Die 25. Schwangerschaftswoche (25. SSW)

Jeden Tag schrumpft die Gefahr, dass dein Baby nicht gesund auf die Welt kommt. Falls es jetzt zu einer Frühgeburt kommt, liegen die Chancen bei 50% ohne spezielle Technik, dass dein Baby überlebt – mit spezieller Technik liegt sie noch deutlich höher. Da die meisten Kliniken bereits medizinische Apparate besitzen, musst du dir also keine Gedanken machen. Außer, du befindest dich gerade im tiefsten Afrika. Da schaut die Sache natürlich anders aus. Es kann durchaus sein, dass du dein Baby nicht in Deutschland bekommst, weil sich zum Beispiel der Vater im Ausland befindet oder du dort zu Gast bist. Falls du dies erst kurzfristig beschlossen hast, solltest du sofort nachgucken, wo das nächste Krankenhaus ist und wie es um die medizinische Versorgung steht. Hier musst du jetzt doch etwas mehr Rücksicht nehmen als du es gewohnt bist.

In Dritte Welt Ländern ist die Geburt etwas Normales und man wird dir auf jeden Fall helfen. Geburtshelfer gibt es genug. Nur sollte es zu Komplikationen kommen, wirst du in diesen Ländern nicht so rasch die Hilfe bekommen, die du benötigst. Aus eigenem Interesse solltest du dich in der Nähe einer seriösen Klinik aufhalten. Versuch in die Hauptstadt zu kommen oder mit einem Arzt Kontakt aufzunehmen, der dir weiter helfen kann.

Erst, wenn man in einem anderen Land ist, merkt man eigentlich, wie gut es uns hier in Europa geht. Hast du vor, noch vor der Geburt ins Ausland zu gehen, lass dich am besten noch mal durchchecken. Denk daran, dass du es sowieso vermeiden solltest, jetzt noch weit zu fliegen. Kommt das Baby über die Wolken auf die Welt, ist es noch schwieriger, mit einem Arzt Kontakt auf zu nehmen. Bedenke diese Kleinigkeiten und verlass dich nicht darauf, dass das Baby wirklich seine komplette Zeit im Bauch bleibt. Die Bauchbewohner kommen dann auf die Welt, wenn sie sich reif fühlen. Das kann bereits morgen der Fall sein, wenn gleich die Wahrscheinlichkeit eher gering ist. Mit jedem Tag steigt sie und manchmal brauchen sie bekanntlich auch länger.

Dein Baby in der 25. Schwangerschaftswoche

In dieser Woche wiegt dein Zwerg etwa 700 Gramm und nimmt jeden Tag zu. Jetzt geht es mehr in die Breite statt in die Höhe. Rechne damit, dass das Baby täglich um die 85 Gramm schwerer wird. Natürlich dehnt sich dadurch die Gebärmutter und drückt dir heftig gegen Zwerchfell und Magen. Deswegen kann es jetzt vorkommen, dass du häufiger Magenschmerzen hast. Auch die Blase wird erneut in Mitleidenschaft gezogen. Jede Menge Klobesuche wirst du nicht verhindern können. Nach wie vor ist dein Baby am trainieren. Jetzt macht es bereits Knieübungen. Es zieht die Knie zu sich und streckt sie wieder aus. Die Arme werden über die Brust geschlungen und manchmal wirst du es spüren. Vor allem, wenn dein Baby mit den Beinen direkt gegen den Bauch tritt. Da es immer stärker und kräftiger wird, darfst du dich nicht wundern, wenn die Stöße teils stark sind und leichte Schmerzen verursachen.

