21h1>Die 36. Schwangerschaftswoche (21. SSW)

Willkommen in der 21. Schwangerschaftswoche. Schon wieder ist eine Woche vergangen, in der du dich hoffentlich richtig wohl gefühlt hast. Falls nicht, eine neue Woche beginnt und wahrscheinlich geht es dir jetzt wieder besser.
Die beschriebenen Schwangerschaftsbeschwerden sind nicht bei jeder werdenden Mami gleich. Manche spüren sie stärker, andere schwächer. Dann gibt es Frauen, die überhaupt nichts mitbekommen. Du bist also keine „unnormale“ Schwangere, falls nicht alles so bei dir läuft, wie gewünscht. Erwarte am besten nichts, umso leichter wird es dir fallen.

Leider passiert es häufig, dass Schwangere sich darüber beschweren, wie schlecht es ihnen geht. Ihnen tut alles weh, sie möchten endlich, dass es aufhört. Natürlich will jeder Mensch, dass Schmerzen verschwinden, aber das Gesetz der Anziehung besagt: was man unbedingt haben möchte, bekommt man nicht. Loslassen ist angesagt oder in deinem Fall besser „annehmen“. Nimm deine Schmerzen an, leg dich hin wenn es nicht anders geht und erzwinge nichts. Leider machen sich viele Mütter selbst Stress, in dem sie alles ändern möchten. Du willst heute Staubsaugen, dir ist aber ziemlich schlecht? Dann verschiebe es eben auf morgen oder bitte jemand anderen, dass er dir hilft. Du musst dir jetzt kein schlechtes Gewissen einreden, weil du heute nicht staubsaugen kannst. Solche Dinge sind im Moment ziemlich unwichtig. Das gilt auch für deinen Job. Mag das Projekt noch so wichtig sein, deine Gesundheit geht vor. Es gibt sicher einen Kollegen, der dir die Arbeit abnehmen kann. Solltest du selbstständig sein, erkläre deinem Kunden, dass du dich morgen darum kümmerst und versuche auch hier, dich langsam aber doch einzuschränken.

Dein Baby in der 21. Schwangerschaftswoche

Es wächst und wächst. Diese Woche ändert sich sogar etwas am Gehirn. Sogenannte Gehirnfurchen entstehen. Außerdem werden die Finger- und Zehen härter. Ferner bekommt dein Baby endlich ein kleines Gesicht und die Wimpern sind erkennbar. Mittlerweile ist dein Bauchzwerg etwa 26 Zentimeter groß und wiegt um die 350 Gramm. Immer noch ist es dabei, deine Gebärmutter zu erforschen. Es bewegt sich hin und her. Deswegen wird es jetzt immer öfter passieren, dass du dein Baby an der Bauchdecke spürst. Manchmal strampeln die Kleinen so stark, dass man die Füße durch den Bauch erkennen kann und das schaut ziemlich lustig aus.

Du in der 21. Schwangerschaftswoche

Dein Bauch ist in dieser Woche schon etwas größer. Die Gebärmutter wird schon bald deinen Rippenbogen berühren. Ein Schwangerschaftsgewicht von etwa 4,5 bis 7,5 kg mehr ist ziemlich normal in diesem Stadium. Falls du denkst, du kannst deinen Bauch jetzt noch verbergen, täuscht du dich gewaltig. Jetzt wird man dich garantiert ab und zu darauf ansprechen und fragen, ob du Nachwuchs bekommst. Das tun auch häufig Menschen auf der Straße. Also nicht wundern, wenn dich fremde Personen ansprechen und dir zum Baby gratulieren – sei also darauf gefasst.
Obwohl dein Baby immer größer wird, brauchst du trotzdem nicht für zwei Menschen essen. Erhöhe deinen täglichen Kalorienbedarf um etwa 300 kcal und alles sollte im Rahmen sein. Ausgehend von einer Ernährung von 2.000 kcal sind das ca. 15% mehr, also ein bisschen mehr.
Dein Kind ist immer noch ein kleiner Zwerg und benötigt nicht so viel Nahrung, wie ein Erwachsener. Später trinkt es auch nur Muttermilch und wird nicht sofort mit Rinderbraten gefüttert. Falls du dir unsicher bist, sprich am besten mit deinem Arzt darüber, welche Lebensmittel jetzt gut sind und welche du vermeiden solltest. Gesunde Nahrung steht nach wie vor an der Tagesordnung.

