Die 9. Schwangerschaftswoche (9. SSW)

Gratulation, der dritte Schwangerschaftsmonat beginnt. Ab jetzt sinkt das Risiko einer Fehlgeburt und dir geht es wahrscheinlich auch besser. Die Morgenübelkeiten verschwinden meistens zu dieser Zeit und dein Körper hat sich bereits an diesen neuen Umstand gewöhnt. Deswegen nehmen die Müdigkeitsattacken vorerst ab und du fühlst dich wieder fitter. Das bedeutet aber nicht, dass du sofort zu einer Hochleistungssportlerin mutierst. Gönne dir nach wie vor Schlaf- und Entspannungseinheiten. Jetzt kannst du es noch genießen. In etwa sechs Monaten, hast du einen weiteren Mitbewohner, der dir deinen Schlaf raubt. Es kann also nicht schaden, bereits jetzt ein wenig Energie zu tanken.

Das Baby in der 9. Schwangerschaftswoche

In den letzten neun Wochen entwickelten sich die Organe deines Babys. Jetzt sind sie bereits fertig und müssen nur noch wachsen. Im Moment ist dein Kind etwa zwei Zentimeter groß. Ab jetzt kann der Arzt ferner feststellen, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt. Solche Nachrichten haben bereits oft für Überraschungen gesorgt. Das Gehirn produzierte bereits Nervenzellen, die sich jetzt mit den anderen Zellen sowie Muskelzellen verbinden. Bereits in der 8. SSW fing das Gehirn an, sich in verschiedene Bereiche aufzuteilen. Welche später für die verschiedenen Sinneseindrücke zuständig sind. Zum Beispiel Hören, Sehen, Schmerzen, Gefühle und Bewegung. Immer noch, ist dein Baby zurzeit anfällig für Schädigungen von außen. Alkohol ist in dem Stadium besonders gefährlich, weil sich das Gehirn immer noch entwickelt und mit den Zellen verbindet. Nervengift schränkt die Entwicklung ein und kann Folgeschäden verursachen. Manche Kinder sind dadurch unterentwickelt oder können sich nicht richtig bewegen. Natürlich solltest du auf Alkohol auch in der nächsten Zeit verzichten.

Zwischen der 9. Und 12. SSW findet die große Vorsorgeuntersuchung statt. Der Blutdruck wird gemessen und das Gewicht der Schwangeren ermittelt. Ferner wird der Urin auf Krankheitserreger, Zucker und Eiweiß untersucht. Auch der Eisengehalt wird kontrolliert, sodass bei Mangelerscheinungen dagegen etwas unternommen werden kann. Desweiteren wird die Gebärmutter Lage durch eine Tastuntersuchung durch die Bauchdecke ermittelt. Auch eine Ultraschalluntersuchung darf in der 9.SSW nicht fehlen. Der Arzt ermittelt dabei die Scheitel-Steiß-Länge, notiert die Herzaktivität, die Bewegung und Lage. Die Entwicklung der Organe wird natürlich auch untersucht. Anhand dieser Angaben, kann, falls noch unsicher, der ungefähre Geburtstermin ermittelt werde. Obwohl du dich bereits in der 9. SSW Woche befindest, ist dein Baby erst sieben Wochen alt. Aus dem Grund, weil die Berechnung in etwa zwei Wochen vor der Befruchtung beginnt. In der Regel dauert eine Schwangerschaft zehn Monate, beziehungsweise 40 Wochen. Auf dem Ultraschall kannst du jetzt bereits erkennen, wie sich den Baby bewegt. Manchmal bewegen sich die Arme so, als würde dein Kind dir zu winken und es strampelt leicht mit den Beinchen. Da das Baby erst zwei Zentimeter groß ist, spürst du es natürlich noch nicht. Das wird sich aber in naher Zukunft ändern.

Das Gewicht und die Größe des Babys werden ebenso vom Arzt ermittelt. Da sich dieses noch verändert, solltest du nicht so viel Wert darauf legen. Es handelt sich nur um einen Durchschnittswerte. Wenn ein anderes Baby mehr oder weniger wiegt, musst du dir noch lange keine Sorgen machen. Erwachsene Menschen sind auch nicht gleich groß oder wiegen gleich viel.

So geht es dir in der 9. Schwangerschaftswoche

Auffällig für die 9.SSW ist, dass sich die Haarstruktur vieler Frauen verändert. Manche leiden in dieser Zeit stark unter Haarausfall, während andere glänzendes bzw. dichteres Haar bekommen. Falls du Haare verlierst, mach dir keine Gedanken darum. In wenigen Wochen ist dieses Phänomen vorbei. Die Hormone sind schuld daran, dass es zu diesen Veränderungen kommt.

