Die 18. Schwangerschaftswoche (18. SSW)

Nun befindest du dich bereits in der 18. Schwangerschaftswoche. Wie schnell die Zeit vergeht. In diesem Stadium haben sich die meisten Eltern daran gewöhnt, dass sie bald Nachwuchs bekommen. In vielen Fällen wird es dein erstes Baby sein. Falls du schon ein Kind oder mehrere hast, werden dir manche Informationen bereits vertraut sein. Aber generell macht es immer wieder aufs Neue Spaß zu lesen was in den Wochen so passiert. Alleine deswegen, weil man viele Informationen rasch vergisst. Falls du einen Partner hast, solltest du ihn nicht vergessen. Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend. Einige Untersuchungen waren notwendig und die Verwandtschaft wurde ferner über die Schwangerschaft informiert. Jetzt sollte wieder Ruhe im Hause einkehren.

Nicht nur du, hast dich jetzt schon auf das Baby eingestellt, sondern auch alle anderen. Jetzt heißt es nur noch warten, bis zum Tag X. Da deine Hormone Purzelbaum schlagen, solltest du an guten Tagen immer für deinen Partner da sein. Zeig ihm ruhig einmal, wie viel er dir bedeutet. Zum Beispiel eine Massage am Abend oder ein kleines Geschenk zwischendurch. Viele Frauen glauben, sie sind die Nummer eins in der Schwangerschaft und lassen sich nur noch bedienen. Sicherlich hast du die meiste Arbeit mit der Schwangerschaft, dein Partner liebt dich aber trotzdem und möchte Aufmerksamkeit haben. Das gilt im Übrigen auch für weitere Kinder. Falls du bereits welche hast, kümmere dich um die Kleinen. Falls du den ganzen Tag nur übers Baby sprichst, dann wird sich bald eine Eifersuchtsszene bei deinen Freunden abspielen. Deswegen solltest du deine komplette Familie integrieren und dafür sorgen, dass sich jeder willkommen fühlt. Hast du zum Beispiel einen Neffen oder eine Nichte. Beziehungsweise ein Patenkind, das bis jetzt immer deine Aufmerksamkeit bekam. Sorge auch hier, dass du für die Kleinen da bist. Kinder fühlen sich rasch ignoriert und fühlen sich abgelehnt, wenngleich du es nicht böse meinst. Sie bekommen es zu spüren. Über das Baby sprechen ist ok, nur integriere den Rest in dein Leben und meistert es gemeinsam. Dann sollte alles friedlich von sich gehen.

Dein Baby in der 18. Schwangerschaftswoche

Deinem Baby geht es so weit gut. Da es im Bauch relativ dunkel ist, außer du hältst dich auf hellen Plätzen auf, kennt dein Baby so etwas wie einen Schlafrhythmus noch nicht. Generell ist es so, dass es meistens aus Langweile einschläft. Schließlich hat der Fötus im Bauch nicht viel zu tun. Irgendwann werden die Purzelbäume langweilig und das Atmen beherrscht der kleine Zwerg mittlerweile auch schon. Wusstest du, dass Babys im Bauch etwa 20 Stunden schlafen? Das lustige daran ist, sie sind meistens dann wach, wenn die Mutter sich ausruht. Das bedeutet. Wenn du fröhlich am Joggen bist, schläft es bequem in seiner Fruchtblase. Kaum legst du dich hin, ist das Kind in dir wach. Eigentlich klar. Babys die bereits auf der Welt sind, schlafen auch besser, wen sie getragen werden oder in der Wiege liegen. Sie fühlen sich geborgener und spüren die Mutter. Bewegst du dich nicht, glaubt das Baby, du bist nicht mehr da. Wenn es doch nur wüsste, dass es in der lebt.

