Die 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

Nun habt ihr beide schon die 8. Schwangerschaftswoche erreicht. Normalerweise machen sich in dieser Woche bereits Veränderungen am Bauch bemerkbar. Falls du ziemlich schlank bist, wirst du wahrscheinlich nicht mehr in deine alten Hosen passen, außer sie sind weit geschnitten. Falls du die letzten Wochen stark unter Übelkeit gelitten hast, kann auch eine Gewichtsabnahme erfolgen. Falls du nicht auffällig viel Gewicht verlierst, musst du dir keine weiteren Gedanken machen. Bei wirklichen starker Übelkeit und Krämpfen, solltest du deinen Arzt kontaktierten. Vor allem dann, wenn du kaum Nahrung bei dir behalten kannst. Hier ist es deswegen wichtig, dass du die nötigen Nährstoffe auch wirklich bei dir behältst. Schließlich hat dein Baby genauso Hunger wie du und möchte laufend versorgt werden.

In der ersten Schwangerschaft wächst der Bauch nicht so schnell, wie in den folgenden. Deswegen wundere dich nicht, wenn zum Beispiel bei deiner Freundin, die bereits mehrere Kinder hat, in der 8. Woche bereits eine kleine Kugel zu sehen ist und bei dir noch nichts. Wie in der vorigen Woche beschrieben, solltest du ein Tagebuch führen und den Bauchumfang messen. Falls du mehrere Kinder bekommen möchtest, lohnt es sich, die Daten für später aufzubewahren, um einen besseren Vergleich zu wagen.

Vorsorgeuntersuchungen: Arzt oder Hebamme?

Es ist ein Irrglaube, dass Schwangere immer zum Arzt laufen müssen. Alternative Mütter meiden diese so gut es geht. Schließlich ist man nicht krank, sondern bekommt ein Baby. Die Krankenkasse übernimmt jegliche Kosten für Vorsorgeuntersuchungen und auch Fruchtwasserüberprüfungen, Feinultraschall und was sonst noch nötig ist. Falls du möchtest, kannst du dich auch von einer Hebamme untersuchen lassen. Außer der Ultraschalluntersuchung, führen diese jegliche Kontrolluntersuchungen durch. Es empfiehlt sich bereits im Vorfeld eine Hebamme zu wählen, die dich bis nach der Geburt begleitet. Sie kann dir in vielen Fällen Antworten auf deine Fragen geben. Gemeinsam entwickelt ihr einen Geburtsplan und könnt euch rund um die Schwangerschaft unterhalten. Einen Vorteil haben Hebammen gegenüber Ärzte auf jeden Fall: sie nehmen sich in der Regel mehr Zeit. Da manche Hebammen lange Wartelisten haben, lohnt es sich bereits jetzt, einen Termin mit einer passenden Hebamme zu vereinbaren. Die Harmonie zwischen werdender Mutter und der Geburtshelferin sollte stimmen, deswegen wird ein Vorgespräch empfohlen. Falls die Hebamme eine andere Einstellung zu gewissen Dingen hat, macht es doch Sinn, sich eine andere zu suchen.

Beispiel: Du möchtest dein Baby nicht stillen und die Hebamme lehnt nichtstillende Mütter komplett ab. Befasse dich mit solchen Themen, denn manche wollen von ihrem Standpunkt nicht abkommen und setzen Mütter teils ordentlich unter Druck. Du musst nichts machen, was du nicht willst. Es ist dein Körper, dein Baby und eurer Leben. Das gilt auch bei einem Wunschkaiserschnitt. Wichtig ist, dass du dir die Schritte gut überlegst. Schreib dir eine Liste, warum du dies und das machen möchtest und entscheide im Endeffekt für dich, was du wirklich haben willst.
Natürlich sollst und kannst du dich von Ärzten wie auch von Hebammen beraten lassen. Aber im Endeffekt ist es deine Entscheidung und die steht dir zu.

