Die 33. Schwangerschaftswoche (33. SSW)

Willkommen in der 33. Schwangerschaftswoche. Wieder ist eine Woche vergangen und noch sind es etwa ziemlich genau 7 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Einerseits sind es nur noch wenige Woche, anderseits kommt es dir wahrscheinlich wie eine Ewigkeit vor. Ist dein Bauch bereits eine große Kugel, so macht dir dieser vermutlich ordentlich zu schaffen.

Ein kleiner Trost: da dein Baby jetzt nach unten rutscht, fällt dir in diesen Tagen das Atmen wieder leichter. Wie immer gilt: bleibe ruhig, relaxe und sorge dafür, dass du nur noch solche Dinge erledigst, die nötig sind. Stress sollte in deinem jetzigen Zustand bloß ein Fremdwort sein.

Dein Baby in der 33. Woche

Dein Bauchbewohner ist in dieser Woche etwa 44 Zentimeter groß und wiegt um die 2000 Gramm. In den nächsten Wochen wird es noch einmal ordentlich an Gewicht zulegen, weil es mehr Fett speichert. Das ist ein natürlicher Prozess, weil Babys nach der Geburt nur wenig trinken und somit Vorräte einlagern. Unser Körper weiß, was zu tun ist und bereitet sich mittlerweile darauf vor. An solchen Dingen erkennt man immer wieder, wie viel Wunder in solch einer Schwangerschaft eigentlich stecken. Da dein Baby schon ein ziemlich starkes Fettgewebe aufweist, liegt die Körpertemperatur von nun an etwa um einen Grad über deiner.

Bei den männlichen Babys wandern oftmals die Hoden direkt aus der Bauchhöhle in Richtung Hodensack. Sollte dies noch nicht der Fall sein, geschieht es nach der Geburt. Wenn diese am Ultraschall noch nicht erkennbar sind, musst du dir keine Gedanken machen – das ist ganz normal.

Wir haben eine interessante Frage für dich, die dich sicherlich nach der Geburt beschäftigen wird: warum bekommt ein Neugeborenes am Anfang wenig Nahrung? Die ersten Tage wird die sogenannte Vormilch produziert. Diese gibt es nur in kleine Mengen, dennoch ist sie für das Baby sehr nahrhaft. Ein paar Tage danach kommt es zum „Milcheinschuss“ und dann kannst du dein Kind auf ganz normale Art und Weise stillen. Aus diesem Grund wird das Baby in den ersten Tagen etwas Gewicht verlieren, weil sich das Fett wieder abbaut. Keine Sorge, in etwa zwei Wochen hat es das Geburtsgewicht wieder drauf. In den meisten Fällen eher mehr, da musst du dir also keine Sorgen machen.

Du in der 33. Schwangerschaftswoche

Wie zum Einstieg erwähnt gibt es ab der 33. SSW eine kleine Entlastung. Das Baby rutscht ins Becken und entlastet somit dein Zwerchfell. Leider gibt es auch einen kleinen Nachteil: wird ein Organ entlastet, leidet in den meisten Fällen ein anderes Organ darunter. In dem Fall ist es die Blase. Der höhere Druck auf diese sorgt dafür, dass du noch öfter auf die Toilette laufen musst.

Was geschieht eigentlich mit meinem Bauchumfang? Der Bauchumfang vergrößert sich bis zur Geburt noch mehrmals. Falls dein Bauch bis jetzt eher klein war, wirst du in den nächsten Tagen einen Wachstumsschub erleben. Das gilt auch für Krampfadern und Wassereinlagerungen. Dehnt sich die Haut ziemlich rasch, kommt es oft zu solchen Unannehmlichkeiten. Trage spätestens ab jetzt Kompressionsstrümpfe, lagere deine Beine hoch und pflege deine Haut noch stärker.
Falls du an starken Wassereinlagerungen leidest, kannst du es zudem mit Akupunktur versuchen. Auf keinen Fall darfst du irgendwelche Mitteln aus der Drogerie verwenden oder Diäten halten. Es gibt zum Beispiel Reistage, die entwässernd wirken. In der Schwangerschaft sind solche Diäten kontraproduktiv und leider oftmals schädlich für das Baby. Du benötigst momentan eine ausgewogene Ernährung und solltest auf keinen Fall rumexperimentieren. Frag deinen Arzt oder deine Hebamme, was du verwenden kannst. Dann bist du auf der sicheren Seite – warte noch einige Wochen und du kannst wieder jede Diät, die du dir nur vorstellen kannst, ausprobieren.