Nach der Entbindung beziehungsweise nach der Stillzeit sollte es keine Probleme mehr mit den Haaren geben. Bis dahin ist es wichtig, die Haare ordentlich zu pflegen. Häufig kommt die Frage auf, ob man die Haare während der Schwangerschaft färben darf? Eine gute Frage, die zum Thema passt. Zu diesem gibt es unterschiedliche Meinungen. Generell sei gesagt, dass das Färbemittel nicht durch die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen sollte. Haartönungen sind Farben zu bevorzugen. Außerdem sollte man nur einen Profi an sich ran lassen, der sich mit dem Haare färben auskennt. Vergiss nicht, deinen Frisör zu erzählen, dass du schwanger bist. Somit ist sichergestellt, dass er doppelt und dreifach aufpasst, was er dir in die Haare mischt. Falls es sich vermeiden lässt, bleibst du am besten bei deiner Naturhaarfarbe. Haarfärbemittel sind immer so eine Sache. Auch, wenn alle sagen, es geschieht nichts, ist es doch Gift für deinen Körper und du solltest nie vergessen, dass du ein Baby unter dem Herzen trägst. Alles Unnatürliche könnte, wenn auch nur minimal, die Entwicklung einschränken. Denke daran, wie viele Personen eine allergische Reaktion auf Färbemittel bekommen. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass dein Körper jetzt komplett anders auf bestimmte Dinge reagiert. Gut möglich, dass du nie Probleme oder Allergien hattest und sie jetzt bekommst. Dieses Risiko lässt sich ganz einfach vermeiden, in dem du auf das Färben verzichtest.

Wie schon erwähnt, enden die Müdigkeitsanfälle langsam aber doch. Jetzt kommt es häufig zu Sodbrennen und Verstopfungen. Deswegen solltest du aufpassen, was du zu dir nimmst. Saure Gurken mit Schlagsahne sind in dieser Zeit keine Seltenheit. So groß die Gelüste auch sein mögen, denke daran. Die Rechnung kommt am Schluss. Um Übelkeit zu vermeiden, solltest du wirklich nur Dinge zu dir nehmen, die dem Magen bekömmlich sind. Der Geschmack- und Geruchssinn wird in dieser Woche noch einmal verstärkt. Manche Frauen reagieren zum Beispiel auf Parfüms so stark, dass sie Brechreiz bekommen. Falls es dir so geht, solltest du auf stickige Räumlichkeiten verzichten. Ebenso auf Parfümerien und Restaurants, wo Speisen serviert werden, die du zurzeit nicht riechen kannst.

Vorsichtig vor Naturprodukten

Werdende Mütter meinen es oft gut und greifen zu Naturprodukten, weil sie der Meinung sind, sie schaden dem Baby nicht. Leider sind nicht alle Pflanzen unbedenklich. Zum Beispiel Kräutertees. Einige davon, können Wehen auslösen und sollten deswegen nicht getrunken werden. Bevor du irgendwelche Medikamente oder Präparate zu dir nimmst, solltest du unbedingt Rücksprache mit deinem Arzt halten. Hebammen sind für solche Fragen ferner gute Ansprechpersonen. Es ist immer besser, du fragst einmal zu viel nach, als einmal zu wenig. Du ersparst dir somit jede Menge Beschwerden und Zwischenfälle, die nicht sein müssen. Falls du dringend etwas benötigst, kannst du im Notfall auch Apotheker fragen. Nimm dich jedoch in Acht vor Drogerie Personal. Diese wissen nicht immer Bescheid und sind meist nur darauf aus, etwas zu verkaufen. Deswegen wende dich eher an Fachpersonal, bevor du deinem Baby schadest.

Was du in dieser Woche tun kannst!

Viel hat sich gegenüber der letzten Woche nicht verändert. Falls du erfahren hast, dass es zwei Babys werden, gibt es auf jeden Fall etwas zu feiern. Diese Information ist ziemlich wichtig, weil du von allen Babysachen, das Zweifache benötigst. Noch ist das Geschlecht des Kindes nicht feststellbar, deswegen solltest du noch keine Babysachen kaufen, die Geschlechterspezifisch sind. Generell ist zu empfehlen, dass dein Kind nicht nur rosa oder blau trägt. Heut zu Tage darf es ruhig bunt und durcheinander sein. Fang nicht bereits bei der Geburt an, dein Baby in eine Rolle zu drängen. Es wird von alleine, bestimmte Farben mögen oder ablehnen. Gib deinem Kind von Anfang an die Chance, mehrere Farben zu testen und kennenlernen. Wenn du ihm jegliche vorenthaltest, wird es natürlich irgendwann auf Rosa zurückgreifen, weil es von Anfang nur diese kannte.
In der 9. Schwangerschaftswoche kannst du dich wieder mehr bewegen. Falls dir nicht mehr übel ist, darfst du ruhig Sport betreiben oder in die frische Natur rausfahren. Ein kleiner Ausflug oder eine kleine Wanderung sind ideal für den dritten Monat. Du kannst dich dabei entspannen, tust etwas für die Gesundheit und schnappst frische Luft. Nimm einen guten Freund oder deinen Partner mit und schon wird der Tag zum reinsten Vergnügen. Ruhe ist immer noch wichtig. Gerade jetzt, wo dein Baby zu hören beginnt. Zwar macht dem Kind Rockmusik im Lokal nichts aus. Aber möchtest du deinem Kind das alles gleich zu Anfang antun? Es soll sich an die Umgebung gewöhnen und sanft alles kennenlernen. Da es dich hört, kannst du ruhig mit dem Embryo sprechen und ihm klassischen Musik vorspielen. Das beruhigt das Baby in dem Stadium sehr und es wird glücklich im Bauch schlafen.