So geht es dir in der 8. Schwangerschaftswoche

Jede Woche wartet eine neue Überraschung auf dich. Die letzte Zeit war dir morgens wahrscheinlich übel und jetzt kannst du dich kaum bewegen, obwohl dein Bauch nicht größer wurde. Du hast vielleicht abgenommen und kommst trotzdem aus der Puste, wenn du dich nur ein Stück bewegst. Woran liegt das? Dein Stoffwechsel verändert sich total. Das bedeutet, er leistet bis zu 25% mehr, als im normalen Alltag und da fühlt sich der Körper natürlich überfordert. Deswegen solltest du nur langsam gehen und häufiger Pausen machen. Wenn du arbeitest, ruh dich zwischen durch aus und öffne ein Fenster. Frischluft tut dir gut.

Keine Angst, in ein paar Wochen sind die inneren Unruhen wieder vorbei. Zwar wächst dein Bauch und eventuell lagert sich Wasser in deinen Beinen ab, aber generell wirst du dich fitter fühlen. Deswegen solltest du dir diese Zeit nicht so sehr zu Herzen nehmen. Entspanne so gut wie du kannst, denn die ruhigen Zeiten sind in ein paar Monaten sowieso vorbei. Dann, wenn dein Baby dich ständig auf Trab hält, ist es vorbei mit ausreichend viel Schlaf. Deswegen solltest du den Moment genießen und gehe, falls du Zeit und Geld hast, in ein SPA. Dort bekommst du eine angenehme Massage, eine Körperbehandlung und kannst richtig schön relaxen. Klingt das nicht herrlich? Solche Glücksmomente tun nicht nur dir gut. Auch dein Baby freut sich darüber. Fühlst du dich wohl, geht’s dem Baby genauso gut – das solltest du während der kompletten Schwangerschaft bedenken.

Dein Geschmackssinn verändert sich

Wunderte dich nicht, dass du plötzlich einen seltsamen Geschmackssinn an den Tag legst. Auch das ist normal in der Schwangerschaft. Eventuell ekelst du dich vor Lebensmittel, die früher zu deinen Lieblingsgerichten gehörten. Anderseits magst du jetzt saure Gurken mit Schlagsahne. Dieses typische Schwangersschaftsanzeichen hat schon viele Frauen zu Verwunderung gebracht. Für Außenstehende, die sich nicht in dieser Lage befinden, mag der Gedanke an Gurke mit Sahne immer noch abartig klingen. Dennoch schmeckt es der werdenden Mami meist ziemlich gut. Diese Verallgemeinerung trifft jedoch nicht auf alle Schwangeren zu, also wundere dich nicht, wenn bei dir die Lust nach seltsamen Geschmackskombinationen nicht eintritt.
Manchmal kommt es vor, dass Schwangere mitten in der Nacht Heißhunger bekommen. Ob das nun Fast Food oder Asiatisch ist, sei dahingestellt. Der Leidtragende ist meistens der Ehemann, Freund oder sonstige Bedienstete, die in der Schwangerschaft für einen da sind. Falls du alleine lebst, solltest du dir ein paar Sachen einbunkern oder einen Notfallkontakt einrichten, denn du mitten in der Nacht anrufen kannst. Zum Glück gibt es in Großstädten teils auch 24 Stunden Lieferservice. Somit bleiben arme Freunde verschont, die nicht wegen jeder Gurke aus dem Bett hüpfen möchten.
Nicht nur der Geschmackssinn verändert sich teils alle paar Minuten, auch die sogenannten Stimmungsschwankungen sind nicht zu unterschätzen. Zuerst fühlst du dich glücklich, zehn Minuten später, möchtest du weinen ohne Ende. Keine Sorge. Auch das geht zu Ende. Denke dir immer nur: deine Hormone spielen verrückt und alles ist ganz normal.