Ab der 33. Schwangerschaftswoche kommt es häufig vor, dass sich der sogenannte Schleimpfropf löst. Dieser verschließt während der Schwangerschaft den Muttermund, um Keime fernzuhalten. Gegen Ende der Schwangerschaft löst sich dieser und wird häufig als blutiger Ausfluss beobachtet. Kommen längere Wehen hinzu, kann das bereits ein Zeichen für die Einleitung der Geburt sein. In dem Fall solltest du dich auf den Weg zur Klinik machen oder deine Hebamme anrufen und ihr dies schildern. Spürst du keine Wehen oder nur kurze, dann handelt es sich meistens nur um Vorwehen. In dem Fall musst du dir noch keine Gedanken machen. Bei kurzen Kontraktionen ist die Gefahr nicht gegeben, dass dein Baby bald auf die Welt kommt. Auch, wenn es der Anfang der Wehen ist, werden sie noch stärker und dann kannst du immer noch reagieren.
Viele Frauen fahren viel zu früh in die Klinik und werden im Endeffekt wieder nachhause geschickt. Solange die Wehen nicht alle paar Minuten kommen, ist die Gefahr einer Spontangeburt sehr gering. Fährst du einmal zu viel ins Krankenhaus, wirst du sicherlich darüber aufgeklärt. Ebenso kann dein Arzt dir ungefähr sagen, ob die Geburt bald eintreten wird oder nicht.

Special 2: Mit dem Baby in den Urlaub fahren

In der 32. Woche hast du erfahren, was du beim Fliegen beachten solltest. Der Urlaub beginnt zwar im Flugzeug, ist danach aber lange noch nicht vorbei. Einfach drauflos fahren und hoffen, dass du das passende Hotelzimmer für ganze Familie findest, ist jetzt nicht mehr drinnen. Außer, du fährst in der Nachsaison, wo sowieso jegliche Zimmer frei sind. In der Hochsaison beispielsweise, ist die Planung die halbe Miete.

Ein kindergerechtes Hotel finden

Als Single oder Pärchen war es meistens kein Problem ein passendes Hotel zu finden. Solche Hotelgäste sind in der Regel gerne gesehen, weil sie oft viel Geld in die Minibar stecken oder einige Zeit an der Bar verbringen. Andere lassen sich gerne bei einer Massage verwöhnen oder genießen den Abend im Restaurant. Das bringt jede Menge Extra Geld für die Hotelanbieter.

Mit Kindern schaut die Sache oftmals ganz anders aus. Viele Hotels sind nicht gerade kinderfreundlich. Das hat weniger damit zu tun, dass die Hoteliers kinderfeindlich sind, sondern deswegen, weil die anderen Gäste ihre Ruhe haben möchten. Vielleicht erinnerst du dich an die Zeit wo du dich über „laute“ Kinder im Zug, Restaurant usw. beschwert hast? Es gab sicher irgendwann einen Moment, wo sie dir auf den Nerv gingen. Du kannst es ruhig zugeben.

Auch mit Baby wirst du irgendwann genug haben und in einen Wellnessbereich flüchten. Zahlreiche Urlauber fahren in den Urlaub, weil sie sich entspannen möchten. Einige von ihnen haben anstrengende Jobs oder ebenso Kinder, die sie Tag und Nacht belasten. Deswegen kann man es ihnen nicht verübeln, dass auch sie mal Ruhe haben möchten. Diese Information solltest du dir gut abspeichern, weil du dich oft genug ungerecht behandelt fühlen wirst. Viele Eltern glauben, sie können sich mit Kindern alles erlauben und hier fängt wieder der Punkt des „Benehmens“ an. Wenn du dein Kind gut erziehst und es zu gegeben Anlass ruhig ist, wird niemand etwas gegen deinen Nachwuchs haben.

