Die 6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)

Spätestens jetzt wird dir bewusst, dass du schwanger bist. Du kämpfst mit Morgenübelkeit und bist ständig müde. Da sich deine Hormone umstellen, ist das wie in den anderen Kapiteln bereits erwähnt, total normal. Falls du immer noch nicht beim Arzt warst, solltest du das tun, vor allem, wenn die Gefahr einer Risikoschwangerschaft besteht. Hier solltest du dich auch an deiner eigenen Mutter orientieren. Kommen solche öfter in der Familie vor, kann es sein, dass du auch darunter leidest. Hab keine Angst, es ist schließlich nur eine Routineuntersuchung und besser einmal zu viel als zu wenig. Neben der Übelkeit kommt es häufig vor, dass Frauen ab der 6. SSW Stimmungsschwankungen bekommen. Einmal willst du das und dann wieder jenes. Dir ist einmal kalt und dann wieder heiß. Diese Stimmung Schwankungen werden wahrscheinlich deinen Freunden auffallen, weniger dir selbst. Wundere dich nicht, wenn sie dich danach fragen. Falls du das Baby noch verheimlichen willst, solltest du eine gute Ausrede bereithalten.

Dein Baby in der 6. Schwangerschaftswoche

Der kleine Embryo ist in etwa vier Millimeter groß. Auf einem Ultraschallbild schaut er aus wie ein kleiner Wurm. Die Nabelschnur ist bereits erkennbar und führt direkt zur Plazenta. Ferner kann der Arzt am Ultraschall den Pulsschlag erkennen. In der 5./6. Woche entwickelt sich der Rückenstrang und es bildet sich die Wirbelsäule des Babys. Wundere dich nicht, dass dein Kind plötzlich einen kleinen Schwanz am Hintern hat. Dieser bildet sich nach einer Weile zurück. Es handelt sich dabei um ein Überbleibsel aus der Zeit der Affen. An solchen kleinen Dingen bemerken wir erst, wie Menschen entstehen und wie wir uns weiterentwickelt haben.

In der 6. SWW hat dein Baby bereits ein Gehirn, Augen, Ohren, Hals und einen Kopf. Alles, was einen richtigen Menschen ausmacht, nur eine winzige Version davon. Der Kopf wirkt im Gegensatz zum restlichen Körper ziemlich groß. Keine Sorge, auch das wird sich später ändern, sobald dein Baby wächst. Nach der ersten Untersuchung, wird dir dein Arzt auch Werte übermitteln. Er kann ungefähr sagen, wie groß und wie schwer das Baby ist. Vergleiche bitte nicht mit anderen Müttern oder irgendwelchen Listen im Internet. Jedes Baby ist individuell. Nur weil es vielleicht leichter oder größer als ein anderes Kind ist, bedeutet das nicht, dass etwas nicht in Ordnung ist. Babys bekommen auch im Bauch bereits Wachstumsschübe. Es kann durchaus vorkommen, dass dein Bauchbewohner, eine Woche später, größer ist als das von einer anderen Mutter.

Wie alt ist das Baby bereits?

Beim Arzt wird nicht nur eine Kontrolluntersuchung durchgeführt, ferner erfährst du dort, wie alt dein Baby bereits ist und wann es voraussichtlich auf die Welt kommt. Natürlich müssen die Daten stimmen. Je genauer bekannt ist, wann das Baby gezeugt wurde, desto eher kann der Arzt den Tag bestimmen. Die meisten Kinder halten sich sowieso nicht daran. Sie kommen entweder früher oder später auf die Welt. Ab jetzt gilt es, alle vier Wochen zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Der Arzt kann dadurch feststellen, ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Gibt es Komplikationen, werden Untersuchungen alle zwei Wochen oder wöchentlich empfohlen. Generell gilt, ab der 32.SSW gibt es alle zwei Wochen einen Untersuchungstermin. Wird der Geburtstermin überschritten, wird alle zwei Tage kontrolliert.

So geht es dir in der 6. Schwangerschaftswoche

Wie bereits erwähnt, fangen jetzt die ersten Müdigkeitsattacken an. Deswegen solltest du dich schonen und viel schlafen, wenn es irgendwie geht. Von der Arbeit fern bleiben darfst du nur, wenn dir wirklich übel ist. Lass dich hierzu von deinem Arzt beraten, was dieser zu deiner Situation sagt. Besteht eine Risikoschwangerschaft, kannst du dich bereits von der Arbeit beurlauben lassen. Zwinge dich trotzdem zu nichts. Hier geht es um die Gesundheit deines Babys. Falls es dir wirklich schlecht geht, kannst du natürlich in Krankenstand gehen. Nur bitte sei so fair und nutz diese Gelegenheit nicht aus. Viele schwangere Frauen sind fit wie ein Turnschuh und arbeiten ohne Probleme. Falls du die Kraft noch hast, solltest du das tun. Deine Kollegen müssen sowieso irgendwie später ohne dich zurechtkommen. Mach es ihnen nicht schwerer als nötig. Ab jetzt bekommst du natürlich keine Periode mehr, weil das HCG Hormon weitere Eisprünge verhindert. Dieses Hormon ist ferner im Urin nachweisbar. Deswegen kannst du damit einen Schwangerschaftstest machen. Zu Anfang der Schwangerschaft ist das Hormon eventuell noch nicht so stark im Urin nachweisbar, dass manche Testergebnisse falsch sind. Verlasse dich nicht auf einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke. Um es 100 % zu wissen, solltest du immer zum Arzt gehen. Ebenso sorgt das Östrogen, dass deine Brust anfängt zu wachsen. Der Milchfluss wird bereits jetzt eingeleitet und sorgt dafür, dass das Neugeborene in Zukunft gute Nahrung erhält. Das Bindegewebe wird elastischer und deswegen solltest du jetzt damit beginnen, deine Haut einzucremen, um schlimme Schwangerschaftstreifen zu vermeiden.