Immer noch ist die Verknöcherung voll im Gang. Die Knochen werden bei der Geburt aber noch nicht ausgewachsen sein, sonst wäre eine natürliche Geburt nicht möglich. Zudem wachsen nach und nach immer mehr Knochen zusammen und bilden eine Einheit. In der 18. Schwangerschaftswoche bilden sich die Brustdrüsen und es entstehen Brustwarzen auf der Babyhaut. Wie bereits vor einigen Wochen erklärt, entwickeln sich bei Mädchen bereits Eizellen. In der 18. SSW sind es mehr als eine Million, bei der Geburt sind es bisschen weniger und in der Pubertät sind es nur noch etwa 350.000. Eigentlich handelt es sich dabei um Vorläufer, die man Primärfollikel bezeichnet. Auch bei Jungs tut sich in dieser Zeit eine Menge. Die Hoden wachsen, senken sich aber erst später. Darin befinden sich ebenso Spermienvorläufer, die später durch reife Spermien ersetzt werden.

Am Ende der 18. Schwangerschaftswoche ist dein Baby zirka 14 Zentimeter groß und der Kopfdurchmesser liegt bei 36-44 mm. Das Gewicht beläuft sich zwischen 160 und 280 g. Wie schon erwähnt, sollte dein Baby größer oder kleiner sein, keine Sorge. Falls es in der letzen Woche erst 11 cm groß war, wird es jetzt etwa 12 cm sein. Falls mit der Größe etwas nicht in Ordnung sein sollte, wird dich dein Arzt beim nächsten Ultraschalltermin darauf aufmerksam machen. Schwankungen sind aber generell möglich, weil Babys auch immer wieder Wachstumsschübe haben. Bei der Geburt gibt es schließlich auch große und kleine Kinder. Deswegen müssen sie noch lange nicht krank oder abnormal sein.

Zwischen der 16. Und 20. Schwangerschaftswoche ist eine Fruchtwasseruntersuchung möglich. Darüber wurde bereits in den vorigen Wochen geschrieben. Falls du diese durchführen willst und noch keinen Termin hast, solltest du rasch deinen Arzt kontaktieren. Solltet ihr noch nicht über das Thema gesprochen haben, lass dich noch einmal über die Risiken aufklären und entscheide dich bald, ob du es eingehen willst oder nicht.

Du in der 18. Schwangerschaftswoche

Dir geht es in der 18. SSW wahrscheinlich ziemlich gut. Dein Immunsystem ist ab jetzt auch wieder besser. Erkältungen verschwinden und Übelkeit Attacken sowieso. Solltest du jetzt immer noch an starken Durchfall und an Übelkeit leiden, geh zum Arzt und lass das abchecken. Vor allem dann, wenn du kein Essen zu dir nehmen kannst. Denke daran, dein Baby braucht die Nährstoffe. Im Notfall kann dir der Arzt Medikamente verschreiben oder andere Ratschläge geben, wie du zu den Vitaminen kommst. Dein Bauch wird jetzt immer größer. In der 18. SSW stößt der obere Teil der Gebärmutter fast am Bauch an. Da dein Baby wächst und die Gebärmutter immer schwerer wird, solltest du jetzt mit Beckenbodengymnastik anfangen. Der Beckenboden ist dafür zuständig, den Bauchraum nach unten zu schließen. Er kontrolliert beispielsweise den Urin- und Stuhlabgang. Du kannst dir das etwa so vorstellen, als hättest du eine volle Blase. Sicherlich ist es dir schon einmal passiert, dass du mit voller Blase einen Lachanfall bekamst und ein wenig Urin durchtropfte. Bei manchen ging im Notfall schon alles in die Hose. Das liegt auch daran, weil die Blase den Beckenboden nach unten drückt. So ähnlich wird es mit der Gebärmutter sein. Der Druck wird immer größer und irgendwann kannst du es kaum noch kontrollieren. Am Ende der Schwangerschaft und nach der Geburt, kommt es häufig zu leichtem Harnverlust, wenn der Beckenboden nicht stark genug trainiert ist. Vor allem beim Niesen, Husten und Lachen. Generell wird Schwangeren empfohlen, den Beckenboden zu trainieren. Aber auch nicht schwangere Frauen profitieren davon. Besonders im Alter, wo der Beckenboden schwächer wird. Ein starker Beckenboden sorgt ferner für ein besseres Sexualleben und stärkt den Rücken. Es gibt viele Vorteile, die für ein Training sprechen. Am besten fragst du deine Hebamme nach Übungen oder nimmst an einem Beckenbodentraining Kurs teil. Lektüre zum Thema gibt es ebenso zu kaufen oder du surfst im Internet nach Videos bzw. Übungsmaterial.

