Die 7. Schwangerschaftswoche (7. SSW)

Willkommen in der 7. Schwangerschaftswoche. Viel hat sich gegenüber der 6. Woche zwar nicht verändert, aber dein Baby wächst rasant. Noch vor einer Woche musste dein Kind ohne Herz, Lunge und Leber leben. Jetzt arbeiten diese Organe bereits auf Hochtouren. Und diese Woche bekommen die meisten Embryos einen ordentlichen Wachstumsschub. Deswegen sind sie in der 7. SWW meist doppelt so groß, wie in der 6. SWW.

Dein Baby entwickelt sich prächtig

Anfang der 7. Schwangerschaftswoche ist dein Baby etwa 0,5 cm groß. Sieben Tage später wird es bereits einen Zentimeter messen. Du kannst dir also vorstellen, wie schnell dein Kind jetzt wächst. Von der Größe her, ähnelt das Kind etwa einer Erbse. So kannst du es dir besser bildlich vorstellen. Kaum zu glauben, dass so ein kleines Baby, bereits alle lebensnotwendigen Organe in sich trägt. Wobei, Ameisen sind noch kleiner und leben auch auf diesem Planeten. Das Wunder der Natur ist trotz allem immer wieder erstaunlich. Vor allem für die Eltern, die nicht glauben können, dass im Bauch etwas wächst, was sie selbst erschaffen haben. Ärzte können schwer in den Unterleib kriechen und das Baby aufrecht messen, weil diese ihre Beine meist anwinkeln. Deswegen wird die sogenannte Sitzhöhe ermittelt. Es handelt sich dabei um die Scheitel-Steiß-Länge. Abmessungen sind wichtig, um den Wachstum in den kommenden Wochen zu kontrollieren.

Das Baby bekommt Gesichtszüge

Immer noch so klein wie eine Erbse, erhält der Embryo langsam aber doch Gesichtszüge. Die Augen, der Mund sowie die Zunge bilden sich. Auf manchen Ultraschalbildern scheint es, als würden Babys lächeln. Auch die Haut bildet sich weiter. Eine dünne Schicht entsteht und es wachsen Arme sowie Hände. Kleine Finger sind meistens am Ende der 7. SWW ersichtlich. Diese erinnern zu Anfang eher an Schwimmhäute und verbinden sich erst die Wochen danach. Desweiteren bildet sich jetzt die Retina, die sogenannte Netzhaut und die Linsen der Augen.

Das Gehirn entwickelt sich weiter

Die 7. Schwangerschaftswoche ist eine heikle Woche, wo sich vor allem das Gehirn weiter teilt und bildet. Deswegen ist Alkohol in dieser Zeit besonders gefährlich. Dieser sollte sowieso in der kompletten Schwangerschaft tabu sein, um Missbildungen zu vermeiden.
Die Zellen des Gehirns teilen sich nun in drei Sektionen auf. Das sind zum einem, das Vorderhirn. Hier werden später Sinneswahrnehmungen gesammelt sowie Probleme gelöst. Auch die Persönlichkeit des Menschen befindet sich in diesem Teil. Neben diesem bildet sich das Mittelhirn, wo Informationen geordnet und in den Körper ausgesendet werden. Ferner gibt es noch das Hinterhirn. Dieses ist zuständig für die Atmung, Muskelbewegung sowie für das Herz. Diese drei Teile sind im Normalfall ein eingespieltes Team und sorgen dafür, dass der Mensch optimal funktioniert.
Auch am Herz tut sich einiges in der 6. SSW. Die rechte und linke Herzkammer bilden sich. Im Moment werden diese noch durchs Foramen Ovale verbunden. Während der Geburt verschließt sich das und die beiden Kammern agieren selbstständig.
Mahlzeit – zwar wird das Baby noch nicht wegen Milch schreien, aber die Verdauungsorange bildet sich langsam. Ebenso entstehen Lungen und kleine Bronchien. Die Leber arbeitet mittlerweile auf Hochtouren und produziert bereits rote Blutkörperchen. Unter der Haut sind ab sofort auch Blutgefäße erkennbar. Der Embryo fängt im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben an.

So geht es dir in der der 7. Schwangerschaftswoche

Wenn du ziemlich schlank bist, wirst du bereits in der 7. SSW einen kleinen Bauch erkennen. Dieser setzt sich direkt unter deinem Bauchnabel an. Falls du etwas korpulenter bist, wirst du wohl noch keinen großen Unterschied bemerken. In diesem Stadium lässt sich der Bauch auch schwer messen. Dennoch kannst und solltest du es tun. Beginn ab jetzt ein kleines Tagebuch, wo du jegliche Informationen einträgst. Einmal in der Woche solltest du deinen Bauch messen und deinen täglichen Zustand notieren. Diese Informationen sind auch wichtig, um mit dem Arzt über Probleme zu sprechen, die dich betreffen.