Falls du dein Kind im 5-Sterne-Hotel durch die Gegend laufen lässt und es nicht beruhigst, darfst du dich nicht wundern, wenn man dich zu Recht weist. Es gibt einige Hotels, die sind einfach nicht für Kinder geeignet. Das erkennst du schon daran, ob es einen Kinderbereich gibt oder nicht. Ein 5-Sterne-Hotel im Businessstil solltest du nur im Notfall buchen, zum Beispiel als Überbrückung, nicht aber als endgültiges Urlaubsziel. Dein Kind und die Besucher werden es dir danken, wenn du ein passenderes Ambiente wählst. Abgesehen davon, dass sich die anderen Gäste bei ihren Meetings von Kindern gestört fühlen, wird sich dein Nachwuchs langweilen ohne Ende. Deswegen setze gleich auf ein kindergerechtes Hotel und du ersparst dir jede Menge Ärger.

Studiere die Hotelbeschreibung

Tipp für dich: Falls du in der Schwangerschaft ein Hotel suchst, wo du deine Ruhe hast, dann wähle ein Hotel ohne Kinderbereich aus. Das gilt auch für Thermen und Co. Sobald irgendwo das Wort „Wasserrutsche, spezielle Kinderpreise und Menüs“ erscheint, ist es vorbei mit der Entspannung. Du als Schwangere wirst dort nicht so gut relaxen können, später als Mutter wirst du jedoch dankbar über solche Angebote sein. Du siehst also: es gibt für jeden das passende Hotel. Deswegen muss man sich nun wirklich nicht beschweren, wenn man in manchen Häusern nicht sonderlich willkommen ist. Es hat schließlich mehrere Gründe und wie oben erwähnt, dein Kind fühlt sich auch nicht wohl, dort wo Meetings an der Tagesordnung stehen. Du musst also nicht zwangsläufig deinen Stolz durchsetzen und ausgerechnet dort buchen, nur um den Hotelleuten eines auszuwischen – das bringt dir vermutlich auch nichts.

Für Kinder und Babys gibt es spezielle Kinderhotels. Hier solltest du aufpassen. Solche sind in der Regel nicht billig und für Kleinkinder oft nicht interessiert genug. Sobald dein Kind drei, vier Jahre alt ist, mag so eine Wasserrutsche toll sein. Mit einem Baby kannst du sowieso nur im Babybecken plantschen oder zum Schwimmen gehen. Du zahlst im Endeffekt für einen Service, den du noch nicht nützen kannst. Deswegen solltest du es dir gut überlegen, ob du so ein Kinderhotel mit Animation & Co wirklich brauchst. Einen Vorteil haben die Anbieter: du bekommst häufig einen Babysitterservice. Das heißt, wenn du abends mit deinem Partner fein essen gehen möchtest, passt eine Nanny auf dein Kind auf. Das ist natürlich ein toller Nebeneffekt.

Nütze es aus, solange dein Baby noch klein ist, kannst du mehr auf Entspannung als auf Actionurlaub setzen. Deswegen kommen zahlreiche Thermalbadanbieter in Frage. Dort gibt es häufig auch einen Babysitterservice oder dein Partner bzw. die Großeltern passen in der Zeit auf euer Baby auf, während du dich massieren lässt. Ihr könnt euch durchaus ein wenig abwechseln, wenn ihr schon auf einen Entspannungsurlaub fahrt. Sobald dein Kind zwei Jahre alt ist, geht die Action dann wirklich los. Dann ist die Zeit reif für einen Urlaub am Meer, weil dann bei den Kleinen das Sandspielen beginnt. Wenn dein Kind etwas älter ist, tobt es in den Wellen und freut sich auf unvergessliche Momente. So erkennst du kinderfreundliche Hotels:

  • Es gibt spezielle Familienangebote
  • Großzügige Kinderbereiche
  • Kindermenüs
  • Kinderfreundliche Webseite
  • Familienzimmer und Babyeinrichtung
  • Babybetten zum mieten
  • Wickelmöglichkeiten
  • Angenehmes warmes Wasser (32°C)
  • Wasserrutschen, Kinderbecken, Spielzimmer

Falls nur wenige Punkte davon zutreffen, kannst du sicher sein, dass deine Familie willkommen ist. Dort, wo es absolut nichts für Kinder gibt und nicht einmal ein Beistellbett angeboten wird, kannst du eher davon ausgehen, dass sie dort nicht gerne gesehen werden. Natürlich wird man dein Baby tolerieren, komplett verbieten dürfen sie es nicht, außer, es handelt sich um ein explizites Themenhotel bzw. ein Hotel für Gäste ab 16 oder 18. Zum Beispiel für Abituranten oder ähnliches. Ob du dort Urlaub möchtest, ist eine andere Frage.