Die richtige Hebamme finden

Im besten Falle hast du schon eine Hebamme. Je früher man sich um solch eine kümmert, desto mehr Vorteile hat man in der Schwangerschaft. Hebammen helfen in vielen Bereichen weiter. Sie können beispielsweise Untersuchungen übernehmen, die normalerweise ein Arzt durchführt. Da nicht jede Hebamme gleich ist, solltest du dir ein paar anschauen oder von Jemand eine empfehlen lassen. Es sollte zwischen euch beiden harmonieren. Beim Erstgespräch darfst du sofort heikle Dinge wie Wunschkaiserschnitt ansprechen. Manche Hebammen befürworten solche Wünsche nicht und wollen zum Beispiel auch nicht, dass Frauen nicht stillen. Jeder darf für sich entscheiden, was er tut oder nicht. Legt die Hebamme bereits zu Anfang einen Befehlston an den Tag, such dir am besten eine andere. Eine Hebamme ist kein Vorgesetzter, die dir sagt, was zu tun ist, sondern ein Coach, die an deiner Seite steht. Früher waren Hebammen teils so gemein, dass sie Mütter bei der Geburt anschrien sowie geschlagen haben. Diese Zeiten sind vorbei. Sollte dergleichen vorkommen, kannst du die Hebamme anzeigen. Keine Angst, in der heutigen Zeit sind die meisten zum Glück sehr nett und unterstützen die werdenden Eltern so gut es geht. In der Schwangerschaft sorgt sie, dass es dir besser geht. Sie kann dir zum Beispiel Übungen fürs Beckenbodentraining oder dir Tipps zur Ernährung geben. Natürlich werden auch alle Fragen zur Geburt beantwortet. Sie wird dir zeigen, welche Geburtsformen es gibt, wo du gebären kannst und was du alles beachten musst. Nach der Entbindung zeigt sie dir, wie man das Baby pflegt, stillt, wäscht und so weiter. Viele Hebammen bieten Geburtsvorbereitungskurse an. Diesen solltest du zwischen der 30. und 32. Schwangerschaftswoche besuchen. Unabhängig von der Hebamme gibt es solche Kurse auch in Elternzentren oder direkt in Krankenhäusern. Informiere dich am besten bei deinem Arzt oder bei der Gemeinde. Auch andere Mütter sind eine große Hilfe und beraten dich gerne, wo du einen Kurs machen kannst.

Bei den sogenannten Geburtsvorbereitungskursen geht es nicht nur darum, das Atmen zu erlernen, sondern viel mehr, wie man die Geburt von A bis Z am besten übersteht. Es werden verschiedene Positionen vorgestellt, die Vor- und Nachteile erklärt, sowie Fragen rund um das Wochenbett beantwortet. Dieser Kurs ist nicht verpflichtend, aber Erstgebärende sollten ihn besuchen, um gewisse Dinge zu erfahren, die bei der Geburt wichtig sind. Bist du darauf besser vorbereitet, hast du während der Entbindung generell weniger Angst. Außerdem lernst du bei diesem Kurs andere Eltern kennen, mit denen du dich zum Beispiel anfreunden kannst. Kontakte sind wichtig und sorgen später auch dafür, dass dein Kind Spielkameraden hat. Falls in deinem Freundeskreis niemand Kinder hat, bekommst du durch solche Events die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und dich auszutauschen. Vor allem alleinerziehende Mütter profitieren davon, weil sie sich nicht mehr so alleine und hilflos fühlen.