Die Schwangerschaftsbeschwerden der 21. Schwangerschaftswoche

Grundsätzlich geht es dir in diesen Wochen ziemlich gut, ganz ohne Beschwerden wird es aber dennoch nicht gehen, weil sich dein Körper einfach verändert. Der Bauch wächst und das bedeutet, dass die anderen Körperteile es zu spüren bekommen. Das hat eigentlich weniger, mit den Schwangerschaftsbeschwerden alleine zu tun. Wenn du beispielsweise zunimmst, leidest du an ähnlichen Symptomen. Alles wird schwerer, mühsamer und du weißt wahrscheinlich nicht mehr, wie du dich hinsetzten sollst. Manche Mütter haben in dieser Zeit noch einen ziemlich kleinen Bauch, bei anderen wächst und wächst er.

Im Sommer leiden viele Frauen an geschwollenen Füßen. Hier gibt es eine einfache Lösung. Kauf dir bequemere Schuhe. High Heels und Co sollten jetzt sowieso tabu sein. Falls du ohne Absätze nicht leben kannst, schraub sie ein wenig runter. Hauptsache die Sturzgefahr wird reduziert. Im Sommer sind Sportschuhe bei der Hitze zu heiß, es gibt aber auch bequeme Sandalen, die du anziehen kannst. Ballerinas sind auch eine gute Alternative zu hohen Schuhen. Wenn du nach einem langen Spaziergang nachhause kommst, lass dir am besten ein Fußbad ein. Verwöhne deine Füße und entspanne dich, so gut wie möglich. Ebenso schön sind Vollbäder. Genieße die wunderbare Zeit mit deinem Baby im Bauch. Das tut deiner Seele wie auch deinem Körper gut. Manche Frauen bekommen auch Wadenkrämpfe Um solche zu vermeiden solltest du deine Beine, wann immer es möglich ist, hochlagern. Beim Schlafen legst du am besten ein Kissen unter die Füße. Das Blut kann dadurch leichter zurückfließen und die Krämpfe werden dadurch reduziert.

Nicht nur deine Gelenke verändern sich jetzt, auch die Haut fängt häufig zu Jucken an. Sie spannt ein wenig am Bauch, an den Beinen und an den Armen. Dieses jucken ist ganz normal in der Schwangerschaft und kommt bei vielen Frauen vor. Trockene Haut bringt Damen zur Verzweiflung, schließlich weiß man nicht mehr, wo man zuerst kratzen soll und das ist sowieso nicht förderlich. Für deine Haut ist es eindeutig besser, wenn du auf PH neutrale Produkte setzt und dich damit regelmäßig eincremst. Auch Vitamin B brauchst du jetzt eine Menge. Das Jucken kommt häufig bei einem Vitamin B Mangel vor. Falls du dir unsicher bist, besprich es am besten mit deinem Arzt, dieser kann im Fall der Fälle spezielle Tests durchführen.

Dein Baby benötigt jetzt Fett

Achtung: Eine ausgewogene Ernährung bedeutet in dem Fall nicht, dass du dich die ganze Zeit fettarm ernährst. Dein Baby benötigt jetzt ungesättigte Fettsäuren für die Nerven. Das heißt nicht, dass ab jetzt nur noch im Fastfood Laden verweilst. Solche Fette sind damit nicht gemeint. Fische oder Nüsse zum Beispiel sind Fettsäuren, die deinem Baby und dir gut tun. Alternativ kannst du auch zu einem Nahrungsergänzungsmittel greifen. Omega-3-Fischöl ist beispielsweise empfehlenswert.
Was du in der 21. Schwangerschaftswoche tun solltest.