Wenn Kopfschmerzen auftauchen

In den Vorwochen wurde bereits erwähnt, dass es in der Schwangerschaft häufig zu Migräneanfällen kommen kann. Falls du oft an Migräne leidest, hast du dieses Thema hoffentlich bereits mit deinem Arzt besprochen. Noch einmal zur Erinnerung: achte darauf, welche Medikamente du einnimmst. Schließlich ist jede Tablette Gift für dein Baby. Deswegen überlege es dir zweimal, ob du etwas einwirfst oder nicht. Solltest du mitten in der Nacht Kopfschmerzen bekommen und keinen Arzt erreichen, helfen dir Apotheker weiter. Diese wissen in der Regel auch, welche Arzneimittel gut oder schlecht für dich und das Baby sind. Alternativen zur Pharmaindustrie gibt es natürlich auch. Unser Tipp: Zum Beispiel Ingwer aufgelöst in heißem Wasser wirkt sehr rasch gegen Kopfschmerzen. Ebenso tun es feuchte Tücher, welche du dir auf die Stirn legst. Des Weiteren kann eine Nackenmassage durch deinen Partner sehr gut helfen. Manchmal reagiert der Körper mit Kopfschmerzen, wenn du Nahrungsmittel zu dir nimmst, die du nicht verträgst. Beobachte genau, wann du Migräne bekommst und notiere dies. Falls du einen Zusammenhang mit Nahrungsmitteln bemerkst, solltest du diese in Zukunft meiden. Sehr schnell wirst du merken, ob es an den Lebensmitteln lag.

Wie geht es deinem Baby in der 8. Schwangerschaftswoche?

Dein Baby ist in der 8. SSW zwischen 1,5 und 2 Zentimeter groß. Nun ist es schon größer als eine Erbse und ähnelt mehr einer kleinen Himbeere. Im Moment schwimmt es noch bequem in der Fruchtblase auf und ab. Dort befindet sich alles, was dein Baby für ein gesundes Wachstum benötigt. Die Plazenta ist nun zuständig dafür, dass Nahrung aus deinem Blut ans Baby weitergeleitet wird. Der Körper des Babys wird in dieser Woche gerade. Der Kopf ist dagegen immer noch ziemlich groß und wird sich in den nächsten Wochen dem Körper anpassen. In der 8. Schwangerschaftswoche formt sich ferner die Speiseröhre des Babys. Links und rechts entsteht auch eine kleine Lunge, die in Folge einige Monate im Wartungsmodus verweilt. Die ersten Atemzüge erfolgen bekanntlich erst nach der Geburt, dann wenn dein Baby endlich auf die Welt kommt. Die Augen des Babys wandern nun an die Stelle wo sie hingehören und es entwickeln sich Augenlider. Auch eine kleine Nase entsteht noch in derselben Woche. Arme und Beine entstanden bereits in den letzten Wochen, jetzt bilden sich Zehen und Finger dazu. In Folge müssen die Organe und Gliedmaßen nur noch wachsen und gedeihen. Die Embryohaut ist in diesem Stadium noch ziemlich dünn und durchsichtig, weil keine Fettschicht vorhanden ist.

Was sollest du in der 8. Schwangerschaftswoche tun?

In dieser Zeit solltest du auf eine spezielle Hygiene achten. Vor allem im Unterleibsbereich. Da es jetzt häufiger zu Infektionen kommen kann, können diese Fehl- und Frühgeburten auslösen. Vaginale Pilzinfektionen und Harnweginfektionen lassen sich vermeiden. Steig, wenn du es noch nicht getan hast, auf Baumwohlunterwäsche um. Wäsche aus Synthetik ist ein absolutes No Go im Zeitraum der Schwangerschaft. Auch im nicht schwangeren Zustand solltest du das deinem Körper nicht antun. Da viele Frauen an starken Ausfluss leiden, solltest du auf atmungsaktive Slipeinlagen setzten. In der Apotheke, beziehungsweise in der Drogerie, gibt es spezielle Intimwachseifen, die du nützen kannst. Sorge für eine ausreichende Hygiene, aber übertreibe es nicht. Wer bekanntlich zu viel tut, zerstört die natürliche Scheidenflora und steht erst recht ungeschützt da. Falls du mit deinem Partner gerade Lust auf Bettspielchen hast, solltest du ebenso auf Kondome setzen. Zwar kannst du jetzt nicht schwanger werden – wie denn auch – du bist es ja bereits, aber es könnten Bakterien in deinen Unterleib gelangen, die ebenso Infektionen auslösen. Deswegen seid jetzt ein bisschen vorsichtiger mit euren Bettaktivtäten.

