Die 5. Schwangerschaftswoche (5. SSW)

In der 4. Schwangerschaftswoche hast du dir vermutlich die Frage gestellt, ob du schwanger bist oder nicht? Je nach Termin beim Arzt, kann dieser bereits erkennen, ob eine richtige Schwangerschaft vorliegt. Der Embryo ist in dieser Woche bereits 3-4 mm groß und auf jeden Fall sichtbar, was in der 4. Woche nicht immer der Fall ist. War dein Baby vor ein paar Tagen noch eine kleine Zelle, ist es jetzt ein Mensch mit Armen und Beinen.

Bald bekommt das Baby Farbe

In der 5. Schwangerschaftswoche ist der Embryo noch durchsichtig. Noch in der gleichen Woche bilden sich die ersten Farbstoffe, welche später die Augen darstellen. Ebenso fängt das Herz an zu schlagen und das Gehirn bildet sich schon langsam. Ab der 5. Woche kann niemand mehr behaupten, dass es sich nicht um einen Menschen handelt. Er mag zwar noch sehr klein sein, aber er lebt und hat einen Herzschlag. Diesen kann der Arzt bereits hören und somit eine Schwangerschaft bestätigen. Das Herz schlägt ziemlich schnell, doppelt so schnell als das von der Mutter. Auch die Nieren beginnen zu wachsen und sich zu entwickeln. Das Neuralrohr verbindet sich mit dem Gehirn sowie mit dem Rückenmark. Außerdem wird ab dieser Woche, Fruchtwasser produziert, welches sich in der Fruchtblase sammelt. Wie bereits erwähnt, wird das Baby dadurch geschützt. Nicht nur gegen Druck, sondern auch gegen Lärm. Bis die Fruchtblase komplett entwickelt ist, dauert es in etwa noch drei Wochen. Bis dahin ist der Bauch von außen auch kaum sichtbar. Erst ab der achten Woche macht sich meisten ein kleines Bäuchlein bemerkbar. Bei korpulenten Damen wird man es weniger sehen als bei schlanken Frauen.

Was du in der 5. Schwangerschaftswoche tun musst

Wenn du erst in der 5. SSW bemerkst, dass du schwanger bist, solltest du wie in der 4. Schwangerschaftswoche beschrieben, einen Arzttermin ausmachen. Da dazwischen einige Tage vergehen, bist du bei deinem Termin wahrscheinlich schon in der 6. Woche. Bis dahin ist das Baby ein weiteres Stück gewachsen. Egal ob in der 5. oder 6. Woche. Auf jeden Fall kann der Arzt bereits den Embryo am Ultraschalgerät sehen. Was in der 4. Woche nicht immer gegeben ist. Da das Schwangerschaftshormon hCG ab der 5. Schwangerschaftswoche bereits im Urin nachweisbar ist, erzielst du ferner mit einem Schwangerschaftstest aus der Drogerie beste Ergebnisse. 100% Sicherheit können Tests dieser Art dennoch nicht geben. Da das Hormon im Morgenurin am stärksten ist, führst du den Test am besten morgens durch. Es kommt manchmal vor, dass der Teststreifen negativ ist, aber du im Endeffekt trotzdem schwanger bist. Um wirklich sicher zu gehen, solltest du einen Arzttermin ausmachen. Falls du das Kind nämlich nicht behalten willst, musst du bald handeln und dich optimal beraten lassen. Anderseits wird es er Zeit für eine Untersuchung, schließlich möchtest du, dass dein Baby gesund heranwächst. Bei einem geplanten Baby wirst du vermutlich auf jegliche Anzeichen achten und dich mit Schwangerschaftstests eindecken. Falls du von einer Schwangerschaft überrascht wirst, solltest du die Schwangerschaftsanzeichen näher studieren, die in der 4. SSW erklärt werden.