Auf jeden Fall solltest du eines nicht mehr tun. Schwere Dinge heben und tragen. Zwar kannst du dich mit deinem Bauch noch gut bewegen, aber das Gewicht belastet langsam aber doch deinen Rücken. Mit schwer, sind Sachen gemeint, die über 5 kg wiegen. Das gilt auch für Kleinkinder. Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, die eigenen Kinder zu tragen, aber wenn es schon sein muss, heb sie am besten von einem Hocker hoch. Wichtig ist vor allem, dass du nichts aus der Hocke aus, hebst. Wenn du zum Beispiel eine schwere Schachtel von einem Tisch zu einem anderen stellst, macht das weniger aus. Außerdem solltest du jetzt langes Stehen und auch sitzen vermeiden. Falls du immer noch in der Arbeit bist, mach regelmäßig Pausen oder lass dich bei Bedarf versetzen. Leider müssen viele Damen in Betrieben arbeiten, wo viel Hektik herrsch. Zum Beispiel am Fließband oder auch in Call Centern. Solltest du dich nicht mehr wohlfühlen bei der Arbeit, besprich das mit deinem Arzt. Vor allem dann, wenn du ständig auf die Toilette rennen musst oder dir schlecht wird. Stress ist nicht gut für dein Baby und sollte vermieden werden. Hast du ständig mit nervenden Kunden zu tun, die dir den letzten Nerv rauben, lass dich freistellen, wenn es möglich ist. Ein guter Arzt wird dich freistellen, wenn du es glaubhaft vermittelst. Sollten alle Stricke reißen, bleibt dir immer noch der Krankenstand.

Eines darfst du nicht vergessen. Auch in diesem Jahr hast du wahrscheinlich noch Urlaubsanspruch. Denke daran, diesen solltest du noch verbrauchen, bis du in den Mutterschutz gehst. Natürlich lässt sich dieser in Fall der Fälle auszahlen, aber wenn du die Möglichkeit hast, nutze sie. Manche Frauen gehen erst kurz vorm Mutterschutz in Urlaub, andere nehmen sich diesen vorher. Was nun besser ist, entscheidest du. Falls du noch mit „kleinem“ Bauch in die Ferien fliegen möchtest, solltest du das jetzt tun. Später wird dir dein Bauch ziemlich im Weg sein, für Sightseeing und ähnliche Aktivitäten.

Darfst du in der Schwangerschaft fliegen?

Passend zum Thema Urlaub kommt wohl folgende Frage auf. Viele Frauen fragen sich, ob sie in der Schwangerschaft fliegen dürfen. Ja, du darfst problemlos fliegen. Zumindest im ersten und zweiten Drittel. Die meisten Fluggesellschaften verweigern die Mitnahme von Schwangeren, wenn sie die 27. Schwangerschaftswoche hinter sich haben. Das Risiko einer Frühgeburt ist in den meisten Fällen zu groß. Falls du dennoch fliegen musst, aus welchem Grund auch immer, kannst du dir beim Arzt ein Attest ausstellen lassen, worin vermerkt ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt in den nächsten 72 Stunden eher unwahrscheinlich ist. Das Risiko ist dennoch da und man kann nie wissen, wann die Zwerge auf die Welt kommen wollen. Wenn du mit dem Flieger nur etwa eine Stunde fliegst, sollte das Fliegen kein Problem werden. Respekt solltest du vor Langstreckenflügen haben. Also bei Flügen, die zehn Stunden oder länger dauern. Fünf Stunden sind eigentlich schon riskant, denn es gibt keine Möglichkeit einer ärztlichen Behandlung. Im Notfall wird das Flugzeug Notlanden, aber die Kosten wirst du im Endeffekt selbst tragen müssen und das willst du sicherlich nicht. Deswegen vermeide das Fliegen so gut es geht, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Was solltest du beim Fliegen beachten?

Egal in welchem Stadium du dich befindest, kauf dir auf jeden Fall Stützstrümpfe und trage diese bereits am Morgen des Abfluges. Die Thrombosegefahr ist bei Schwangeren größer und das Risiko solltest du nicht riskieren. Spezielle Stützstrümpfe gibt es im Fachhandel. Strumpfhosen wären eine Möglichkeit, sind in der Schwangerschaft aber nicht empfehlenswert, weil diese eine Pilzinfektion auslösen können. Solche Stützstümpfe sind auch im Alltag empfehlenswert, falls du mit Krampfadern zu kämpfen hast. Du kannst sie damit vorbeugen und ein wenig deine Beine entlasten.
Getränke sind im Flugpreis meistens inbegriffen. Falls nicht, kauf dir vorm Abflug auf jeden Fall eine Wasserflasche. Achtung: Bitte erst nach der Sicherheitskontrolle, weil sie dir diese in den meisten Fällen abnehmen. Außer, du überzeugst die Securitys, dass du sie wirklich benötigst, weil du schwanger bist. Unser Tipp: Pack eine leere Plastikflasche ein. Diese geht in den meisten Fällen durch, weil die meisten ja Angst vor den Flüssigkeiten haben. Auch solltest du dir etwas zu Essen mitnehmen. Kleine Kekse oder ähnliches, falls der kleine Hunger kommt. In den Billig Airlines gibt es meistens keine Speise, deswegen ist Vorsorge die halbe Reise.