Dem Alter entsprechend planen

Mit einem Baby ist alles anders. Einfach den Rucksack packen und auf Weltreise gehen, ist nicht so einfach möglich. Falls du vorab nie der große Reisefan warst, solltest du das Reisen nicht unbedingt mit einem Baby beginnen. Es mag zwar spannend klingen mit einem Kamel durch die Wüste zu reisen, aber in der Realität schaut die Sache anders aus. Die Frage ist, wer fängt zuerst an zu weinen: dein Baby oder du? Ist dein Kind noch klein und ruhig, kannst du durchaus Museumsbesuche durchführen. Natürlich nicht, wenn es oft schreit, dann wäre es keine gute Idee. Schließlich fühlen sich vermutlich die anderen Gäste belästigt. Besser wäre ein Urlaub an einem schönen See oder am Meer. Dort wo du dich entspannen kannst und mit deinem Kleinkind ein wenig plantschen kannst. Wähle zu Anfang Orte aus, die nicht so weit entfernt sind. Zehn Stunden Flüge sind noch nicht notwendig und für das Baby eine extreme Belastung.

Ab dem 2. Lebensjahr darf es ruhig ein bisschen mehr Action sein. Zum Beispiel ein Ausflug in Vergnügungspark, falls du das möchtest. Einmal Mickey die Hand schütteln und nette Fotos machen, sind durchaus nette Erinnerungen. Dein Kind selbst, wird sich in 10 Jahren nicht daran erinnern, weil es immer noch zu klein ist. Richtige „Actionurlaube“ sind ab dem 3. beziehungsweise 4. Lebensjahr möglich. Dein Kind kann selbstständig denken, bekommt durchaus mit, was es tut und hat Spaß an den vielen Angeboten. Wie oben erwähnt, solltest du die ersten Monate noch genießen und dich so gut wie möglich entspannen. Sobald dein Baby läuft, ist es vorbei mit der Ruhe.

Was gehört eigentlich in den Koffer, wenn du mit deinem Kleinen verreist? Es gibt hierbei einige Dinge, die du jetzt mehr einpacken musst als noch vor einigen Monaten. Wir haben dir die wichtigsten zusammengefasst. Das gehört in den Koffer:

  • Wickelzubehör
  • Reisebett
  • Kuscheltier
  • Reisespiele, Spielsachen
  • Reiseapotheke
  • Babynahrung
  • Badekleidung, Handtücher
  • Warme Sachen zum wechseln
  • Wintersachen, Skianzug (falls Winterurlaub)

Wie im ersten Teil berichtet, kostet ein Reisebett meistens extra Flugpreisaufschlag. Dieses solltest du nur mitnehmen, wenn es vor Ort kein Babybett gibt oder du mit dem Auto fährst – auch dann ist aber meistens das Babybett vor Ort sinnvoller.

Ansonsten ist es nur unnötige Schlepperei, die nicht zwingend notwendig ist. Denk eher an die Kleinigkeiten, die du nicht vergessen solltest. Vor allem in Ländern, wo es keine gute medizinische Versorgung gibt, muss die Reiseapotheke stimmen. Ferner sollte immer eine Kuscheldecke oder ein Kuscheltier dabei sein. Viele Kinder können ohne dieses nicht schlafen und bekommen rasch Heimweh. Generell sollte alles dabei sein, was du zu einem Ausflug mitbringst, nur in mehrfacher Ausführung. Je nachdem wie lange die Reise ist und wohin sie geht, musst du nicht alles einpacken.
Windeln bekommst du in jedem Supermarkt und auch Notfallmedikamente sind in vielen Ländern kein Problem. Je weniger es vor Ort gibt, desto mehr muss in den Koffer. Dann dürfte der tollen Reise nichts mehr im Weg stehen – du solltest natürlich beachten, dass ihr die Reisen zu Beginn etwas kleiner plant und im Idealfall (noch) auf Flugreisen verzichtet.