Schwangerschaftsanzeichen

Spätestens wenn zwei Menschen Nachwuchs planen, die Verhütungsmittel absetzen und die erste Periode ausbleibt, versucht man jegliche körperliche Veränderung als Schwangerschaftsanzeichen zu deuten. Anders hingegen Personen, deren Periode ausbleibt, obwohl sie verhüten und kein Kind möchten. Hier ist jegliche Veränderung, die ein Schwangerschaftsanzeichen sein könnte, in Wahrheit „nichts ernstes“. Doch was sind typische Schwangerschaftsanzeichen? Die klassischen Schwangerschaftsanzeichen sind morgendliche Übelkeit (die sich jedoch über den Tag verteilt), berührungsempfindliche Brüste und natürlich das Ausbleiben der Regelblutung. Aber diese Schwangerschaftsanzeichen bedeuten nicht, dass die Frau schwanger ist. Medikamente, Stress oder auch Krankheiten können dem Verstand (und dem Körper) einen Streich spielen und für Schwangerschaftsanzeichen sorgen. Dennoch: Es gibt dutzende Schwangerschaftsanzeichen, die die Frau nicht unterschätzen darf. Zu den typischen Schwangerschaftsanzeichen hilft nur die Gewissheit eines Schwangerschaftstests, ob man Nachwuchs erwartet oder nicht.

Der Schwangerschaftstest gibt Aufschluss darüber

Viele Frauen sind sich relativ schnell sicher, dass sie schwanger sind. Sie spüren es sozusagen. Andere hingegen benötigen einen (oder mehrere) Schwangerschaftstests mit positivem Ausgang, damit sie es glauben. Viele Schwangere benötigen auch gar keine ersten Schwangerschaftsanzeichen, damit sie wissen, dass sie ein Kind in sich tragen. Dafür ist das Schwangerschaftshormon HCG verantwortlich. HCG – humanes Choriongonadoptropin – produziert der Körper bereits ein paar Tage nach der Schwangerschaft. Dieses Gefühl spüren Frauen oft sehr intensiv und wissen, dass sie nun nicht mehr alleine sind. Jedoch gibt es die typischen Schwangerschaftsanzeichen, die jedoch von Frau zu Frau variieren. Es gibt keine Anzeichen für alle Frauen und nicht jede Frau, muss dieses oder jenes Schwangerschaftsanzeichen haben. Fakt ist: Bei der leichtesten Unsicherheit, ob man nicht doch schwanger sein könnte, sofort einen Schwangerschaftstest machen. Schwangerschaftstest lassen sich in den Drogeriemärkten kaufen. Diese Urintests basieren auf der Tatsache, ob der HCG Wert erhöht ist. Eine vaginale Untersuchung sowie ein Bluttest sorgen für die endgültige Klärung, ob die Frau schwanger ist.

Die Morgenübelkeit, die den ganzen Tag anhält

Nach der Befruchtung der Eizelle beginnt der Körper auf Hochtouren zu arbeiten. Die Körpertemperatur bleibt konstant hoch – auch der Progesteronspiegel ist deutlich erhöht. Dies ist solange, bis die Produktion des HCG beginnt. Der Organismus wird bereits zu Beginn auf die Schwangerschaft eingestellt und vorbereitet. Diese Prozessentwicklung beginnt jedoch nicht ohne Anzeichen. Viele Frauen erleben – auch wegen der Hormonumstellung – viele körperlichen Veränderungen. Vor allem im ersten Trimester erleben viele Frauen eine Achterbahnfahrt ihrer körperlichen Veränderungen. Das klassische Schwangerschaftsanzeichen ist die Übelkeit. Gerne wird diese auch als Morgenübelkeit bezeichnet, wobei das nicht richtig ist. Die Übelkeit tritt entweder am Morgen auf – oder zu Mittag – oder am Abend – oder ist den ganzen Tag vorhanden. Die Übelkeit wird durch das Schwangerschaftshormon HCG ausgelöst. Jede Frau nimmt die Übelkeit anders wahr. Während viele Frauen bereits bei einem bekannten Geruch erbrechen, sind andere hingegen gesegnet und wissen nicht, was eine Morgenübelkeit ist. Vor allem sind Frauen zwischen der 2. und 8. Schwangerschaftswoche von der Morgenübelkeit betroffen. Spätestens nach der 8. Schwangerschaftswoche geht die Übelkeit zurück. Tipps: Kleine Portionen essen – und dies auf den Tag verteilt. Das sorgt für einen konstanten Blutzuckerspiegel. Auch Ingwerpastillen sowie Cracker helfen gegen die Übelkeit.