Wenn gleich der Flug nur eine Stunde dauert. Nach der Landung kann es noch ein wenig dauern, bis du wieder zum Essen kommst, deswegen solltest du es dir am Flughafen gut gehen lassen. Achte ferner darauf, dass du rechtzeitig am Flughafen bist, um Stress zu vermeiden. Checke besser ein paar Stunden vorher ein und gönne dir dort noch etwas Leckeres. Das gilt auch für die Sicherheitskontrollen. Je schneller du in der Nähe vom Gate bist, desto besser. Wenn du dir nämlich selbst Stress machst, bekommt das wiederrum dein Baby mit. Was sollte in den Koffer, wenn du in den Urlaub fährst? Egal in welchem Stadium du dich gerade befindest, packe auf jeden Fall deine Geburtstasche ein, vor allem am Ende der Schwangerschaft. Es kann nämlich passieren, dass die Wehen bei dir einsetzen. Willst du zum Beispiel deine Mutter einige Wochen besuchen, solltest du vor der 27. Schwangerschaftswoche retour fliegen. Ist das nicht mehr möglich, bleibt dir nur noch der Zug oder eine andere Reisemöglichkeit übrig. Am Ende der Schwangerschaft ist das Risiko einer Frühgeburt natürlich größer als am Anfang oder in der Mitte, deswegen solltest du immer damit rechnen, dass es los gehen wird. Im besten Falle lässt sich dein Baby Zeit bist du wieder zuhause bist, aber sicher ist sicher.

Es gehören nicht nur Babyklamotten in die Tasche, sondern auch eine Flasche und Windeln. Man weiß ja nie, wie lange man an einem bestimmten Ort verweilt. Es kann zum Beispiel auch sein, dass die Flüge wochenlang gestrichen sind, weil es draußen schneit. Das ist alles schon vorgekommen, vor allem im Winter. Außerdem solltest du dir im Urlaubsland oder bei deinen Verwandten, ein Ersatzkrankenhaus suchen, wo du im Fall der Fälle dein Baby auf die Welt bringst. Auch eine Notfalls Hebamme ist nicht verkehrt. Je mehr du planst, desto weniger passiert. Deswegen ist es immer gut, einen Notfalls Plan zu haben. Eine Reise ist immer ein Risiko, vor allem in ferne Länder, wo das Wasser verseucht ist. Achte darauf, dass du dir nur solche Ziele aussuchst, wo die Gefahr einer Vergiftung eher gering ist. Statt Indien wählst du besser Spanien oder ähnliche Länder. Dort wo es sauberes Wasser oder zumindest Mineralwasser im Geschäft gibt. Auch solltest du nicht gerade in günstigen Jugendherbergen einchecken. Es müssen keine 5 Sterne sein, aber Sauberkeit ist wichtig, ebenso gutes Essen und abwechslungsreiches.
Denke daran, dein Baby benötigt auch im Urlaub gesunde Speisen und möchte nicht täglich im Fast Food Restaurant essen. Wenn du all das beachtest, sind deine Ferien garantiert ein Erfolg. Falls du jetzt in den Urlaub fliegst, kannst du noch ein bisschen wandern gehen. In ein paar Wochen wird es mit deinem Bauch eher schwierig, ferne Länder zu bereisen, deswegen überlege es dir gut. Jetzt oder später? Am Ende der Schwangerschaft sind es eher Wellness Hotels im Heimatland zu empfehlen, wo du Rund um die Uhr verwöhnt wirst und du dir das Fliegen ersparen kannst.