Ab jetzt ist schonen angesagt

Einige Frauen fragen sich, ob Alkohol und Zigaretten in den ersten Wochen schädlich sind? Generell gilt, die ersten 5. Wochen wo du es selbst nicht weißt, darfst du noch tun was du willst. Bei einem geplanten Baby macht es Sinn, sich vorab einzuschränken. Ist es ungeplant, musst du dir keine Vorwürfe machen. Schließlich wusstest du es nicht. Ab der 5. SSW ist es deswegen kritisch, weil das Baby jetzt wirklich ein Mensch ist. Das Herz schlägt und es wird über die Mutter beatmet. Deswegen ist Zigarettenrauch in dem Stadium nicht so optimal. Als das Baby noch ein kleiner Keim war, konnte es besser damit umgehen. Das Thema Zigaretten ist ein heikles, vor allem, wenn der Partner ebenso raucht. Deswegen solltest du es ihm so bald als möglich erzählen.

Ein weiteres Problem sind Freunde und Bekannte. Vielleicht möchtest du es noch niemanden erzählen, aber irgendwie ist es doch nötig. Wenn du plötzlich keine Zigaretten mehr rauchst und keinen Alkohol trinkst, ist das ziemlich auffällig. Falls du es weiterhin geheim halten möchtest, solltest du eine Ausrede suchen. Geh einfach nicht mehr auf Partys und meide Veranstaltungen wo Alkohol ausgeschenkt wird. Das solltest du so oder so tun, weil dein Körper jetzt Ruhe benötigt. Die ersten Wochen können mitunter ziemlich anstrengend sein. Die Hormon- und Stoffwechselumstellung sorgen für Müdigkeitsanfälle. Da dir wahrscheinlich auch übel wird, solltest du in deinem gewohnten Umfeld bleiben und es dir gemütlich machen. Das bedeutet nicht, dass du die ganze Schwangerschaft hindurch zuhause bleiben musst. Die ersten Wochen tust du dir und deinem Baby etwas Gutes damit. Dir kritische Phase ist etwa ab der 12. Woche vorbei. Danach hat sich der Körper umgestellt und es wird dir die nächsten Monate besser gehen. Bis auf das, dass der Bauch immer größer wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf diese Dinge solltest du verzichten

Alkohol und Zigaretten sollten logischerweise auf der Tabuliste stehen. Neben diesen Suchtmitteln gibt es noch andere Dinge, die du ab jetzt vermeiden solltest. Das gilt beispielsweise für Kaffee, schwarzer Tee und Energiedrinks. All jene Getränke wo viel Koffein enthalten ist, darfst du generell in der Schwangerschaft meiden. Besonders die ersten Wochen. Manche Hebammen sind der Meinung, dass ein Kaffee oder ein Bier ab und zu nicht schaden. Hier gilt wie immer, besprich das vorab mit deinem Arzt, weil jeder Körper anders reagiert. Das gilt auch für den Fall, falls du Kettenraucher bist oder täglich einige Dosen Energiedrinks zu dir nimmst. Kläre mit deinem Arzt ab, wie du die „Sucht“ so schnell wie möglich los wirst. Hörst du abrupt mit dem Koffein auf, schadet das eventuell deinem Kreislauf. Deswegen erwähne solche Dinge bereits beim ersten Termin, dass der Arzt einen optimalen Plan für dich erstellen kann. Passivrauchen ist in dieser Zeit auch gefährlich. Meide Lokale wo viel geraucht wird und halte dich viel an der frischen Luft auf. Wird bei dir auf der Arbeit geraucht, hast du eventuell die Möglichkeit, frühzeitig in den Mutterschutz zu gehen. Besprich das unbedingt mit deinem Vorgesetzten und erkundige dich über die gesetzlichen Regelungen. Das gilt im Übrigen auch, wenn du Chemikalien ausgesetzt bist oder eine hohe Unfallgefahr besteht.