Schwangerschaftsbeschwerden werden dich im schlimmsten Falle die ersten Wochen begleiten. Typisch für die 7. SSW sind Kopfschmerzen. Falls du generell zu Migräne neigst, solltest du das gleich mit deinem Frauenarzt besprechen, bevor diese das erste Mal auftauchen. Schmerzmittel werden vor allem in den ersten Wochen nicht empfohlen. Deswegen ist es wichtig, mit dem Arzt darüber zu sprechen. Dieser kann dir für den Notfall Tabletten verschreiben, die dir helfen und dem Baby nicht schaden. Es macht Sinn, vorab darüber zu sprechen. Nicht, dass du irgendwann in der Nacht über Kopfschmerzen klagst und keine Lösung findest.

In der 7. Woche kommt es ferner zu Unterleibsbeschwerden. Du spürst eventuell ein Ziehen in der Leistengegend. Es fühlt sich ähnlich wie die Menstruation an. Da die Mutterbänder gedehnt werden, kommt es häufig zu diesen Schmerzen. Manchmal beginnen diese Beschwerden erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Falls du in dieser Zeit Schmerzen hast, sind diese normal. Du musst keine Angst haben, dass etwas nicht in Ordnung ist. Falls du dir trotzdem unsicher bist, frag lieber deinen Arzt. Bestimmte Schmerzen zu kontrollieren ist immer besser als sie zu ignorieren. Viele Frauen entwickeln bereits in der Schwangerschaft ihren Mutterinstinkt und bemerken es, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

In der Frühschwangerschaft klagen etwa 25% der Schwangeren über Sodbrennen. Falls auch du in diesem Bereich Probleme hast, solltest du deine Mahlzeiten über den Tag besser einteilen. Iss lieber weniger, dafür mehr. Ebenso solltest du auf Süßigkeiten, kohlensäurehaltige Getränke und auf fettige Speisen verzichten. Desweiteren hilft dir ein weiteres Kissen beim Schlafen. Achte darauf, dass dein Oberkörper höher liegt. Das ist kleiner Geheimtipp gegen Sodbrennen. Auch Kaugummi kauen und ein Teelöffel Honig nach dem Essen soll helfen.

Was solltest du in der 7. Schwangerschafts Woche tun?

Auch in der 7. Woche solltest du dich nach wie vor schonen. Gönne dir schöne Momente alleine sowie mit deinem Partner. Tu all das, was dir Freude bereitet. Dein Körper benötigt desweiteren wichtige Nährstoffe. Welche das sind, erfragst du deinen Frauenarzt, weil der am besten beurteilen kann, wie viele du davon brauchst. Wie in der 6. SWW schon beschrieben, ist kein Mensch gleich. Manche haben einen Vitaminmangel und andere benötigen spezielle Nährstoffe, aus Krankheitsgründen. Generell gilt, dass Vitamin D jetzt ziemlich wichtig ist. Geh ein wenig in die Sonne und genieße die frische Luft. Ein paar Solariumeinheiten schaden auch nicht. Hier solltest du aber ein Studio wählen, dass dich optimal berät. Frag ferner deinen Arzt, ob dieser für oder gegen die künstliche Sonne ist. Wenn du es nicht übertreibst, sollte nichts passieren. Alternativ tut es ein Gesichtsbräuner, der für einen Schub Vitamin D sorgt.

Beginne ein Schwangerschaftstagebuch

Wie bereits erwähnt, solltest du dich ab jetzt regelmäßig abmessen und abwiegen. Diese Werte sind wichtig und geben Auskunft darüber, ob deine Schwangerschaft normal verläuft. Generell misst dein Arzt dich auch ab, aber für einen selbst ist es auch immer praktisch, bescheid zu wissen. Solltest du Probleme haben, notiere diese. Von Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeiten. In dieses Tagebuch gehören auch persönliche Dinge. Wie hast du dich gefühlt als du von der Schwangerschaft erfahren hast? Hat sich der Partner gefreut? Wie reagierten die Freunde und die Familie? Falls du bereits Fotos von dir hast, kannst du diese auch ins Tagebuch einkleben.

Leg dir ferner ein kleines Buch an, wo du Tipps und Ratschläge vom Arzt aufschreibst. Während einem Termin vergisst man gerne mal die eine oder andere Frage. Vor Aufregung weißt du am Ende nicht mehr, was der Arzt wirklich gesagt hat. Ein kleines Notizbuch sollte stets in deiner Handtasche sein. Vielleicht fällt dir der ultimative Babyname ein oder du erhältst einen Tipp für einen günstigen Babymodeladen. Zwar sieht man deinen Bauch noch nicht wirklich, aber mache dich bereits jetzt auf viele Fragen gefasst. Nicht nur deine Bekannten, auch Menschen auf der Straße werden dich ansprechen. Sie werden sich für dich freuen und alles Gute wünschen. Dabei entstehen interessante Gespräche und wunderbare Momente. Vielleicht triffst du sogar eine Freundin fürs Leben.
Grundsätzlich wird sich dein Leben jetzt ändern. Schließe dich mit anderen Müttern zusammen, um dich austauschen. Später werden diese Kontakte wichtig sein. Dein Kind möchte auch außerhalb des Kindergartens Freunde haben. Viele beste Freundschaften entstehen bereits in der Krabbelstube. Klingt das nicht wunderbar? Jeder hätte gerne einen Sandkastenfreund.