Was du in der 6. Schwangerschaftswoche tun musst

Jetzt ist auf jeden Fall Entspannung angesagt. Wann immer du Zeit hast, setz dich kurz hin und halte inne. Vermeide Stress so gut es geht. Du muss dir jetzt noch keine Gedanken darüber machen, wer das Babyzimmer ausmalt und in welcher Schule du das Kind später anmeldest. Zu viele Gedanken erzeugen Stress und machen dir Angst. Bis zum dritten Monat, solltest du das alles vermeiden, weil die Gefahr einer Fehlgeburt noch höher ist. Leider ist diese auch dann nicht ausgeschlossen, wenn du dich komplett entspannst. Dennoch solltest du es dir gut gehen lassen. Mach Dinge wo du dich wohlfühlst. Zum Beispiel schwimmen oder eine gute Massage. Lass dich ruhig ein wenig vom Partner verwöhnen und genieße die ersten Schwangerschaftswochen so gut es geht. Jetzt kannst du dich noch gut bewegen. Mit Bauch wird es ein wenig schwieriger sein.

Dein Baby hat wie gesagt schon Ohren. Das heißt, es hört dich. Du kannst mit dem Kleinen im Bauch kommunizieren. Deswegen gilt ab jetzt, sei sanft zu deinem Kind und vermeide laute gemeine Töne. Gegen ein gutes Konzert hat ein Baby nichts. Du kannst auf Wunsch auch in die Disco gehen. Denke dir immer. Dein Baby mag, was du auch willst. Stehst du auf Streit und Geschrei? Wohl eher weniger. So geht es deinem Baby genauso. Gegen laute, aber gute Musik hat es nichts einzuwenden. Vor allem deswegen, weil die Fruchtblase den Lärm abmildert. Deswegen können Schwangere ruhig Musik hören. Aggressive Töne dagegen, nehmen Babys auf und speichern diese im Unterbewusstsein ab. Wenn du dein Baby verleugnest, spürt es das Kind ebenso. Die Bindung wird nach der Geburt eventuell nicht die gleiche sein, als würdest du mit deinem Kind lieb sprechen. Auch hört das Baby die anderen Familienmitglieder, die Freunde und so weiter. Kinder merken sich alles, was in der Schwangerschaft passiert. Deswegen solltest du wirklich aufpassen, was du sagst und tust. Sprichst du mit Freunden zum Beispiel eine Fremdsprache, lernt dein Baby automatisch mit. Es kann durchaus sein, dass es später bessere Sprachkenntnisse hat. Das gilt auch für Musik. Hast du eine Lieblingsband, die du häufig hörst, wird dein Kind wahrscheinlich auch ein Fan davon sein. Auf jeden Fall wird es die Musik mögen. Außer, es hat im Bauch schon genug davon. Wenn du es Tag und Nacht volldröhnst, mag das Kind bestimmte Songs auch nicht mehr hören.

Ernähre dich ab jetzt gesund

Viele Schwangere glauben, sie können sich, weil sie ja schwanger sind, gehen lassen. Natürlich darfst du dir ab und zu etwas gönnen, wenn du Heißhunger darauf hast. Eine gesunde Ernährung bringt dir jedenfalls mehr. Eine Schwangerschaft ist keine Freikarte zur ungesunden Ernährung. Es wäre sogar fatal dem Baby gegenüber. Gerade jetzt solltest du dich um viel Gemüse und Obst kümmern, weil es einfach die bessere Wahl ist. Durch die Hormonumstellung, sind Mütter anfälliger für Krankheiten, ebenso Infektionen. Vor allem im Winter solltest du aufpassen, dass du nicht zu oft in öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, wo sich zahlreiche Bazillen befinden. Falls es sich nicht vermeiden lässt, wasche dir deine Hände so gründlich wie möglich. In den ersten Wochen solltest du auf jeden Fall genug Folsäure zu dir nehmen. In etwa 0,8 Milligramm täglich, die ersten Monate lang. In dieser Zeit hilft die Folsäure dem Baby bei der Entwicklung. Ab dem 4. Monat nur noch der Mutter Diese Angaben sind nur ungefähr, frag am besten deinen Arzt, wie viel er dir davon empfiehlt. Ebenso solltest du mit ihm deine Ernährung besprechen. Personen, die sich grundsätzlich von ungesunden Nahrungsmitteln ernähren, weisen oft einen Mangel an Nährstoffen auf. Viele davon sind in der Schwangerschaft dringend notwendig. Der Arzt kann dir im Fall der Fälle auch Tabletten verschreiben oder Nahrungsergänzungsmittel, die dir im Notfall helfen. Nimm diese aber nur, wenn es dein Arzt empfiehlt. In Ratgebern stehen viele Informationen, die nicht immer für alle gelten. Eine Vitamin Überdosis ist in vielen Fällen auch nicht gesund. Deswegen solltest du wirklich aufpassen und nur das zu dir nehmen, was dein Arzt dir rät.