Folgende Informationen benötigt dein Arzt

Der Arzt oder deine Ärztin wird dich mit einem Ultraschallgerät untersuchen und gucken, ob das Baby bereits sichtbar ist. Wenn du ab der 5.SSW Woche deinen Termin hast, ist das zu 99% der Fall. Wird die Schwangerschaft bestätigt, benötigt der Arzt noch weitere Informationen von dir. Folgende Fragen werden meist gestellt.

  • Wann war deine letzte Periode?
  • Wie lange dauert dein durchschnittlicher Zyklus?
  • Hattest du bereits frühere Schwangerschaften oder Abtreibungen?
  • Gibt es in der Familie Erbkrankheiten oder leidest du selbst in einer Krankheit?
  • Nimmst du irgendwelche Medikamente ein?
  • Wann fand die Zeugung statt? (falls du dich erinnerst)

Einige Informationen davon sind notwendig, um den Geburtstermin zu ermitteln. Die anderen Angaben zeigen auf, ob eine Risikoschwangerschaft besteht. Bei Fehlgeburten beispielsweise, wird dir der Arzt zur besonderen Vorsichtig raten und engmaschige Untersuchungen einplanen. Das gilt auch bei reiferen erstgebärenden Frauen. Wer eine Risikoschwangerschaft hat, bekommt ferner die Möglichkeit, früher in den Mutterschutz zu gehen. Bei riskanten Vorgeschichten sollte sich die Mutter regelmäßig entspannen und keine schweren Tätigkeiten mehr durchführen. Ob ein Risiko vorliegt oder nicht, kann der Arzt bestätigen. In der Regel ist es so, dass neben dem Ultraschall auch ein Bluttest gemacht wird. Zeigen beide Ergebnisse eine Schwangerschaft an, ist es sicher. Vor der 5.SSW ist in den meisten Fällen nur eine Blutuntersuchung möglich, welche generell auch eine hohe Sicherheit darstellt.

Was sich in deinem Leben jetzt alles verändert

Bis auf die Tatsache, dass du deine Süchte aufgibst, im ersten Moment nicht viel. Äußerlich merkst du in der Regel nichts. Der Bauch wächst erst ein wenig später. Bei einigen Frauen vergrößern sich in der 5. SSW bereits die Brüste. Besonders die Brustwarzen schwellen an und werden bläulich. Sie bereiten sich schon jetzt auf das Baby vor. Je größer die Brustwarzen, desto eher weiß der Säugling wo er andocken kann. Manchmal lösen diese Schwellungen unangenehme Schmerzen aus. Falls du etwas gegen die Schmerzen unternehmen möchtest, frag in der Apotheke nach speziellen Salben. Es gibt eigens für Brustwarzen oder empfindliche Hautstellen Salben, die diese ein wenig betäuben oder geschmeidiger machen. Vergiss nicht zu erwähnen, dass du schwanger bist. Brustschmerzen kommen bekanntlich auch während der Periode vor und dafür gibt es ferner Arzneimittel, wohlbemerkt mit anderen Inhaltsstoffen. Da Schwangere mit einigen chemischen Stoffen nicht in Berührung kommen dürfen, solltest du es immer erwähnen. Aufmerksame Apotheker stellen diese Frage sowieso. Natürlich kannst du dir auch eine Salbe vom Frauenarzt verschreiben lassen.