Ebenso entwickelt sich jetzt der Gleichgewichtssinn deines Kindes. Somit kann es seine Bewegungen und Position steuern. Das Baby trinkt immer noch Fruchtwasser, welches durch den Urin ausgeschieden wird. Der Darm ist noch nicht in Bewegung, dieser fängt erst nach der Geburt mit seiner richtigen Tätigkeit an. Schluckauf hat dein Kind jetzt nicht mehr so häufig, trotzdem trainiert es das Atmen und beherrscht es ziemlich gut. Luft wird dabei natürlich keine eingeatmet, die Sauerstoffversorgung geht nach wie vor, direkt von dir aus, über die Nabelschnur. Zwar hat dein Baby bereits fertig entwickelte Augen, bloß möchte es diese noch nicht öffnen. Jedoch besitzt dein Kind einen Sehnerv, der einiges mitbekommt. Treffen beispielsweise helle Lichtstrahlen auf deinen Bauch, wird dein Baby automatisch den Kopf nach vorne lehnen, weil es sich geblendet fühlt. Probiere es selbst einmal aus. Begebe dich in die Sonne und schließe deine Augen, du wirst trotzdem helle Farben sehen und so ähnlich funktioniert es beim Baby. Auch die restlichen Nerven sind bereits entwickelt. Das kannst du ganz leicht selbst feststellen. Wenn du ein Beinchen fühlst, streichele es von außen und dein Baby wird sich pudel wohl fühlen und wahrscheinlich noch mehr strampeln.

Du in der 25. Schwangerschaftswoche

Langsam wird dein Bauch größer und das macht dir wahrscheinlich zu schaffen. Manche Frauen sind in der 25. Woche bereits ziemlich rund, während andere immer noch eine gertenschlanke Figur besitzen samt Babybauch. Man sagt, je runder der Bauch und je mehr Hüftspeck jemand in der Schwangerschaft zu legt, desto eher sind die Chancen auf ein Mädchen. Bei einem Jungen ist der Bauch meistens spitz und geht nach vorne. Eine Garantie für diese Theorie gibt es natürlich nicht. Der Druck von oben belastet ferner deine Beine. Deswegen solltest du diese am Abend hochlegen und zwischendurch, falls du Zeit hast. Tipp: Besorge dir kühle Gels und bade deine Füße in angenehmen Fußbädern. Es gibt Spezielle in der Drogerie, die das Schweregefühl ein wenig lindern. Achte außerdem auf deine Haltung, weil sich dein Körperschwerpunkt immer weiter nach vorne richtet. Mach bitte kein Hohlkreuz und versuche gerade zu gehen. Wie bereits erwähnt, solltest du dir einen Gymnastikball besorgen und darauf dein Gleichgewicht üben. Vermeide es, schwere Dinge zu heben und wenn, dann knie dich nieder und heb es so auf.

Alle zwei Stunden findet in deinem Körper ein Fruchtwasserwechsel statt. Dein Baby benötigt schließlich sauberes, frisches Wasser und fühlt sich darin wohler. Deswegen solltest du ab jetzt mehr trinken und deine Harndrang nachgeben. Geh so oft auf die Toilette wie möglich, weil du jetzt keine Harnweginfektion gebrauchen kannst. Solltest du eine Infektion bekommen, geh sofort zum Arzt, weil es sonst zu schweren Komplikationen kommen kann und diese führen im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt. Im Moment kann wirklich nicht viel passieren, außer, dass du krank wirst und, wenn du das bemerkst, solltest du sofort zur Untersuchung um schlimmeres zu verhindern. Das gilt auch für eine normale Grippe oder sonstige Beschwerden. Lass es einmal zu viel abchecken statt einmal zu wenig.