Die Periode bleibt aus

Das Ausbleiben der Monatsblutung ist das typische Schwangerschaftsanzeichen für viele Frauen. Aber das Ausbleiben der Periode bedeutet nicht, dass die Frau automatisch schwanger ist. Prüfungen, Stress, Medikamente, Herausforderungen, Jetlag oder auch Krankheiten wie Schockzustände sind mitunter ein Grund, warum die Monatsblutung ausbleibt. Jedoch empfiehlt es sich, dass nach längerem Ausbleiben ein Schwangerschaftstest die Situation klärt. Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen sind Gelüste. Jedoch unterscheiden sich diese von den bisherigen Gelüsten der Frau. Viele Frauen verspüren zu Beginn der Schwangerschaft Gusto auf saure Sachen. Aber auch Schokolade wie Eiscreme sind beliebte Speisen für schwangere Frauen. Viele Frauen erleben Heißhungerattacken oder den besonderen Appetit auf bislang eher nicht gegessene Lebensmittel. Hat die Frau bislang Meeresfrüchte verabscheut, ist es gut möglich, dass sie plötzlich in der Schwangerschaft der größte Garnelen-Fan wird. Der wohlriechende Lachs hingegen kann zum Brechmittel werden. Ob saure Gurken mit Schlagsahne ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sind? Gut möglich. Warum viele Frauen jedoch ungewöhnliche Gelüste haben, ist nicht bekannt. Eine Theorie besagt, dass es wohl der veränderte Hormonhaushalt ist, der auf Grund des Speichelflusses den Geschmack verändert. Neben den klassischen Frauen, die während der Schwangerschaft „für zwei Personen“ essen, gibt es auch welche, die sehr wohl auf ihre Ernährung achten. Viele entdecken daher gesunde Speisen, die sie bislang nur aus dem Regal im Lebensmittelladen kannten.

Müde und abgeschlagen

Die Schwangerschaft schlägt auch auf die Sinne. Neben dem Geschmackssinn verändert sich auch der Geruchssinn. Viele Schwangere nehmen ab sofort andere Gerüche wahr – oder beginnen bekannte Gerüche plötzlich als unangenehm zu definieren. Viele altbekannten Gerüche, wie etwa das Lieblings-Parfum des Mannes, sorgen nicht mehr für Wohlgefallen, sondern rufen tatsächlich eine Übelkeit hervor. Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen ist die Müdigkeit und Erschöpfung. Vor allem im ersten Trimester sind viele Frauen müde und abgeschlagen. Es gibt nur wenige Damen, die in dieser Zeit den 20.15-Uhr-Film sehen. Der Grund für die Müdigkeit ist der Progesterongehalt. Dieser steigt während der Schwangerschaft an und sorgt für Müdigkeit bei den Damen. Der Körper benötigt Ruhepausen und Entspannung.

Die körperliche Veränderung

Ebenfalls verändert sich die körperliche Proportion der Schwangeren. Die Brüste der Frau werden nicht nur empfindlicher, sondern wachsen auch. Sie verändern ihre Größe und Form; des Weiteren verfärben sich auch die Brustwarzen der Schwangeren. Auch der Brustwarzenvorhof verändert sich im Laufe der Schwangerschaft. Diese werden oftmals dunkler. Ebenfalls treten bei vielen Schwangeren auch die Adern auf der Brust hervor. Viele Schwangere klagen auch über ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Vor allem liegt dies an der Ausdehnung des Gewerbes. Schlussendlich kann die Brust um bis zu zwei Körbchengrößen anwachsen. Viele Schwangere erleben auch eine Schmierblutung nach dem Eisprung. Diese Blutung nennt sich auch Einnistungsblutung. Diese ist jedoch kein fixer Bestandteil einer Schwangerschaft. Der Großteil der Schwangeren erlebt keine sogenannte Einnistungsblutung. Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen ist der vermehrte Harndrang. Das Hormon HCG sorgt für eine verstärkte Durchblutung des Beckens und der Organe. Somit erlebt die Frau einen permanenten „Druck“ auf der Blase. Zu Beginn merkt sie es wohl selbst nicht, jedoch fallen oftmals Bekannten oder Freunde oder dem Ehemann der vermehrte Gang zum WC auf. Der Harndrang geht erst im Laufe des zweiten Trimesters zurück. In den letzten Schwangerschaftswochen steigt der Harndrang jedoch wieder, da der Embryo sowie die Gebärmutter gerne auf die Blase drücken.

Weitere Schwangerschaftsanzeichen

Weitere Schwangerschaftsanzeichen sind etwa Blähungen oder Verstopfung. Viele Schwangere leiden zu Beginn ihrer Schwangerschaft an Störungen im Verdauungstrakt. Ebenfalls sind weitere Schwangerschaftsanzeichen vermehrter Ausfluss oder auch Stimmungsschwankungen. Viele Schwangere sind leicht gereizt. Auch gehören Kopfschmerzen zu den klassischen Schwangerschaftsanzeichen. Ein weiteres Anzeichen ist vermehrter Speichelfluss.