Neue Kleider braucht der Bauch

Wie oben schon erwähnt, verändert sich schon langsam dein Bäuchlein. Falls du ziemlich schlank bist und generell enge Hosen trägst, solltest du deinen Kleidungsstil langsam verändern. Deine Hosen werden dir nämlich nicht mehr passen. Viele Schwangere Frauen glauben, sie haben noch Zeit für neue Mode. Doch in einer Woche kann es zu spät sein. Falls du generell weite Sachen zuhause hast, ist es nicht so schlimm. Problematisch wird es, wenn dein Kleiderschrank nur enge Klamotten aufweist. Stell dich darauf ein, dass dein Bauch jetzt langsam aber doch zum wachsen beginnt. Je nach Schwangerschaft, werden sich auch deine Hüften und Oberschenkel verändern. Stelle dich auf eine neue Figur ein, die du vorher noch nicht kanntest. Viele Frauen tun sich damit schwer und haben Angst, dass sie nie wieder ihre Traumfigur zurückerhalten. Eine Garantie gibt es nie, aber generell gilt. Wer sich gesund ernährt und weiterhin Sport betreibt, wird nach der Geburt auch wieder schlank sein. Besonders schlanke Menschen, sind nach der Entbindung meist wieder so schlank wie vorher. Es ist ein Gerücht, dass man Schwangerschaftspfunde nie wieder los wird. Natürlich gibt es Fälle, wo es schwieriger ist. Doch spielen da noch andere Faktoren eine Rolle. Angefangen von Stoffwechselproblemen bis hin zu Krankheiten und der eigene Wille.

Nicht jeder steht auf Umstandskleidung. Die musst du nicht tragen, wenn du nicht möchtest. Tipp: In indischen Läden gibt es tolle Wickelhosen, die du so binden kannst, wie du willst. Die Hose wächst sozusagen mit deinem Bauch mit. Im Sommer sind diese Hosen ziemlich praktisch. Oben rum kannst du weiterhin deine Shirts anziehen. Denke aber daran, dass sich dein Busen auch verändert und du wahrscheinlich in deine alte Kleidung nicht mehr passen wirst. Gegen einen großen Busen hat selten jemand etwas einzuwenden. Diesen möchten viele Frauen auch behalten, nur leider bildet sich dieser meistens zurück.

Günstige Umstandsmode gibt es gebraucht im Internet. Niemand muss teure Hosen im Handel erwerben. Es zahlt sich auch nicht wirklich aus, da du diese nur einige Woche trägst. Falls dein Baby im Winter auf die Welt kommt, solltest du dir rechtzeitig feste und stabile Schuhe zulegen. Zwar ändert sich generell nicht viel, aber es ist immer besser, wenn du Schuhe trägst, wo die Rutschgefahr vermindert ist. Schließlich möchtest du nicht, dass deinem Baby etwas passiert. Das gilt auch im Sommer. Vermeide High Heels und ähnliche Schuhe. Manche Frauen können zwar Problemlos damit laufen, aber die Sturzgefahr ist damit einfach höher. Gewöhne dich langsam aber doch auf flache Schuhe um. In den ersten Wochen wird es dir egal sein. Aber spätestens, wenn du eine Kugel mit dir rumschleppst, bist du dankbar für bequeme Schuhe. Viele Frauen, die ihre Finger nicht von High Heels lassen konnten, klagten nicht selten über Rückenschmerzen und das muss nicht sein. Dir soll es in der Schwangerschaft gut gehen und deswegen darfst du ruhig zu bequemer Mode greifen.

Beginne eine Fotostrecke

Tipp: Falls du deine Schwangerschaft dokumentieren möchtest, fange jetzt damit an. Zieh am besten ein Shirt an, welches sich ein wenig dehnt und fotografiere dich jede Woche an derselben Stelle, in diesem Shirt. Du wirst sehen, dein Bauch wird Woche für Woche größer und so eine Fotostrecke ist eine ziemlich nette Erinnerung fürs Familienalbum. Alternativ kannst du auch ein Video drehen oder dir selbst irgendetwas lustig einfallen lassen. Es gab mal eine Fotostrecke, wo der Partner eine Luftpumpe in den Nabel steckte und so tat, als würde er den Bauch aufpumpen. So lange bis er platzte und das Baby da war. Eine Schwangerschaft ist eine wunderbare Zeit, wo sich nicht nur dein Körper auf ein neues Leben einstellt, sondern auch deine Seele. Gewöhne dich daran, und entspanne dich. Genieße Woche für Woche, wie dein Baby wächst und notiere die schönsten Momente. Das ist auch eine nette Idee fürs Kind. Irgendwann möchte es vielleicht wissen, wo es überall war. In welchen Ländern, in welchen Restaurant und was es sonst noch so – im Bauch erlebte. Sei kreativ und mach aus deiner Schwangerschaft ein Abenteuer.