Träume werden dich nächtlich begleiten

Nicht zwangsläufige aber der 25. Woche, aber doch häufig am Ende der Schwangerschaft kommt es zu Alpträumen. Vielen Frauen träumen von Fehlgeburten, das irgendetwas mit dem Baby passiert, das sie von der Klippe runterfallen und so weiter. Diese Träume mögen wild und schrecklich sein, sind aber in diesem Stadium normal. Der Körper stellt sich auf eine neue Rolle ein und muss damit klar kommen. Deswegen dauert eine Schwangerschaft auch so lange, dass du dich auf die Mutterrolle einstimmen kannst. Stell dir vor, du würdest morgen das Baby bekommen ohne vorher etwas von der Schwangerschaft zu wissen. Es wäre erst einmal ein Schock und dann fangen erst recht Alpträume an. Ängste sind ebenso normal. Angefangen von der Geburt bis hin zu der Frage, wie ernährst du dein Kind? Jetzt muss man für zwei Personen sorgen und nicht mehr für sich alleine. Diese Ängste haben vor allem junge Menschen oder Singles, die vorher keinen geregelten Tagesablauf hatten. Schluss mit lustig, jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Das Kind benötigt Erziehung, schafft man das oder ist man als Mutter eine Versagerin? Fragen über Fragen, die sich nicht beantworten lassen. 1. Viele haben es geschafft und die meisten sind halbwegs normal großgeworden. Kinder entwickeln sich so oder so in Umfeld, wo sie hinwollen. Das kannst du nicht verhindern oder es nur versuchen.

Es gibt die liebevollsten Eltern, die jetzt Verbrecher Kinder haben und solche Kinder, die nie Liebe bekamen, haben jetzt selbst eine Familie. Deswegen bleib einfach du selbst und erzieh dein Kind so gut als möglich. Wichtig ist vor allem die Liebe. Babys wie auch größere Kinder möchten Liebe fühlen und bekommen. Wenn du alles mit Liebe gestaltest, sollte nichts schief gehen. Tipp: Schreib dir alle deine Träume auf und mach dir eine List mit Hoffnungen wie auch deinen Ängsten. Dann kannst du darüber mit deinem Partner sprechen oder mit Freunden, falls du keinen hast. Ebenso kann dir ein Therapeut helfen oder deine Hebamme. Es gibt für jedes Problem eine Lösung, auch, wenn du es dir im Moment nicht vorstellen kannst.

Was du in der 25. Schwangerschaftswoche tun kannst

Sodbrennen ist keine Seltenheit in diesem Stadium. Falls du darunter leidest, gibt es ein paar Hausmittelchen die dir eventuell helfen. Trinke stilles warmes Wasser und nimm nur kleine Schlucke davon, weil sie die Magensäure verdünnen. Danach solltest du Weißbrot stückchenweise kauen, um diese Säure zu binden. Alternativ tun es auch Zwieback oder Haferflocken. Zwischendurch oder ideal zum Frühstück tut es ein Glas Milch, weil diese einen übersäuerten Magen neutralisiert. Falls du nachts unruhig schläfst, legt dir ein weiteres Kissen unter den Kopf.

Die häufigste Erkrankung in der Schwangerschaft ist Schwangerschaftsdiabetes. Bis zu fünf Prozent der Frauen leiden unter Gestationsdiabetes. Auslöser sind Hormone, die speziell in der Schwangerschaft ausgeschüttet werden und den Blutzuckerspiegel erhöhen. Dadurch kann die Bauchspeicheldrüse das Insulin nicht mehr ausgleichen. Die Diabetes Untersuchung wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung durchgeführt und falls es zu einem Verdacht kommt, werden weitere Tests durchgeführt. Falls es zu einer Erkrankung kommt, musst du dir keine Gedanken darüber machen. Meist hilft Bewegung sowie eine Ernährungsumstellung. Dein Arzt wird dir diesbezüglich auf jeden Fall weiterhelfen und dir gute Tipps geben können. Wichtig ist, dass du dieser Folge leistest, weil es wirklich um die Gesundheit deines Babys geht.

Starte jetzt wieder eine Creme Session nach der anderen

Man kann es nicht oft genug erwähnen. Falls du keine Schwangerschaftsstreifen haben möchtest, solltest du auch jetzt nicht auf die Öle, Massagen und Cremes verzichten. Gerade jetzt, in diesem Stadium ist es besonders wichtig, weil der Bauch jetzt größer und größer wird. Hol dir spezielle Cremes oder lass dir welche in der Apotheke erstellen, die auch deinem Bauch gut tun. Achtung: Pass auf bei Produkten, die den Bauch straffen. Solche enthalten meist Inhaltsstoffe, die giftig für dein Baby sind. Solche kannst du nach der Schwangerschaft verwenden, aber nicht jetzt. Stell dir vor, dir spritzt jemand Botox ins Gesicht. Ungefähr solche Wirkungen haben diese Straffungscremes, falls sie überhaupt etwas bewirken. Solche Inhaltstoffe solltest du auf keinen Fall in der Schwangerschaft verwenden.