Bewegung tut dir gut

Sport ist in der Schwangerschaft durchaus möglich. Außer, dein Arzt sagt etwas anderes. Als Hochleistungssportler ist es vielleicht sinnvoll, sich ein wenig einzuschränken. Klettern macht in der Schwangerschaft beispielsweise keinen Sinn. Auch solltest du es vermeiden, irgendwo alleine zu Sporteln, wo weit und breit keine Menschen sind. Leider kommt es doch vor, dass dir übel wird und da ist Bergsteigen eher kontraproduktiv. Du bringst nur dich und dein Baby in Gefahr. Gegen joggen im Park oder schwimmen im Hallenbad sagt niemand etwas. Tu auch etwas für deine Entspannung. Yoga ist eine gute Möglichkeit. Immer mehr Yoga Lehrer spezialisieren sich auf Schwangere und bieten spezielle Übungen an. Ferner tun dir Massagen in dieser Phase gut. In Beautysalons gibt es auch spezielle Angebote, wo deine Haut gestrafft und eingecremt wird. Je mehr du in der Schwangerschaft für dich tust, desto besser geht es dir nach der Geburt. Wer sich gehen lässt, darf sich nicht wundern, wenn die Pfunde danach nicht mehr purzeln. Natürlich spielen die Hormone verrückt. Manche schlanke Personen nehmen plötzlich dreißig Kilo zu, ohne dass sie viel essen. Aber es gibt auch genug Schwangere, die von sich aus zunehmen, weil sie kiloweise Schokolade futtern. Wer das tut, braucht sich danach nicht wundern. Sport und Yoga tut gut und sorgt für eine angenehmere Geburt. Wer ausgeglichen ist und entspannt durch die Schwangerschaftsmonate kommt, hat meist weniger Angst vor der Entbindung. Im Vorfeld lässt sich so viel tun. Mentales Training und besondere Geburtsvorbereitungen erleichtern diese ungemein.

Die Schwangerschaft mit anderen genießen

Wenn du in der glücklichen Lage bist, einen Partner zu haben, der dich unterstützt. Genieße die Zeit mit ihm. Ihr habt nicht mehr lange. Bald seid ihr zu dritt oder sogar zu viert. Jetzt könnt ihr euch noch gegenseitig massieren, die Zeit zu zweit genießen und ein paar unanständige Dinge tun. Sprich mit deinem Partner darüber, dass du gewisse Dinge nicht so meinst, weil die Hormone schuld daran sind. Unnötige Diskussionen lassen sich dadurch vermeiden. Falls du keinen Partner hast, versuche es trotzdem positiv zu sehn. Heut zu Tage gibt es viele alleinerziehende Mütter, die es schaffen. Such dir Gleichgesinnte und tausche dich mit ihnen aus. Je früher du ein kleines Mütternetzwerk aufbaust, desto besser. So könnt ihr euch im Notfall gut unterstützen und vielleicht auch Babysitten. Wende dich an Freunde, an Familienmitglieder und tu vieles, um dich abzulenken. Die eine oder andere Träne wird wohl fließen, weil du alleine bist. Aber wie gesagt, diese Zeit vergeht. Irgendwann wird ein Ersatzpapa für dein Kind da sein und alles wird gut.

Denke positiv, fühle wie schön die Zeit mit deinem Kind sein wird. Alles andere kommt von alleine. Wichtig ist nur, dass du dich mit netten Menschen umgibst, die dich ein wenig unterstützen. Nur weil du keinen Partner hast, musst du noch lange nicht alleine sein. Partner werden teils überbewertet. Auch beste Freundinnen können für dich da sein. Falls auch die keine Zeit haben, suche dir wie gesagt, Gleichgesinnte. Diese freuen sich darüber, wenn sie Unterstützung bekommen und du ebenso. Gemeinsam ist man bekanntlich stärker. Nach der Schwangerschaft ist sowieso dein Baby die Nummer 1. Ein Partner wird dir die erste Zeit nicht abgehen. Alles andere kannst du später auch noch nachholen. Jetzt ist ausruhen angesagt, bevor die langen Nächte beginnen. Ruhe und schlafe dich aus, solange es noch geht.