Schwimmen in der Schwangerschaft: Ja oder Nein?

Eigentlich spricht nichts dagegen, ins Hallenband oder in den See schwimmen zu gehen. Außer, du bist leicht Infektionsanfällig. Falls du bereits im Vorfeld irgendwelche Infektionen vom baden hattest, solltest du einen Schwimmbadbesuch vor allem im ersten Trimester vermeiden. Hier solltest du im Notfall Rücksprache mit deinem Arzt halten. Doch auch die, sind unterschiedlicher Meinung. In der Drogerie gibt es spezielle Tampons, die vor Bakterien schützen sollen. Alternativ kann man einen normalen auch in Vaseline tränken. Frag bezüglich solcher Dinge am besten deine Hebamme. Diese sind auf diesem Gebiet Speziallisten und wissen, was wirklich gut oder nicht zu empfehlen ist. Ärzte übertreiben es gerne und sprechen Verbote aus, die manchmal nicht notwendig sind. Natürlich solltest du vorsichtig sein, aber dein komplettes Leben musst du dir wegen der Schwangerschaft nicht einschränken lassen.

Babysachen bestellen Ja oder Nein?

Du befindest dich jetzt im zweiten Schwangerschaftsmonat. Jetzt musst du dir noch keine Gedanken darüber machen, dass du keine Babyzimmereinrichtung mehr bekommst. Natürlich darfst du schmökern und dir einige Sachen genauer ansehen. Bestellen solltest du es noch nicht. Die kritische Phase ist leider noch nicht vorbei, auch wenn das viele nicht gerne hören. Wer jetzt alles kauft und es kommt zu einer Fehlgeburt, ist die Trauer doppelt so groß. Deswegen sollten sich Mütter zu Anfang, generell nicht so sehr in die Sache rein steigern. Ab dem dritten Monat schaut die Sache anders aus. In Folge wird sogar empfohlen, langsam aber doch einen Kinderwagen zu bestellen. Die Lieferzeiten betragen nämlich in einigen Fällen, mehrere Monate. Bis dahin kannst du dir überlegen, welche Möbel du wo kaufen möchtest.

Viele Eltern sorgen sich um diese Dinge überhaupt erst im dritten Trimester. Nur eines darfst du nicht vergessen. Irgendwann kommt eine Zeit, wo du dich mit deinem Bauch kaum noch bewegen kannst. Falls du zum Beispiel selbst tapezieren oder ausmalen möchtest, solltest du das zwischen dem dritten und sechsten Monat tun. Danach wachsen Bäuche in der Regel ziemlich schnell und behindern dich an den Renovierungsarbeiten. In diesen drei Monaten ist der ideal Zeitpunkt, um sich um solche Dinge zu kümmern. Jetzt in der 8. Schwangerschaftswoche darfst du dich noch schonen. Bleib wenn möglich zuhause und mach es dir gemütlich. Schließlich sind deine Schwangerschaft Übelkeiten noch nicht vorbei und ein WC in der Nähe zu haben ist niemals verkehrt. Plane, visualisiere und schmökere zum Beispiel im Internet. Du kannst jetzt Ratgeber lesen, dich mit Freunden unterhalten und vieles mehr. Jetzt planst du sozusagen das, was du ab dem dritten Monat umsetzt. Die Zeit mag im Moment nicht vergehen, sie tut es aber trotzdem. Plötzlich ist dein Baby achtzehn Jahre alt und beglückt dich vielleicht bald mit einem Enkelkind. Genieße die Zeit, die du jetzt noch für dich hast. Bald bist du eine Mami mit einem oder mehreren Babys, die die Welt zu einer bunteren machen. Für diese Mission brauchst du viel Energie, deswegen – Tanke JETZT.