Tipp: Lass dich jeden Tag von deinem Partner massieren, dabei könnt ihr mit dem Baby sprechen oder ihm etwas vorsingen. Möglichkeiten gibt es genug, für eine Zeit zu dritt. Gestaltet euch diese so nett wie möglich. Jetzt ist alles noch ruhig und friedlich. Schon bald wird euch der kleine Schreihals die ganze Nacht lang nerven. Deswegen genießt jetzt noch die Zweisamkeit. Im Übrigen, Sex ist kein Problem. Außer dein Arzt hat es dir aus welchen Gründen auch immer verboten. Falls ihr euch einen schönen Abend machen wollt, achtet darauf, dass ihr eine Position wählt, wo du dich wohl fühlst. Dem Baby passiert dabei nichts, mit einer Ausnahme, manchmal löst es Wehen aus. Wenn bereits eine Gefahr der Frühgeburt besteht, solltet ihr es nicht so oft tun. Ist das Baby bereits überfällig, könnt ihr natürlich alles tun, dass es sich endlich raus bewegt. Ob es dadurch wirklich schneller geht, kann leider niemand sagen.

Lass deine Familie das Baby spüren

Du hast bereits Kinder oder einen neugierigen Partner, der immer noch nicht sein Baby spürte? Dann ist es jetzt an der Zeit. Da dein Kind jetzt ständig strampelt und bereits so groß ist, dass man seine Hände und Füße durch die Bauchdecke sieht, kann auch der Vater endlich sein Baby fühlen. Legt euch gemeinsam ins Bett und redet leise mit dem Baby. Dann soll der werdende Daddy seine Hand auf den Bauch legen und warten. Wetten, dass Kind wird beginnen zu strampeln? Wie schon öfter erwähnt, ist dein Kind meistens dann wach, wenn du dich hinlegst und ausruhen möchtest. So kleine Familienmomente sind besonders süß für kleine Geschwister.

Hoffentlich hast du bereits mit deinen Kindern darüber gesprochen, dass sie ein Geschwisterchen bekommen. Wichtig ist, dass die anderen Geschwister begreifen, dass sie nicht an zweite Stelle rücken, sondern ebenso zur Familie gehören. Das Baby braucht natürlich am Anfang mehr Aufmerksamkeit, dennoch solltest du deine Kinder immer gleich behandeln. Wenn dein Kind einmal spielen möchte, such dir einen Babysitter oder lass deinen Partner aufpassen. Hauptsache, die Wünsche der anderen Kinder kommen nicht zu kurz. Das du nicht sofort springen kannst, ist klar, dass sollten die anderen Kids auch begreifen. Aber sie dürfen auf keinen Fall das Gefühl bekommen, dass sie plötzlich nichts mehr wert sind. Vor allem kleine Geschwisterkinder haben Angst, dass sie die eigenen Eltern verlieren. Plötzlich ist jemand anderer, der Mittelpunkt der Familie. Besonders in Zeiten wie diesen, brauchen sie viele Kuscheleinheiten. Sprich mit den Kindern, lob sie und zeig, dass du sie liebst. Du hast genug Zeit, dich um alle zu kümmern und das gilt auch für den Partner. Manche Männer reagieren wie Geschwisterkinder, sie fühlen sich nicht mehr geliebt. Zeig ihm, dass du ihn liebst, in dem du ihm immer wieder Aufmerksamkeit schenkst und ihn in ein Leben integrierst. Wie zum Beispiel, den Bauch berühren oder mit dem Baby sprechen. Ist das Baby auf der Welt, soll er ruhig mal Windeln wechseln, die Flasche geben oder das Kind in den Schlaf wiegen. Freut euch auf eine tolle Zeit.