Die Hebamme besucht dich bis zum 10. Tag nach der Geburt und hilft dir in allen Belangen rund um das Baby. Außerdem kontrolliert sie, ob die Nabelschnur sich nicht entzündet und ob bei dir alles in Ordnung ist. Nach einer Woche haben sich die meisten Mütter daran gewöhnt und managen den Alltag mit ihrem Baby ohne Probleme. Gibt es Unklarheiten beim Stillen, kann die Hebamme ferner helfen und Ratschläge geben. Dafür sind solche Hilfen da. Falls du nach den zehn Tagen immer noch Hilfe brauchst, kannst du deine Hebamme bis zu acht Wochen nach der Entbindung kontaktieren. Die Kosten werden direkt von der Krankenkasse übernommen. Deswegen solltest du dir eine Hebamme suchen, die mit Krankenkassen zusammenarbeitet. Es gibt natürlich auch noch Zusatzleistungen, Workshops und andere Events, die du während der Schwangerschaft besuchen kannst. Diese werden aber nicht alle von der Krankenkasse bezahlt. Beispielsweise Yoga für Schwangere musst du aus eigener Tasche bezahlen. Informiere dich über die Leistungen am besten im Vorfeld.

Was solltest du in der 18. Schwangerschaftswoche tun

Wie soeben erwähnt, solltest du nach einer Hebamme Ausschau halten und Beckenbodentraining machen. Sonst steht nichts Wichtiges in dieser Woche an. Eine gesunde Ernährung ist nach wie vor wichtig und außerdem solltest du deine Haut pflegen, weil sie langsam aber doch Risse bekommen wird. Obwohl es dir momentan gut geht, übertreibe es nicht. Sorge dafür, dass du dich zwischendurch hinsetzen und ausruhen kannst. Sitzt du viel, steh zwischen durch auf und geh spazieren. Ein Ausflug in die Natur ist in der 18. Schwangerschaftswoche willkommen. Genieße die Natur, atme die frische Luft ein und sorge für entspannte Momente. Achte nur darauf, dass du es nicht weit zur Toilette hast. Immer noch, wird deine Blase oft zu dir sprechen und das wird sich wohl bis zur Geburt nicht mehr ändern. Viel Wasser trinken ist immer noch Pflicht und sorgt dafür, dass dein Kreislauf stabil bleibt. Falls du bis jetzt, hohe Schuhe getragen hast, solltest du sie langsam gegen bequeme Schuhe austauschen. Unabhängig davon, ob dein Bauch bereits zu sehen ist oder nicht, dein Rücken wird es dir danken, wenn du keine hohen Treter mehr trägst. Außerdem ist die Stolpergefahr mit Sportschuhen nicht mehr so hoch. Manche Frauen tragen ihre High Heels bis zur Geburt. Generell darfst du tun und lassen was du willst, aber denke immer daran, es geht um die Gesundheit deines Babys. In dem Fall darfst du ruhig ein paar Gefahren von Anfang an abwenden. Einmal Stolpern kann für dein Kind tödlich enden. Deswegen überlege es dir dreimal, ob du schön aussehen willst oder doch eher sichere Schuhe für dein Baby tragen möchtest. Das gilt vor allem im Winter, wenn es draußen glatt ist. Kauf dir am besten Schuhe mit einer guten Sohle und vermeide es bei Glatteis nach draußen zu gehen. Wenn du diese paar Dinge beherzigst, sollte nichts schief gehen. Alle Gefahren lassen sich sowieso nicht vermeiden. Dennoch, ein paar Gefahrenquellen aus dem Weg räumen, ist nie verkehrt.