen, bringt es dir nur wenig. Alle Beteiligten sollten ein gutes Gefühl dabei haben und nichts überstürzen. Es ist nur zu Gunsten deines Babys. Falls etwas passiert, ist es abgesichert. Denk an die armen Kinder, die ins Heim kommen, weil sie niemand aufnehmen möchte oder das Gesetz es so verlangt. Der Staat ist in solchen Dingen oft hart. Deswegen ist eine Absicherung im Vorfeld zu empfehlen.

Das gilt im Übrigen auch dann, wenn du dich in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft befindest. Besprich bereits jetzt, mit dem Vater und mit deiner Partnerin, wie ihr das in Zukunft handhaben wollt. In manchen Ländern ist eine Adoption möglich, in anderen nicht. Auch hier, solltet ihr einen Anwalt befragen und alles rechtlich absichern. Auch, falls es kein Gesetz gibt, habt ihr immer noch die Möglichkeit auf Schlupflöcher. Schließlich kann man einiges per Testament absichern lassen. Das hat mit dem Thema Homosexualität im Endeffekt nichts zu tun. Im Testament wird bestimmt, falls dir etwas passiert, kommt das Kind zur Partnerin. Das ist nur so weit möglich, wenn der Vater dem zustimmt. Deswegen ist es wirklich wichtig, dass ihr solche Details abklärt, bevor ihr vor vollenden Tatsachen steht. Es handelt sich dabei um trockene Dinge, aber wichtige. Denkt jetzt darüber nach und erspart euch, in Zukunft jede Menge Ärger. Je abgesicherter ihr alle seid, desto weniger Sorgen musst du dir um deine Zukunft machen.