Viele Kinder, die im Bauch Ruhe hatten, sind nach der Geburt auch sanfter und ruhiger. Du kannst es also doch ein wenig beeinflussen, ob dein Kind nach der Entbindung entspannt ist oder zu einem kleinen Chaoten ran wächst. Die Zeit im Mutterleib ist nicht zu unterschätzen. Dein Kind bekommt schließlich alles mit. Mütter die nervös sind und viel Angst haben, übertragen das ferner auf ihr Baby. Deswegen solltest du dich entspannen und immer mit schönen ruhigen Dingen umgebenen. Das Kind spürt automatisch, alles ist in Ordnung und fühlt sich zuhause aufgehoben. Dennoch solltest du ab und zu, die Umgebung wechseln. Das Leben ist schließlich auch keine rosa Wolke, wo wir sanft hin und her gewogen werden. Je früher sich das Baby daran gewöhnt, dass sich Stimmungen verändern, desto eher kann es mit solchen Situationen umgehen. Es weiß später auf der Erde, dass nichts für immer so sein muss. Ist es einmal kurz laut, kommt schon bald eine ruhige Phase. Hier vertrauen Kinder voll darauf, wenn sie es bereits im Mutterleib so erlebten. Sie können zwar nichts sehen, aber dafür spüren und hören. Das solltest du als werdende Mutter niemals unterschätzen. Deswegen suche dir dein Freizeitprogramm weise aus und entscheide immer, was euch beiden gut tut.

Denke langsam an das Babyzimmer

Falls du ein eigenes Babyzimmer einrichten möchtest, solltest du jetzt damit beginnen. Die Möbel musst du noch nicht kaufen. Planung ist bekanntlich die halbe Miete. Egal ob dein Kind ein eigenes Zimmer bekommt oder nicht. Wahrscheinlich müssen einige Möbel verschoben werden. Noch musst du deine Steckdosen und Treppen nicht kindersicher machen. Es lohnt sich aber durchaus, ein paar Dinge jetzt schon zu durchdenken. Dein Bauch wächst in den nächsten Wochen rasch und nach der Geburt hast du wohl keine Nerven, um die Wohnung neu zu renovieren. Deswegen solltest du dir die nächsten zwei, drei Monate dafür nehmen.

Falls du noch auf das Geschlecht des Babys warten möchtest, könntest du in der Zwischenzeit den Boden im Babyzimmer herrichten. Hier solltest du generell auf einfache Böden setzen, die sich leicht reinigen lassen. Zum Beispiel Kork oder Linoleum. Holz- und Fliesenböden mögen zwar schön sein, sind aber für Kinder nicht ideal. Falls dein Baby stürzt, fällt es auf einen weichen Korkboden und verletzt sich nicht so stark, wie auf Fliesen. Eine gute Alternative ist ein Teppichboden. Einziger Nachteil, er lässt sich nicht so einfach reinigen, wenn zum Beispiel Flüssigkeiten auf diesen gelangen. Auch Knetmasse und Bastelfarbe, machen sich auf Teppich nicht so gut. Mit diesen Dingen musst du in den nächsten Monaten und Jahren rechnen, deswegen setze am besten, auf einen nicht zu teuren Boden. Sind deine Kinder alt genug, kannst du in Folge immer noch auf hochwertige Böden setzen. Wann dieser Zeitpunkt sein wird? Dann wenn sie alle ausgezogen sind. Ein paar heimliche Partys werden den Teppich wohl beanspruchen. Erwarte dir nicht, dass deine Wohnung in den nächsten Jahren aussieht, wie eine glänzende Perle.
Apropos Sauberkeit. In der Schwangerschaft musst du nichts übertreiben. Wenn die Wäsche einen Tag liegen bleibt, lass sie einfach liegen. Tue immer nur das, was dir Freude bereitet. Falls du dich kaum bewegen kannst oder dein Arzt meint, du sollst dich schonen, setze auf eine Haushaltshilfe. Diese unterstützt dich beim Staubsaugen, Wäsche waschen und Co. Wenn du einen Partner hast, kannst du diesen sicherlich auch mal einspannen oder frag bei Freunden nach, ob sie dir helfen. Auch die Mütter und Schwiegermütter sind in dieser Zeit herzlich willkommen. Einziger Nachteil, sie lassen gerne Ratschläge da, die niemand hören möchte. Spielen die Hormone verrückt, kommt es oft zu Meinungsverschiedenheiten. Da musst du wohl oder übel durch. Aber denke immer daran. Besser eine Hilfe, die ihre eigene Meinung hat als niemand, der dir durch die schwer Zeit hilfst. Wie du dein Kind im Endeffekt erziehst, bleibt sowieso deine Meinung. Für manche Ratschläge darfst du dankbar sein und solltest sie dir zumindest zu Herzen nehmen. Ob du sie anwendest, bleibt immer noch deine Entscheidung.