Deinen Körper auf die Schwangerschaft vorbereiten

Wie in der 4. Schwangerschaftswoche beschrieben, ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen, um mit Sport zu beginnen. Falls du bereits viel Sport machst, kannst du ohne Probleme weiter machen. Es sei denn, dein Arzt hat eine Risikoschwangerschaft festgestellt oder hält dich generell vom Sport ab. Im Zweifelsfall fragst du diesen erneut und lässt es dir bestätigen. Denke daran, dass sich dein Körper in den nächsten Monaten ziemlich verformt. Auf jeden Fall wachsen deine Brüste sowie dein Bauch. Unabhängig davon, ob du nun viel an Körpermaße zunimmst oder nicht, solltest du dich um dein Bindegewebe kümmern. Spezielle Öle und Cremes helfen dabei, dass die Haut geschmeidig bleibt. Ohne Pflege riskierst du unbeliebte Schwangerschaftsstreifen, die fast nicht mehr verschwinden. Nicht nur am Bauch, auch an der Hüfte und an der Brust, machen sich diese Streifen bemerkbar. Leider gibt es kein Wundermittel, welche die Streifen 100% verhindert. Generell helfen Massagen, Salben und spezielle Bäder. Viele Frauen machen den Fehler, dass sie erst dann zu cremen beginnen, wenn es bereits zu spät ist. Fang am besten ab der 5.Woche damit an. Der Bauch wächst bereits, auch, wenn du es nicht bemerkst. Zuerst ist das Wachstum minimal und dann geht es immer schneller. Je früher du dem entgegen wirkst, desto weniger Schwangerschaftsstreifen wirst du haben. Führe die Massagen und Cremerituale auch nach der Entbindung durch. Sobald sich die Haut zurückbildet, benötigt sie ferner Unterstützung. Bei einem Kaiserschnitt solltest du dich bei deiner Hebamme erkundigen, welche Maßnahmen zu treffen sind. Da du dich im Moment erst in der 5. SSW befindest, musst du dir darum noch keine Gedanken machen. Genieße die Momente und Freunde dich vorerst mit der neuen Situation an.

Gesunde Ernährung tut dir gut

Sobald du von deiner Schwangerschaft erfährst, solltest du dich gesünder ernähren. Dein Arzt wird dir sagen, welche Vitamine du unbedingt benötigst und auf welche du verzichten solltest. Falls du Vegetarier oder Veganer bist, wäre ein Gespräch mit einem Spezialisten empfehlenswert. Eine vegane Schwangerschaft ist möglich, aber nicht immer. Wenn du bereits an Vitaminmangel oder unter einer Risikoschwangerschaft leidest, solltest du ein paar Monate auf deine Vorsätze verzichten. Dem Baby zu Liebe. Vegane Ernährung mag gut und positiv sein. In manchen Fällen ist sie dennoch kontraproduktiv. Schließlich geht es hier um Leben, das erst heranwächst und dringend gewisse Nährstoffe benötigt. Auf jeden Fall musst du während der Schwangerschaft viel Wasser trinken. Der Gang zur Toilette wird zwar mehrmals am Tag stattfinden, aber der Körper braucht das Wasser. Auf Nulldiäten darfst du ferner verzichten, ebenso auf viel Süßigkeiten. Gelüste sind ab und zu ok, dennoch übertreibe es nicht. Denke beim naschen immer an dein Baby. Möchtest du dein Kind bereits im Mutterleib nur mit Zucker füttern? Gesund ist solch eine Ernährung weder für das Baby noch für dich.

Setze besser auf viel Gemüse und weitere gesunde Nahrungsmittel. Versuche möglichst frisch zu kochen und auf Fastfood zu verzichten. Achte ebenso auf regionales unbehandeltes Obst. Je natürlicher die Lebensmittel, desto gesünder ist die Nahrung fürs Kind. Ab jetzt isst du für zwei und dein Gast in deinem Bauch erwartet das Beste vom Besten. Präsentiere ihm gesunde Kost und die Schwangerschaft geht sicherlich bestens über die Bühne. Gesunde Ernährung ist nicht nur positiv für den Nachwuchs, ferner für deinen Körper. Je weniger du in der Schwangerschaft zunimmst, desto weniger musst du danach wieder abtrainieren. Jede schwangere Frau nimmt in gewisser Weise zu. Trotzdem kannst du dich ein wenig einschränken und deiner Gesundheit zu liebe, trotz Gelüste auf ungesunde Lebensmittel verzichten.